Dienstag, 13. Januar 2026
Unlug und Untrug
Wenn Sondervermögen Unwort des Jahres ist, also dazu ernannt wurde, dann ist das bemerkenswert im Vergleich zu denen der letzten Jahre und zu denen, die auch in der engeren Auswahl gestanden haben sollen, darunter Stadtbild und Migrationswende. Bei all denen handelte es sich um Wörter, denen eine negative Belastung angehängt werden sollte und die man aus linken Gründen nicht sagen darf, damit nicht darüber geredet wird. Man wäre nicht überrascht gewesen zu hören, Stadtbild ist Unwort, weil damit die dringend benötigte Einwanderungsgesellschaft unter den rassistischen Generalverdacht der Vielfalt gerückt wird.
Sondervermögen ist Sprache, die lügt, benutzt von der Macht in Verdunkelungsabsicht. Insofern ist hier eine Rückkehr zum Sinn der Wahl des Unwortes zu bemerken.
Ein gutes Zeichen in Zeiten, in denen die Ideologisierung unverfrorener auftritt.

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Montag, 12. Januar 2026
Sprache des Grünen Reiches: Radikalisierung
Häufig in der Infosphäre zu vernehmen, jemand habe sich radikalisiert oder wurde radikalisiert, es drohe eine Radikalisierung von Gruppen oder Gegenden.
Damit ist nie etwas beschrieben, was tatsächlich geschieht. Es ist eine wertende metaphorische Umschreibung. Wofür? Das ist jeweils steuerbar, und wieder einmal geht es um die Steuerbarkeit.
Es wäre ein Fall für Wittgenstein, ist die Radikalisierung dieselbe bei Klima wie bei Islam?
Die Frage wäre nicht beantwortbar, es kommt darauf an, wie die Nachricht präsentiert wird und welche Bedrohung gefühlt werden soll. Mal soll es die Folge von Diskriminierung sein und mal die Ursache für die Gefahr für unsere Demokratie.
Das wäre nicht so leicht kontrollierbar, wenn dargestellt wäre, was wirklich abläuft. Wenn die Emirate den Studenten in England das Stipendium entziehen, dann, weil sie rekrutiert werden, weil sie gehirngewaschen werden und weil sie zu Kampfbünden formiert werden. In der Sprache des Grünen Reiches sind sie radikalisiert genauso wie jemand, der dies benennt.

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Sonntag, 11. Januar 2026
Grüne Regierung
Dass die Grünen nicht in der Bundesregierung wären, ist eine nicht haltbare Theorie. Der Häuptling der Bundesnetzagentur ist nicht ausgewechselt worden, man könnte sich fragen, warum Friedrich Merz das nicht getan hat, die Antwort lautet nicht allein Friedrich Merz.
Die Regierung ist Exekutive, ausführende Gewalt, und was führt sie aus? Die parlamentarischen Gesetze und Beschlüsse jedenfalls nicht. Der Bundesnetzagent ist Nachtschattenstaat, er steht über Friedrich Merz.
Diese Schwurbelschimpfe könnte man nun wieder für einen Löschungsgrund halten, die Meldestellen würden hier einen Aktenvermerk anlegen, aber wir betrachten nun mal die Dramaturgie, die Szene. Wer ist szenisch oben? Der Kanzler nicht.
Ob das irgendwo als Vereinbarung formuliert wurde, darauf kommt es nicht im Geringsten an.

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Samstag, 10. Januar 2026
Kampfbunt
Angeblich hat sich eine ursprüngliche Vulkangruppe von der jetzigen Vulkangruppe, die den Anschlag verübt hat, distanziert. Ein für Linke typisches Vorkommnis, und wenn überhaupt eine interne Bequatschung stattfindet, sind die ursprünglichen Vulkanier, die sich distanzieren, die Verräter. Aber diskutiert wird nicht.
Links ist eine vektorielle Größe, es geht nur immer weiter nach noch mehr links. Es kann nicht vorkommen, dass etwas zu weit geht, denn von da aus, vom Extremen, wie wir üblicherweise sagen, wird gesehen und gedacht.
Gelegentliche Pressemitteilungen bei schwer vermittelbaren Exzessen sagen demzufolge immer, das ist nicht links oder nicht echt links oder falsch verstandenes Links. Manche Linksbeschallte werden das glauben oder auch nicht, es kommt nur auf die Wahrung der Ruhe und die Sicherheit vor Störung der Gefolgschaft an.
Das ist alles nicht blanke Theorie, die Solidarisierungen mit Terroristen haben genau den Zweck, Zweifel auszuschalten und jedem potenziellen Terroristen die Gewissheit zu geben, man werde sich um den Märtyrer kümmern.
Was von Faschisten unterscheidet, ist das Anti.
Familienersatz, ohne Frage.
Mehr Familie ist für die nicht drin.

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Freitag, 9. Januar 2026
Diese Typen
An den aktuellen Situationen mit Kai, Friedrich und Daniel sehen wir etwas dazu, wie bei der CDU die Kaderpolitik läuft und wonach das Spitzenpersonal gecastet wird.
Das sind nicht die Chefideologen wie bei Grüns. Es sind nicht die Zielgruppen-Charismatiker wie bei Links, auch nicht Parteibonzen in Parteibonzentradition wie bei SPD.
Das sind Nichtcharakter-Spieler mit narzisstischem Hang.
Also auch gar nicht mehr die Machtpolitiker, die hätten noch einen Instinkt für die Leute und die Gesellschaft draußen im Volk. Sie lassen sich einreden, sie wären wer, darum gehen sie in den Wahlkampf mit dem, was verlangt wird, hinterher machen sie, was verlangt wird, und glauben nicht einmal, dass ihr dummes Gerede von Gestern sie nichts angeht, das existiert für sie gar nicht.
Dafür wollen sie auch noch beliebt sein.
Das läuft solange oder bleibt solange unauffällig, bis sie in eine Lage geraten, in der sie hätten gehandelt haben gemusst hätten sollen, da verhalten sie sich wie ein Gaffer, der genug gesehen hat.
Und sind beleidigt, wenn Vorhaltungen an sie herangetragen werden.
In ihrer vorgesehenen Funktionalität sind sie gar nicht beeinträchtigt.
Sie werden weiter funktionieren.

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Donnerstag, 8. Januar 2026
Blick auf den nachwachsenden Journalismus
Die örtliche Studentenzeitung heißt so ähnlich wie die Seniorenzeitung, sollte man nicht verwechseln, kann man auch schwer, weil die Studentenzeitung eigentlich eine Aktivistenzeitung mit studentischer Finanzierung ist. Sämtliches Linksextreme kommt in Reinform vor.
Etwa eine Seite „Gewaltwochenende in Gießen“, nämlich „Rechte Terrorfahrt, massenhafte Blockadeversuche, polizeiliche Zwangsmittel“, die Polizei hat nämlich „körperliche Zwangsmittel“ gegen „zivilen Ungehorsam“ eingesetzt, und so weiter und all das wie immer. „Während die mindestens 36 verletzten Demonstranten in den Medien kaum Beachtung finden, berichtet die Polizei von 50 verletzten Beamten“, die Zahlen lassen sich natürlich nicht bestätigen, und dann „vergisst man beim Aufzählen der Ursachen allerdings schnell eigene Kollegen, Pfefferspray und Wasserwerfer.“
Bezahlt vom oder besser gesagt über den Studentenrat, der genau so ist.
Dies sei hier nur aufgeführt zum Ausblick, welche Journalisten und was für politisches Spielermaterial nachwächst.

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Mittwoch, 7. Januar 2026
Stabiler Abstieg
Wie aus gewöhnlich gut informierenden Kreisen zu hören ist, stimmt der Eindruck, CDU und SPD haben sich 2024 abgesprochen, sich gegenseitig zu stützen. Genau danach hat es ausgesehen, was Friedrich Merz als Kanzlerkandidat gemacht hat, er war nicht Akteur.
Das also ist gemeint, wenn es unsere Demokratie heißt, es ist so beschlossen worden. Demokratisch ist das nicht, das ist nicht einmal Parlamentarismus, wenn man die Stellen bei Hofe unter sich aufteilt und die Wähler eine Mitsprache über die internen Zahlenverhältnisse eingeräumt kriegen. Volksvertretung ist da sogar formal ausgesetzt.
Eine schöne Strafe für die CDU ist es, was passiert, wenn sie nicht mehr gebraucht wird. Dachte die wirklich, der Deal gilt zur Stabilisierung der Volksparteien? Das ist Linksförderung. Wenn der nützliche Idiot seine Schuldigkeit getan hat, ist er weg.

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Dienstag, 6. Januar 2026
Gesteuerter Brei
Wenn man guckt, was man seitlich neben einem aufgerufenen Video empfohlen bekommt, ist das verständlicherweise vieles, was so ähnlich ist, es fällt aber auf, dass viel und immer mehr Schmarrn-Produktionen auftauchen mit Bimmelwörtern im Titel und scheinbar informierend über irgendwas, bei einigen tritt ein Macher in Person auf, viele scheinen indes automatisch generiert ohne eine redaktionelle Tätigkeit, wie sie vor nicht allzu langer Zeit nötig gewesen wäre.
Also, immer mehr Automaten-Inhalt, dessen Informationswert man gar nicht einschätzen kann. Wollen Nutzer etwas Zeit abgenommen kriegen, oder ist das Geschäft so lohnend?
Im Feld des Vermutlichen finden wir, dass es schon sein kann, dass das bisschen Werbung die noch geringeren Kosten einspielt, die Masse bringt es. Einen Zweck könnte man darin erkennen, dass die Gesamtmenge die noch echten Videos von echten Menschen in den Brei einpampen soll und dass die Werbung gebunden wird, so dass die Anteile echter Zuschauer gar nicht mehr reichen für echte freie Medien. Das Interesse kann auch wieder rein wirtschaftlich sein, man soll seine Videos gegen Geld promoten, da verdienen also wieder die Tech-Konzerne.
Jedenfalls wird freie Meinungsäußerung und freies Informieren durch die Menge an Brei steuerbarer, immerhin geht es noch.

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Montag, 5. Januar 2026
Sträfliche Propaganda
Da lief ein Programmhinweis im MDR-Radio auf ein Hörspiel. Syrisches Restaurant, billig und darum beliebt bei Studenten, macht vom einen Tag auf den anderen zu.
Zoll? Gesundheitsamt? Rückstände beim Schutzgeld? Angebot aus Syrien?
Nein, wie es weiter heißt, Vaterlandspartei ist an der Macht, dann Stimmengewirr: Gender, sozialer irgendwas, Frauen, du hast Schwulenpropaganda gemacht.
Also eine Dystopie, was passiert, wenn es andersherum kommt und wovor man Angst haben muss.
Haben die keine Angst, dann für so eine Propaganda verfolgt zu werden?
Haben sie bestimmt, aber diese Angst wollen sie ja den Hörern vermitteln, um das Schlimmste abzuwenden.
Mal wieder gilt: Wer es aufs Kulinarische zieht, ist ein Idiot.
Das sind dann auch die, die meinen, Vulkangruppe geht zu weit, sollen doch lieber alle bei Hammerbande mitmachen.

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Sonntag, 4. Januar 2026
Showroom
Mister President könnte jetzt seinen Friedensnobelpreis verspielt haben, das Komitee könnte meinen, jemand, der einen umstrittenen Angriff führen lässt, kann keinen kriegen trotz anderer Verdienste. Fehlender Ehrgeiz wird ihn aber nicht bewogen haben.
Wir betrachten hier ja die Geschehnisse vorzugsweise szenisch, unter dramaturgischen Gesichtspunkten, und da ist festzustellen, dass Mister President hiermit oder beim Gespräch mit dem neugewählten Bürgermeister von New York oder den sonstigen Gipfeln immer eines durchweg schafft: dass es seine Show ist.
Das ist durchaus von demokratischem Wert. Kanzler und Kommissare möchten medial gerühmt werden oder als beliebt dargestellt, davon haben die Wähler gar nichts. Der Kaiser, der in der Sonne reitet, lässt sich die Show machen.
Man muss dem, dessen Show es ist, nicht blind vertrauen, aber mit allen bürgerschaftlichen Vorbehalten dann doch so weit, dass man in einem berechenbaren Raum seine eigenen Angelegenheiten ausüben kann.

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Samstag, 3. Januar 2026
Transformationsstimmung
Ach nett, wie soeben gemeldet wird, ist der Venezuela-Steinmeier festgenommen worden. Leider wird das unter unseren Normalbürgern nicht die Wendestimmung fördern, unter unseren Hofschranzen aber schon in dem Sinne, dass sie einen gehörigen Schrecken eingejagt kriegen.
Der Schock kann mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu zehn Prozent heilsam wirken, denn vor der Wendestimmung im Volk haben sie ja trotzdem Angst.
Etwas, das wir darum zu beobachten erwarten, ist die, zeitungsdeutsch formuliert, wachsende Kluft zwischen Mäßigung und Eskalation der Politik, das Auseinanderlaufen der Methoden zum Machterhalt und die Diskussion über die geeigneten Rettungsmaßnahmen, wodurch der Kontrast offenkundiger wird. Innerhalb des Hofes könnte es zum Konflikt darüber kommen, ob man sich besser durch Tauwetter oder durch Neostalinisierung rettet.
Bis denen was Neues einfällt, Pandemie durch biologische Kriegsführung, dann müssen wieder alle mitmachen.

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Freitag, 2. Januar 2026
Problembewusstsein
Man könnte es für einen Rest von Scham halten, wenn aus Niedersachsen dementiert wird, was über das Dividieren behauptet werde, nein, die Division wird gar nicht verboten, nur mit Kommastellen und nur in der Grundschule. Aus Niedersachsen war nicht zu vernehmen, in welcher höheren Klasse das schriftliche Dividieren mit Kommastellen doch noch drankommt, dann mit höherem Aufwand und psychologischer Betreuung, und es müsste stattdessen etwas Anderes aus dem Lehrplan entfallen, denn mehr Stunden wird es ja nicht geben.
Die Grundschule wurde nicht umsonst so genannt und konzipiert, man lernt lesen, schreiben und rechnen, in höheren Schulen lernt man Weiteres darauf aufbauend.
Das wäre alles noch sehr schulisch gedacht, das ist längst erledigt. Das mit der Division war nur ein weiteres Beispiel dafür, ein Problem zu leugnen, aufzuschieben und aus der Wahrnehmung verschwinden zu lassen in der vollen Absicht, das Problem zu erhalten.

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Donnerstag, 1. Januar 2026
Leugnungserzeugung
Hier eine Information, die wir aus der Medizinerszene erhielten und die wohl sonst gar nicht in der Infosphäre vorkommt, es gibt immer mehr Impfgegner.
Und zwar derart, dass normale gewöhnliche Impfungen abgelehnt werden. Also das, was zu Corona-Zeiten allen unterstellt wurde, die etwas skeptisch waren bezüglich der mRNA. Die wenigsten, die nicht mRNA wollten oder gegen Impfpflicht demonstrierten, waren Impfgegner.
Nachdem das Impfen durchgedrückt wurde, hat es, besser gesagt hat der Druck, das Gegenteil bewirkt. Jetzt wollen die, denen der Druck gemacht wurde, gar nicht mehr.
In einer funktionierenden Öffentlichkeit würde auch das nicht geschehen. Die haben wir nicht und da wollen die Leute gar nicht und leugnen alles.
Natürlich nicht alle Leute.

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Mittwoch, 31. Dezember 2025
Tauphase
Im Kalenderblatt des Deutschlandfunks ist heute: 10 Jahre schlimme Silvesternacht von Köln mit sexuellen Übergriffen.
Wir haben es nicht angehört und können nur vermuten, was nicht vorkommt oder nur relativiert, indes ist so eine Art Tauwetter: länger zurückliegende Ereignisse politischer Blamage darf es geben. Damals hat es bekanntlich offiziell nichts gegeben, jetzt also doch.
Die politische Entscheidung hinter diesem Beitrag mag dann wohl auch die Erwägung sein, jetzt kann man es ja sagen und jetzt kann man zeigen, dass man es sagen darf. Das wäre vor wenigen Jahren nicht möglich gewesen.
Man kann vermuten, es wird eine Art Andropow-Phase eingeleitet oder eingeläutet, wenn es schon nicht demokratisch aussieht, muss es demokratisch klingen, da behält man die Kontrolle.

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