Sonntag, 26. Juli 2026
Story und Geschehen
Internetautor Danisch war schneller: Das ist kein Anschlag auf die weltoffene Gesellschaft, das ist die weltoffene Gesellschaft.

Darum etwas völlig Anderes.

Hänsel und Gretel werden, wenn man das Märchen zur Gänze kennt, auf dem Rückweg von einer Ente über ein Gewässer getragen, nacheinander, getrennt.
Ente? Ist ja krass! Aber klar, Trennung der reif gewordenen Geschlechter.
Bei der Heimkehr freut sich der Vater, die Mutter ist gestorben. Ja woran ist denn die Mutter gestorben? Die Kinder haben sie in den Ofen gestoßen.
Hänsel und Gretel ist die Geschichte der Ablösung von der bösen Mutter, die die beiden größeren von fünf Kindern auf den Waldstrich schickt. Sie haben auch was eingespielt, sie kommen bekanntlich mit den Schätzen der Hexe zurück.
Eine große Hungersnot herrschte, soziale Ursachen also.

Vor etwa dreitausend Jahren begab sich ein junger Mann unter die Heiratsanwärter, er gab sich aber aus als der, dem das alles schon gehört und bei dem es sich um den verschollenen Ehemann handelt.
Er massakriert die Bediensteten und die Magd, na, erkennt ihr mich jetzt? Oh, tatsächlich, die Narbe am Fuß, ganz eindeutig Odysseus. Aber ist der nicht viel älter? Ja, die Göttin hat mich soeben um zwanzig Jahre verjüngt, wofür, das erzähle ich euch später, Heldentaten aus dem Krieg, von dem ihr gehört habt.

Hat das seinen Aktualitätsbezug?
Bald. Wenn von Aufbau und Wirtschaftswunder nichts mehr zu sehen ist, dann kann es nicht mehr heißen, die haben es uns gebracht. Dann werden sie uns von den Nazis direkt befreit haben.

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Ein Freund sagt gern, manche verstehen nicht den Unterschied von weltoffen und Arsch offen.

Was der Internetautor um 3 Uhr aufgabelt, ist der Wortlaut der Zeitung von 2 Uhr auf Twitter: "Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft."

Die Zeitung machte eine schönere Version von dem, was ein gewisser Wegner um Mitternacht im Fernsehen gesagt hat, er mehr mit Substantiven: "Haben heute einen großartigen CSD erlebt, viele feiernde Menschen, die glücklich warn, die die Vielfalt dieser Stadt gefeiert haben, die Weltoffenheit, die Freiheit, ja auch die Liebe. Und dieser Tag wurde durch diese schreckliche Tat beendet."

In der Zeitung wurde das um 8 Uhr noch mal zur Überschrift "Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft" mit dem Video, in dem Wegner um Mitternacht spricht.

Um 12 Uhr mittags auf Twitter war es dann zu Wegners eigener Formulierung geworden, dunkel war's, der Mond schien helle. Sein Twitterbeitrag beginnt mit der besseren Zeitungsformulierung, die er gern gesagt hätte: "Es ist ein Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft." Ich geh jetzt Tennis spielen, wieso lacht ihr?

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Oder wie der Zeitungskolumnist heute zufällig schrieb, "Weil ... die in Berlin, in unserer unnachahmlichen, landestypischen Freundlichkeit gesagt, den Oasch offn hom."

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