Donnerstag, 29. Juni 2017
Heute eine große Ausnahme
Und nur ein Verweis auf einen anderen unbedingt zu lesenden Artikel:

https://zettelsraum.blogspot.de/2017/06/das-ende-der-fahnenstange-ist-erreicht.html#more

... link (0 Kommentare)   ... comment


Mittwoch, 28. Juni 2017
Der verstörende Aspekt an Ehe für alle
Es ist gar nicht mal das Missverhältnis von medialer Präsenz und tatsächlicher und politischer Bedeutung, es werden immer wieder periphere Themen hochgeschaukelt. Woran man sich aber wirklich stören sollte, ist das, was gar nicht mehr auffällt, nämlich, dass alle durchweg die Sprachstanze Ehe für alle verwenden. Wo das geschieht, ist gleichgeschaltet. Es gilt dann schon als oppositioneller Akt, eine andere Ausdrucksweise zu verwenden, Homoehe oder Schwulenheirat, was auch immer. Aber nein, Ehe für alle, dafür oder dagegen, und man ist aus Gründen der Modernität oder Toleranz dafür. Es wird nichts weiter gezeigt als die Nachquatschkompetenz, die mittlerweile die erste Menschenpflicht ist. Um was geht es eigentlich konkret, welche Auswirkungen hat was für wen? Ehe für alle, weil das an der Zeit ist.

Wer so vorgeht, verheimlicht etwas; dieser Wer kann auch das kollektive mediale Sozialnetz sein.

Um Adoption von Kindern durch Zugeneigte kann es nicht gehen, man kann ja gleich heiraten.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Dienstag, 27. Juni 2017
Stilfrage
Die Kanzlerin hat durchblicken lassen, die als Ehe für alle bezeichnete Änderung des Personenstandrechts als Gewissensentscheidung der Abgeordneten beschließen zu lassen.
Schön, dass sie in solchen Dingen noch das Parlament einschalten will. Das hätte auch ganz anders kommen können, sie hätte auch einfach die Familienwende verkünden können und alle, die was dagegen haben, den Medien überlassen.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Montag, 26. Juni 2017
Grundsätzliche Bemerkng
Vielleicht war es ein Fehler, dass wir nicht nur die Monarchie abgeschafft haben, sondern auch den Adel, der von Gottes Gnaden regiert. Jetzt haben diese Lücke die gewählten Politiker besetzt, die ihre Gottesgnade daraus ableiten, besser zu sein als die Wähler.
Wir wählen die Mandatsträger aber nicht, weil sie besser wären, sondern weil wir uns aus Gründen der Arbeitsteilung mit Anderem beschäftigen. Grundsätzlich bedeutet Demokratie, dass man sich um die eigenen Angelegenheiten selbst kümmert und dass das Volk entscheidet. Das Volk geht aber nicht in Gremiensitzungen und bearbeitet keine Gesetzesvorlagen, dafür entsendet es Abgeordnete.
Diesen darf man nur so viel Macht zuweisen, wie es zur Ausübung des Mandats nötig ist, man muss die Kontrolle behalten und die Möglichkeit, sie wieder abzuwählen.
Eigentlich selbstverständlich. Doch jetzt gucken wir uns mal unser Personal an. Man kann es weder abwählen noch kontrollieren, es hat sich zur Aufgabe gemacht, uns zu kontrollieren, weil wir gefährlich werden könnten. Diese Angst ist das letzte, was von der Demokratie noch übriggeblieben ist.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 25. Juni 2017
Eindruck der Möglichkeit zur böswilligen Auslegung
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung und stellv. SPD-Vorsitzende Öuzguz hat laut DLF-Nachrichten Zusammenhalt gefordert und gesagt, Deutschsein und Molsemsein sei kein Gegensatz, sondern gelebte Realität für Millionen Deutsche.

Der Angriff liegt ganz im Ohr des Hörers.
Zusammenhalt ist freundliches Miteinander, das will man doch, deutsche Muslime wollen das auch und so funktioniert es doch.
So kann man es hören.
Das ist die naive Hörweise.

Wer noch einen Teil der Geschichte miterlebt hat, versteht die Forderung nach Miteinander, zumal von Staats- und Parteifunktionären in staatlichen Nachrichten, als Warnung und Drohung.
Die Deutschen sollen sich nicht vom Islam absetzen, das ist mit „kein Gegensatz“ gemeint, wenn doch, stören sie das Miteinander, den Zusammenhalt der Gesellschaft. Mitmachen ist die erste Bürgerpflicht, dicht gefolgt von Ruhigbleiben und sich unterwerfen.

So böswillig kann man eine harmlose Äußerung auslegen.
Aber es liegt in der journalistischen Verantwortung, noch deutlicher klarzumachen, dass es so nicht gemeint sein kann.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Samstag, 24. Juni 2017
Sozialtragik
Ein bisschen schade ist es um die SPD schon. Der Schulz-Effekt ist der, dass man sie nun in aller Deutlichkeit sieht.
Die Tragik einer sozialistischen/sozialdemokratischen Kraft ist, dass sie als Opposition, als Korrektiv, unschätzbare Dienste leistet, aber als Inhaber von Macht nur Schaden anrichtet. Gut, vielleicht nicht nur; es wäre nicht alles schlecht. Aber nur Schaden wird angerichtet mit den Bestrebungen, Macht zu erlangen und zu erhalten.
Gibt es einen Kaiser oder eine andere Form verfestigter Herrschaft, dient es dem Gemeinwohl, wenn ein Parlament die Macht bindet und kontrolliert und wenn dabei Interessen vertreten werden, die nicht mit denen der Oberen identisch sind. Gibt es aber keinen Kaiser, sondern die Macht der Sozialisten, wäre eine Opposition nur, tatsächlich oder vermeintlich, das Rückwärtsgewandte, das Restaurative, oder eben die noch radikalere sozialistischere. Eine freiheitliche Kraft hätte nämlich auch nur vorläufig die Vorstellung von Freiheit zu bieten und wird auf ideologischem Gebiet immer geschlagen.
Das ist dann aber nicht mehr die Tragik der Sozialdemokratie, sondern des Landes.

... link (0 Kommentare)   ... comment