Mittwoch, 5. August 2026
Tausendjuristen
Da gibt es die tausend befangenen Richter und RAF-artigen Anwälte, die ein Parteiverbot fordern, eine schöne Nachricht für die Medien. Nur einige wenige schauen hin, wer das ist, solche eben.

Die Frage ist doch: Was dachten die eigentlich, was dann ist? Was wollten die erreichen und was dachten sie, wie es wirkt? Nur die Nachricht erzeugen? Der Justiz Dampf machen? Die Gesellschaft einstimmen? Wahlen rückgängigmachen?
Was sie real getan haben, ist, eine Selbstauskunft gegeben. Normalerweise hätte dies keine darüber hinausgehende Relevanz. In unserer Haltungsmedienwirklichkeit aber ist die Selbstauskunft schon identisch mit der Realität, wie wir sie kennen.
Der Verfall mag so weit fortgeschritten sein, dass die selbst nicht merken, dass sie nur sich zu erkennen geben und aus Gewohnheit ihre Wünsche projizieren.

Man muss aber bedenken, das sind Linke. Links ist denunziatorisch. Es ist ganz sicher eingeplant, dass auch die sich melden und sich zeigen, die Widerspruch vorbringen. Die hat man nun erkennungsdienstlich behandelt.

Die Tausendjuristen haben nichts zu befürchten.

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Dienstag, 4. August 2026
Berechtigte Angst vor freien Medien
Dass in der alten Bundesrepublik, D-Mark-Zeit, ein Bundespräsident bei der anstehenden Ernennung von Ministern gesagt hätte, „nein, mache ich nicht, nicht von dieser Partei“, kann ausgeschlossen werden, auf diese Idee wäre niemand gekommen. Jetzt kommen Bewerberinnen auf genau diese Idee, sie werben damit, keine Minister zu ernennen, die nicht von den klassischen Parteien sind.
Was ist also inzwischen geschehen?
Die Vorstellungen von Demokratie und Freiheit und Rechtsstaat sind abhandengekommen und ersetzt durch Werbetexte. Die Werbetexter geben das Gerede vor, damit bestimmen sie und bestimmt die Art des Geredes, wer bei Hofe aufsteigt. Die Informationsgesellschaft ist ein Feudalsystem, das von freier Information bedroht wird.
Darum werden freie Journalisten und freie Medien als feindlich und gesichert gegnerisch eingestuft, die Angst vor ihnen ist berechtigt und begründet.

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Montag, 3. August 2026
Polit-Zelig
Die Filmfigur von Woody Allen, Zelig, passt sich immer komplett den Menschen des aktuellen Umfelds an. Das muss sich Friedrich Merz abgeschaut haben oder er war die Vorlage. Er redet immer, wie es das jeweilige Publikum hören will, auf diese Weise wurde er von den Mitgliedern zum Parteivorsitzenden gewählt und so hat er die Bundestagswahl im weitesten Sinne gewonnen.
Jetzt soll er den hessischen Ministerpräsidenten als Bundespräsidenten vorgeschlagen haben. Das wäre das Modell Christian Wulff; ein gemessen am Durchschnitt unschlimmer Konkurrent wird durch Beförderung beseitigt.
Ein Realpolitiker als Bundespräsident wäre wohl auch weniger schlimm als all das Ideologische, was noch so genannt wird. Der regiert in Hessen mit der SPD, wäre wohl zustimmungsfähig.
Sollte man meinen.
Was geschieht, ist wohl wieder das Modell Niedersachsen, das Land wird an die SPD übergeben. Möglicherweise funktioniert das schon so nicht mehr, aber dass diese Überlegungen niemand hätte, kann nun auch nicht sein.
Für den Kanzler könnte es eine Verlängerung bedeuten, bis zur Bundesversammlung.

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Sonntag, 2. August 2026
Integrationsumschulung
Den gegen die unkontrollierte Masseneinwanderung vorgetragenen Einwand, wir wissen nicht und sollten schon wissen, wer da kommt, den verstehen Grünlinke am wenigsten; wieso, wir wissen doch, wer kommt, schutzsuchende Flüchtlinge mit anstehender Diskriminierungserfahrung durch die deutsche Mehrheitsgesellschaft.
Es ist eine Errungenschaft unserer westlichen Zivilisation, das Individuum zu sehen. Das Individuum kriegt dann auch einen Anwalt gestellt für den Asylprozess bis zum Widerspruch gegen die Abschiebung und so weiter, das scheint näher am Prinzip des Rechtsstaates als eine generelle Abweisung. Was es nicht ist. Das ist das Geschäft, um Linken mehr Geld zu geben.
Und damit das größte Integrationshindernis. Nach Integrationsfähigkeit wird gar nicht gefragt.
Die Betrachtung als Gruppe und der Ersatz des Individuums durch Werbetexterparolen für Großtanten gegen steuerbord hat schon das Verständnis davon, was die Gesellschaft wäre, ausgesetzt. So wurde das Land zum Übernahmekandidaten. Die Migrantenzahlen sind nur Symptom, natürlich in Wechselwirkung.
Man müsste zuerst Grünlinke umschulen oder hätte es müssen, aber dafür gibt es kein Geld.

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Samstag, 1. August 2026
Es kommt nicht auf die Größe an
Was wurde immer betont, wie wichtig die Fünf-Prozent-Hürde sei wegen stabiler Regierungsbildung. Die Argumentation oder Parolensetzung wird hinfällig, wenn es darum geht, dass SPD und Grüne den Wiedereinzug in das Parlament schaffen, da nähme man auch FDP und BSW inkauf.

Entweder denken die wirklich so kurz und stellen sich vor, sie retten ihr Parteiengefüge. Da bedenken sie nicht, dass sie gerade wegen des Ausschlusses kleinerer Parteien ein paar Wählerstimmen mehr haben. Wenn die Ökologisch-Demokratische Partei oder die Marxistisch-Leninistische Partei ganz sicher nicht in das Parlament kommt, wählen die Sympathisanten dann Grüne oder Linke. Wenn die Anhänger von Grünen und Linken und SPD ein differenzierteres Wahlangebot bekommen, sinken die Prozente für die klassischen Parteien.

Oder die rechnen dies auch ein. Die würden die Dominanz behalten auch bei mehreren Kleinstmitbewerbern.
Dafür spricht viel, wenn sie es sogar mit dem größten geschafft haben.

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Freitag, 31. Juli 2026
Links und nichtlinks
Internetautor Danisch bringt eine Klärung der Rechts-Links-Teilung; ein rechter Vegetarier/Homosexueller/Umweltschützer macht eben, was man da macht, ein linker Entsprechender will Gesetze ändern, macht Gekreische, will, dass alle so sind und nur noch das machen und es bezahlen.
Das ist zutreffend beobachtet.
Falsch ist ganz deutlich erkennbar die Beschriftung. Rechts ist der Rechte nur in linker Sicht, in nichtlinker Sicht ist er nicht rechts, sondern eben die Person. Ihn verbindet als nichtlinker Vegetarier nicht unbedingt etwas mit dem nichtlinken Ökologen, außer dass beide von Linken als rechts beschimpft werden, womit rechts als schimpflich reproduziert ist. Beide würden vielleicht erwidern „aber nein, ich bin doch zu Unrecht in die rechte Ecke gestellt“ und sich nicht damit befassen, wenn sie nicht genötigt werden.
Links ist die Gruppe, die Herde, denknotwendig braucht sie ein Feindbild, und jemand, der nicht zur Herde gehört, muss einer anderen Herde zugerechnet werden, die es demnach geben müsse. Ein Individuum fällt aus der Erkennbarkeit.

Im Kulturradio befassen sie sich damit, wie Künstelnde aus Sachsen-Anhalt sich vor dem autoritären Umschwung fürchten. Eine Frauenstimme mit Selbstfindungsklang sagt, „ich möchte in einem Land leben, wo ich aus der Tür treten kann, ohne dass ich die Leute abscanne, ob für sie der Apfel ein deutscher Apfel ist oder eben einfach ein Apfel.“.
Könnte sie sofort haben, sie müsste nur wollen.

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Donnerstag, 30. Juli 2026
Wähler wählen Stabilität
Wahlumfrage für Sachsen-Anhalt, sie bestätigt unsere Erwartung, dass das alles ganz glimpflich für unsere Führenden ausgehen wird. CDU-Grüne-SPD bei 45 Prozent, damit ist das Thüringer Modell sicher, der Amtierende wird gewählt.
Wurde nicht von ein paar Abweichlingen geredet? Bedeutungslos. Die wollen auch, dass der Amtierende macht.
Und das entspricht dem Auftrag des Wählers. Wer CDU wählt, wählt links. Wer CDU ist, ist links. Das Wahlergebnis hat man zu akzeptieren.
Dafür, dass die anderen Linksparteien CDU-Schulze tragen, wird er ihnen etwas bieten müssen. Mehr Kampf gegen die Opposition, mehr Geld für Linke.
Stabile Verhältnisse.

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Mittwoch, 29. Juli 2026
Sprache des Grünen Reiches: Queers und Migras
Beide, Queers und Migras, sollen zusammen den CSD in Hamburg feiern. Wenn man so was einem normalen Menschen erzählen würde, würde er sagen, „Hamburg kenne ich“, wir verstehen aber alle, was gemeint ist.
Die Quatsch-Sprache offenbart nicht etwa den Quatsch, sie ist eine weitere vorgebaute Kulisse zum Schutz der virtuellen Welt, des abgeschirmten Denkens und entkoppelten Redens.

Die Ideologie ist nicht eine bestimmte Sichtweise oder Einstellung, sie ist ein Konstrukt aus Macht, Umdeutung der Macht, Umbenennung der Umdeutung, Emotionalisierung der Umbenennung, Verfestigung der Emotionalisierung, Macht der Verfestigung.

Auf der Quatsch-Ebene können Queers und Migras zusammen feiern.
Für die Quatsch-Menschen gibt es keine Realität jenseits der Fördermittel, man kann ihnen keine Mitteilungen aus der Realität machen wollen, es ist nicht möglich, Informationen aus der Realität zu geben, weil man natürlich nur eine Sicht der Realität vermitteln könnte, Interpretation, die aber nicht zugelassen ist. Man kann nicht die Wörter widerlegen.
Für die Quatsch-Menschen existieren reale Menschen nicht. Sie kennen nur marginalisierte Gruppen. Die bestehen aber nicht aus Individuen, ein Individuum würde so sehr stören wie eine Meldung aus der Welt.
Wer es dennoch versucht, erfüllt die Worthülse Faschist.

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Dienstag, 28. Juli 2026
Pechfriedrich
Uns wird der Bundeskanzler derzeit als Versager und Unglücksrabe präsentiert. Nicht dass es nicht berechtigt wäre. Aber ob oder ob nicht etwas präsentiert wird, ist immer Entscheidung.
Es gibt den selbstverstärkenden Effekt, dass, wer einmal im Ruf des Erledigten steht, es nicht mehr herumreißen kann aus Mangel an Mitmachern, keiner will auf die Lawine aufspringen.
Doch es fällt auf, dass dadurch die SPD-Seite Ruhe hat. Da gäbe es ja auch einiges zu erzählen. Ist aber alles ein Merz-Problem.
Es kann gut sein, dass das der Zweck ist oder auch nur Macht der Gewohnheit der Medienleute. Vielleicht Merkelmangelsyndrom.

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Montag, 27. Juli 2026
Gegenfrage
Den Attentäter als rechten Faschisten mit Nähe zum Kleingartenmilieu darzustellen, ist folgerichtig; alles Schlechte und Böse wird den Rechten zugeordnet, wer immer die sein sollen, dann bestätigt sich wieder die eigene Prämisse.
Das ist nicht nur antrainierter Reflex, die Absicht ist, die Leser aus der Zukunft zu informieren und die Jahrestage begehen zu können, München, Oslo, ab dem nächsten Jahr homophober transfeindlicher antiqueerer Anschlag, also mehr Geld für Linke, das fordern sie jetzt schon.
Wenn man nun versucht, die Begriffe zu ordnen, was ist rechts links faschistisch islamistisch, kann man nichts erreichen, der Argumentationsvektor geht auf wertende Umschreibungen.
Die Strukturfrage als Erwiderung ist: Und wie sehr hat der Kampf gegen rechts die Islamisten tangiert? Wissen die Omas gegen rechts, dass sie gegen Islamisten sind? Wie sehr hat die Hammebande sich mit Islamisten befasst und gibt die Antifa keinen Fußbreit den Islamisten?

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Sonntag, 26. Juli 2026
Story und Geschehen
Internetautor Danisch war schneller: Das ist kein Anschlag auf die weltoffene Gesellschaft, das ist die weltoffene Gesellschaft.

Darum etwas völlig Anderes.

Hänsel und Gretel werden, wenn man das Märchen zur Gänze kennt, auf dem Rückweg von einer Ente über ein Gewässer getragen, nacheinander, getrennt.
Ente? Ist ja krass! Aber klar, Trennung der reif gewordenen Geschlechter.
Bei der Heimkehr freut sich der Vater, die Mutter ist gestorben. Ja woran ist denn die Mutter gestorben? Die Kinder haben sie in den Ofen gestoßen.
Hänsel und Gretel ist die Geschichte der Ablösung von der bösen Mutter, die die beiden größeren von fünf Kindern auf den Waldstrich schickt. Sie haben auch was eingespielt, sie kommen bekanntlich mit den Schätzen der Hexe zurück.
Eine große Hungersnot herrschte, soziale Ursachen also.

Vor etwa dreitausend Jahren begab sich ein junger Mann unter die Heiratsanwärter, er gab sich aber aus als der, dem das alles schon gehört und bei dem es sich um den verschollenen Ehemann handelt.
Er massakriert die Bediensteten und die Magd, na, erkennt ihr mich jetzt? Oh, tatsächlich, die Narbe am Fuß, ganz eindeutig Odysseus. Aber ist der nicht viel älter? Ja, die Göttin hat mich soeben um zwanzig Jahre verjüngt, wofür, das erzähle ich euch später, Heldentaten aus dem Krieg, von dem ihr gehört habt.

Hat das seinen Aktualitätsbezug?
Bald. Wenn von Aufbau und Wirtschaftswunder nichts mehr zu sehen ist, dann kann es nicht mehr heißen, die haben es uns gebracht. Dann werden sie uns von den Nazis direkt befreit haben.

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Samstag, 25. Juli 2026
Mangel ist Macht
Dass der Sozialismus immer wirtschaftliche Probleme hat, vorsichtig gesagt, ist nicht nur Nebeneffekt, auch nicht nur im System angelegt und auch nicht nur Folge davon, dass die Kommunisten nicht so wirtschaftskundig sind und die Probleme erst bemerken, wenn sie die Verarmung selber angucken müssen. Das alles, ja, aber die Mangelwirtschaft, ob nun bemerkbar als Brotschlange oder fünfzehn Jahre Wartezeit aufs Auto, ist nicht nur Fehlplanung, sondern voll beabsichtigt. Warum? Weil darin ein Machtmittel liegt.
Alles, was normal ist, wird reduziert und staatlich gesteuert, Reisen oder Wohnung, damit wird die Gesellschaft kontrolliert. Jeder private Wohlstand ist eine Bedrohung der totalen Macht.
So passiert es.
Lieber haben die kommunistischen Oberschichtler weniger als der Durchschnitt eines wohlhabenden Landes. Hauptsache, sie sind bessergestellt.
Für den Moment kann dahingestellt bleiben, ob China hierbei eine Ausnahme sei oder der Weg in die Zukunft, bei uns hier ist es so, dass lieber der Ruin inkaufgenommen wird von den Kommunisten, als dass sie sich einer Konkurrenzsituation ausgeliefert fünden, in der sie nichts zu bieten hätten.

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Freitag, 24. Juli 2026
Blendendes Zeitungsdeutsch
Hier zwei gerade eingetroffene Beispiele dafür, wie man mit der Benutzung des Zeitungsdeutschs das, was man kritisieren will, reproduziert.

Der Verleger der Ostdeutschen Allgemeinen (Offenlegung: die Zeitung hat einen guten Karikaturisten) schreibt ausführlich über Bilder und Wirkungen, zwei Stellen sind beispielhaft für unser Thema: „Umso irritierender ist, dass schon der Hinweis auf Verzerrungen Rechtfertigungsdruck auslöst. Aus Medienkritik wird rasch der Verdacht, Rechtsextremismus relativieren, die DDR zurückwünschen, russlandfreundlich oder antisemitisch denken oder gar fremden Interessen dienen zu wollen“ und „Ein Zitat erhält eine andere Bedeutung, weil der Zusammenhang fehlt. Aus einer Bekanntschaft wird Nähe, aus einer Teilnahme Zustimmung, aus einem Gespräch eine politische Verortung. So entstehen Bilder: nicht durch Erfindung, sondern durch Komposition.“
Auch wenn es im Text vorkommt, ist die Zeitungsdeutsch-Konstruktion, dass irgendwas zu irgendwas wird, eine Ablenkung davon, wer was tut und welche Interessen verfolgt. Die Handelnden sind zu betrachten, um das Geschehen zu verstehen. Da gäbe es viel zu erzählen.

Ähnliches in Cicero.de, die Herkunft der Täter ist ein blinder Fleck, ist zu lesen. Wir wissen, was gemeint ist. Aber diese Metapher führt weg von der politischen Verantwortlichkeit. Einen blinden Fleck hat ein Betrachter, aber wer hat ihn verursacht? Dieser blinde Fleck hat Akteure, darum ist die Metapher falsch. Der Argumentationsvektor ginge dahin, die Herkunft der Täter zu sehen. Richtigerweise muss man die Verantwortung der politischen Akteure sehen, benennen und angehen. Die Zeitungsdeutsch-Metapher schützt sie aber, auch bei einem Text, der versucht, das Problem sagbar zu machen.

Wir brauchen also zunächst eine Deutschwende.

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Donnerstag, 23. Juli 2026
Rhetorische Schwäche
Da war doch dieses „Nörgler Weggetreten“ von dem Kanzler, es ging viral und bakteriell, er hat im Sommerinterview den Zusammenhang, aus dem es gerissen worden sein soll, genannt, nämlich, zuerst habe er ein Zitat aufgesagt, „die meinen, es geht nicht, sollen nicht die behindern, die es trotzdem tun“.
Zwei Dinge daran machen es noch einmal besonders beklemmend.
Das Zitat hätte man mit rhetorischem Geschick stehenlassen müssen ohne die vermeintliche Verstärkung, die es indes abschwächt. Der dachte aber, er schiebt was Starkes nach. Sollte nicht unterlaufen.
Und dann ist das auch noch das Gegenteil dessen, was ihn beschreibt. Er handelt ja nicht, worüber andere nörgeln, er unterlässt, was er selbst zugesagt hat. Wenn er was tut, dann ist es das Einknicken vor den linken Nörglern, mit denen er regiert.
Das Wegtreten hätte denen gelten müssen.
Friedrich Merz wird auch rhetorisch überschätzt.

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