Samstag, 16. Mai 2026
Generation Degeneration
In den Theorien und Betrachtungen, wie es geschehen kann, dass sich funktionierende Zivilisationen für den Absturz in den Grünen Verfall entscheiden, wird meist die Langeweile als Grund oder Motivation angeführt. Denen geht es zu gut, dem Esel wird es zu wohl, das schaltet die Sicherungsmechanismen aus.
Dass die Gesellschaften gelangweilt sind, ist möglich, aber eher die Außenwirkung, sie erscheinen langweilig und dekadent. Die persönliche Lage der Einzelnen wäre nicht unbedingt Langeweile oder Unterforderung. Das Individuum, das nun mal als Kind in die Welt tritt und heranwächst, findet ein funktionstüchtiges System vor, zu dem es als Herangewachsener nichts beigetragen hat und von dem es sich darum herabgesetzt fühlt. So wie es sich von den Eltern abgrenzt, distanziert es sich von der Funktionsfähigkeit, mental, geht auf Abstand, wird kritisch, das ist alles ganz in Ordnung und folgerichtig. Das Gefühl, überschüssig zu sein, prägt sich unterschiedlich stark aus, je nach eigenen Erfolgen durch eigenes Handeln.
An diesem Punkt können politische Manipulateure ansetzen, den Hass auf die funktionierende Gesellschaft zum Identifikationsprinzip zu machen. So entstehen die bekannten Jusos und Grüne Jugend.

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Freitag, 15. Mai 2026
Warnendes Gewäsch
Der Bundespräsident warnt laut MDR-Kulturnachrichten davor, dass bei einem Regierungswechsel in Sachsen-Anhalt das ehrenamtliche Engagement zu Schaden kommen würde, zu hören im Originalton ist auch seine Definition, Ehrenamt beginnt, wo Menschen über sich selbst hinausdenken oder nicht nur an sich selbst, so eine Schwurbelformulierung.

Wenn man den noch ernstnähme, würde man den Widerspruch bemerken. Wir müssen den ernstnehmen und bemerken das Selbstwidersprüchliche darum, das leider ziemlich stringent ist.
Der meint mit ehrenamtlichem Engagement die Linken, die Geld kriegen für Kampf für Links. Da wird ja schon gekürzt, weil die Zivilgesellschaft nicht geliefert hat.
Weil der Bundespräsident aber kurz davor ist, dies zu entlarven durch seine Äußerung der Befürchtung, die gewendete Regierung könnte das Geld gar nicht mehr erübrigen, soweit es in ihre Zuständigkeit fällt, muss er noch so ein Wohlfühlgewäsch nachreichen, Ehrenamt begönne mit dem Denken an andere. Warum das von der Regierung abhängen sollte, sagt er nicht. Kann eigentlich gar nicht sein.
Zum Glück für ihn sagt er das auf dem Katholikentag, da ist alles egal.

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Donnerstag, 14. Mai 2026
Funktionstüchtigkeit des Agitationsprogramms
Bei diesen Kinderkanal-Agitationen mit der rassistischen Oma oder den Aktionen zur Indoktrination von Schülern muss es doch eine Evaluation geben, wie gut das funktioniert, oder ist die Aktivität selbst schon das, was die Sozialpunkte bringt?
Was die Bezahlung angeht, da reicht bestimmt abzurechnen, dass man was im Sinne des Kampfes gegen Kampf gemacht hat. Da wird es gar nicht darauf ankommen, ob es bei den Kindern etwas bewirkt, so wichtig sind die nicht.
Aber zu fragen wäre schon, ob und wie es funktioniert. Wirkt es auf die Einstellungen und Meinungen?
Zu befürchten ist: in der Masse und Dauerbequatschung ja.
Ganz sicher ist, dass in der Zeit etwas anderes nicht gesehen oder gar gelernt wird. Schon dieser Teil der Verdummung ist zielführend im Sinne der Partei.
Und darin wiederum liegt ein Vorteil für die Macher des Agitationsschundes, sie brauchen sich keine Mühe zu geben für etwas Unterhaltsames oder Informatives. Sie sind selbst schon die nächste Generation des Verfallsystems und erzeugen den folgenden Nachwuchs.
Das funktioniert auf jeden Fall.

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Mittwoch, 13. Mai 2026
Kontrabas
Man kennt diesen Lars-Klingbeil-Ton von Lars Klingbeil, das Reden in Formulierungen wie von Robert Habeck. Das ist falsch und aufgesetzt, hat aber den Zweck, die Anhängendenschaft nicht durch mannhaftes Auftreten zu verschrecken. Wirkt ja auch.

Bärbel Bas redet weitaus direkter und unverhohlener, was ihr im Kontrast einbringt, als dumm bis strohdoof gelesen zu werden. Dies nun ist nicht beabsichtigter Zweck, sondern Nebeneffekt, sie soll eben nicht zaghaft wirken. Sie ist, wenn sie so was sagt wie, es gibt keine Einwanderung in die Sozialsysteme, weitaus weniger angreifbar, als wenn sie versucht zu erklären.
Die SPD kommt mit ihr gut 'rüber.
Es ist ganz und gar nicht dumm, die Arroganz der Macht als Arroganz der Dummheit erscheinen zu lassen.

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Dienstag, 12. Mai 2026
Günstige Gelegenheit zum Drehen der Lage
Unser momentaner Informationsstand aus den Überschriften von jetzt eben ist, der Kanzler wurde beim DGB ausgebuht.
Das ist die Situation, die ja schon vorüber ist. Wir sind gespannt zu erfahren, was der Kanzler daraus macht.
Er hätte wieder einmal eine einmalige große Chance. Er könnte den Martenstein geben und den Saal von Funktionären als das Problem entlarven, er könnte zeigen, dass er es drauf hat, gegen einen ganzen Saal zu stehen. Aus jedem Buh könnte er ein Argument ableiten und die Lage drehen.

Vermutlich werden wir bald erfahren, was er wirklich gemacht hat beziehungsweise unterlassen.
Eine Restwahrscheinlichkeit besteht, dass er in der Dramaturgie der Szene als Akteur auftritt. Es wäre ein guter Zeitpunkt, damit zu beginnen.

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Montag, 11. Mai 2026
Sicherungsdifferenzen
Die Kommentatoren beschreiben die Lage in der Koalition in derartigern Bildern, die Parteien würden „weit auseinanderliegen“ und drohen „auseinanderzubrechen“, es wird auch beschrieben, Merz ordne alles seiner Kanzlerei unter.
Das klingt alles logisch und ist alles nicht das, was geschieht. Es ist ein vorgetäuschtes Bild, es gäbe Streit in Sachfragen und die CDU gebe immer nach. Das soll nach politischen Inhalten aussehen.
Die mag es geben, aber die haben mehr den Zweck, den eigenen Parteianhängern einen Sinn im politischen Leben zu geben. Die Unzufriedenheit im Land soll gerade durch das Bild der Uneinigkeit einen scheinbaren Widerhall finden oder eine scheinbare Entsprechung.
Man denkt vielleicht noch an die Kündigung der Ampelregierung, aber das war kein Auseinanderbrechen, sondern ein Einhegen von Friedrich Merz zwecks Mobilisierung von Geld.
Es ist gar nicht so paradox, wie es scheint, dass gerade die Vermittlung der Differenzen die Stimmung im Lande stabil hält.
Ein Brechen wird erst aufgeführt, wenn ein Weg gefunden ist, wie es die Finanzen sichert.

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Sonntag, 10. Mai 2026
Außenwirkung
Man kann ja Bildern gar nicht mehr glauben, nicht einfach so, selbst wenn sie nicht stimmen, das muss gar nichts heißen. Wenn man mit Künstlicher Intelligenz Friedrich Merz abbilden lässt, als Foto oder Zeichnung, kommt so ein ähnlicher Typ heraus, aber irgendetwas Typisches fehlt auffallend, der guckt anders, das Verhältnis von Gesicht zu restlichem Kopf scheint vermenschlicht angepasst.
Es kann also sein, dass die Bilder, die logischerweise mindestens bearbeitet sind für den offiziellen Gebrauch, Abwandlungen vornehmen, die den Eindruck verändern, obwohl sie nicht im eigentlichen Sinne verfälschen.
Dies sei vorweggenommen, weil wir überhaupt keine weitergehende Vermutung anstellen möchten zu dem Phänomen, dass der Außen-Putin anders erscheint als der am Schreibtisch.
Geht uns vielleicht allen ähnlich, trotzdem sind wir es immer.
Möglicherweise legt die automatische Bildbearbeitung auf das Ohr weniger Wert als auf die Kleidung.

Wir erkennen Personen wieder, selbst wenn sie sich stärker verändert haben seit der letzten Begegnung als der Putin für draußen.
Halten wir fest, die menschliche Wahrnehmung kann doch noch mehr bemerken als die Künstliche Intelligenz.

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Samstag, 9. Mai 2026
Erosion
Der Verfall des Rechtsstaates geschieht zunächst gar nicht in Gesetzgebung und Justiz, sondern in dem Verständnis von Recht und Gesetz, wie die Propaganda es bewirkt. Finanzierte Schulprojekte stellen die Verhaftung der Vorsitzenden der Gegenpartei dar, unter Duldung der Schulleitung und damit aller ministeriellen Stellen, da fehlt schon jegliches Verständnis von Rechtsstaat oder sagen wir Demokratie, die ja immer im Munde geführt wird. Auch die Inszenierung des Geheimtreffens oder der Theaterprozess gegen Deutschland sind nur möglich unter der Voraussetzung, dass die gefühlte Ordnung an die Stelle des Rechts getreten ist.
Sollten Klagen gegen so eine Schülerbeschulung Erfolg haben, was gar nicht mehr klar ist, dann folgenlos, denn an der Vorstellung, was geschehen müsse und welcher Kampf zu führen sei, ändern etwaige Urteile nichts.
Der Staat erodiert mental, irgendwie auch folgerichtig in der Informationsmachtgesellschaft.

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Freitag, 8. Mai 2026
Politik als Beruf
Eine im Ablauf befindliche Veränderung in Berufsbild und Berufsweg von Politikern ist zu bemerken.
Früher, Vormerkel, war die parteiinterne Konkurrenz die Situation, in der sich ein Emporkömmling bewähren musste, heißt, Konkurrenten ausschalten, um als Kandidat aufgestellt zu werden, wo er sich als irgendwie wählbar zeigen musste. Fachkompetenz war nachrangig, aber nicht schädlich, Netzwerken und Status sichern mit dem Bekunden, Verantwortung übernehmen zu wollen, so lief es, vereinfacht gesagt.
Inzwischen ist es noch einfacher geworden, man findet die Netzwerke vor, in denen man durch Konformität auffallen muss. Der Status in der Informationsgesellschaft ist nicht identisch mit der Wählbarkeit, sondern an deren Stelle getreten. Irgendeine tatsächliche Fachkompetenz wäre möglicherweise bedrohlich, stattdessen kommt es auf Pseudokompetenz und abrufbare Rhetorik an.
Im kausalen Wechselwirkungszusammenhang damit steht wohl auch, dass immer mehr Versorgungsposten besetzt werden mit Leuten, die gar nicht erst den Umweg über die eigentliche Politik gehen.

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Donnerstag, 7. Mai 2026
Mehrheitsentscheidung
Die Umfragezahlen von Sachsen-Anhalt sind in den lokalen und überregionalen Nachrichten. 59 Prozent wählen Unsere Demokratie, im Parlament hätten CDU, Linke und SPD die absolute Mehrheit, die Gegenpartei kriegt keine Parlamentspräsidenten und keine Ausschussvorsitzenden.
Die demokratischen Parteien bilden eine stabile Koalition, nichts mit Minderheitsregierung unter Duldung der nunmehr in der Demokratie angekommenen Partei, es wird zusammengewachsen.
Wäre Haseloff noch Ministerpräsident, hätte die CDU vielleicht sogar ein Prozent mehr, und es wäre besser vermittelbar, wenn er einfach weiter amtiert. Das könnte dieser Sven Schulze auch, aber nicht mit so großer Zustimmung. Darum muss koaliert werden, die Bundesspitzen und die Medien sind dafür und die Angriffe auf die Demokratie werden noch besser abgewehrt.
So will es die Mehrheit, und das haben wir zu respektieren.

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Mittwoch, 6. Mai 2026
Feindbildungsbürger
Hier wieder was, wodurch das Bild von dem Spektrum mit beiden Seiten, die doch miteinander ins Gespräch kommen mögen, einmal mehr widerlegt wäre. Die eine Seite, links, oben, die mächtige, muss sich ihr Feindbild selbst machen. Der Kinderkanal hat den Diversitätsmonat ausgerufen, ein Sketch soll einen Jungen auf einer Insel zeigen, der die Konserven nicht isst, weil sie ausländisches Essen sind, so dass der Depp lieber hungert. So stellen sich die Kinderkanalratten die völkischen Kinder vor, so haben sie es selbst gelernt und so verstärken sie es, weil sie dafür bezahlt werden. Immer aufs Kulinarische ziehen, das wirkt.
Es gibt nichts Ähnliches auf „der anderen Seite“, es gibt nichts zu besprechen.
Razzien gegen rechtsextreme Jugendgruppen gibt es in den Meldungen, mutmaßliche Rechtsextreme werden verhaftet, das ist die Nachrichtenlage. Da haben die Geheimdienste mal nicht ausländische Informationen gebraucht, und ganz sicher haben die welche gefangen, die wirklich so sind, wie sich linke Verfassungsschützer die Rechten vorstellen. Worauf es ankommt, ist die Nachricht, der Informationsstand.
Es gibt nichts Vergleichbares und auch nichts, was andersherum würde, wenn es andersherum kommt.
Das Grüne Reich ist sich selbst genug.

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Dienstag, 5. Mai 2026
Grenzen des Wählbaren
In einer seiner frühen Amtszeiten äußerte Grünenpolitiker Joschka Fischer, wie schwer es doch sei, in den Ministerien etwas zu verändern, weil das Personal halt da ist und nicht so leicht umgestimmt werden kann.
So war es früher. In den Ministerien saßen oder arbeiteten Leute vom Fach, die zwar parteipolitisch gefärbt waren, aber doch nicht völlig ohne Kompetenz befördert wurden. Normalfall des Peter-Prinzips, der Apparat verkraftete einen neuen Minister. Zuweilen wurde ein Minister sogar aus dem Apparat hochbefördert.
Die Parlamentarischen Staatssekretäre wurden dann von den Parteien denen vor die Nase gesetzt, es wurde leichter, Parteipolitik durchzudrücken.
Jetzt aber ist es nicht nur andersherum gekommen, die Ministerien sind nicht nur politisch andersherum besetzt, sondern von Aktivisten übernommen. Was nicht heißen soll, dass sie viel machen. Es wäre jetzt nicht mehr möglich, zu fachlicher Politik zurückzukehren.
Die Unfähigkeit wird nicht abgewählt.

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Montag, 4. Mai 2026
Ausgeredet
Hier wieder ein aktuell geliefertes Beispiel, wie das Zeitungsdeutsch die Dramaturgie der realen Situation verdeckt. Überall Kanzlerinterview, alle sagen irgendwas Erwartbares. In den Nachrichten hieß es, der Kanzler fordert von der SPD Kompromissbereitschaft, Kompromisse seien keine Einbahnstraße.
Du lieber Himmel.
Es ist nur so, dass er nicht fordert. Das ist nicht, was er tut.
Er beklagt, dass er hereingelegt worden ist. Und er unternimmt nichts, um an der Lage etwas zu ändern.
In der Darstellung und in der Positionierung ist er unten, denn die SPD wird nicht darüber nachdenken, Kompromissbereitschaft zu zeigen, sondern den Kampf für das Wohl des Sozialstaates ausrufen und die Werte gegen alle Anfeindungen verteidigen, das ist, was vorgeführt wird.
Und der Kanzler steht dumm da.
Hätte er mal lieber nichts gesagt.

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Sonntag, 3. Mai 2026
Gealterte Jugend
Ein soeben gehabter Schreckmoment: Ralf Schuler sagt im Weltwoche-Gespräch, Hendrik Wüst war in der Jungen Union ein Konservativer.
Was die Politik mit dem Menschen anrichtet.
Früher waren die Jungen in der Jugend links bis revolutionär und im Alter gemäßigt normal, gängigerweise. Jetzt rebellieren sie als konservativ und schleifen sich ab zu linksgrün.
Die Junge Gruppe der Union im Bundestag hat es schon eingeleitet, wie wir uns erinnern.
Dies heißt aber auch, dass die Politik nur noch heißt, sich in die Übermacht einzupassen. Der Zeitgeist wird von der Infokratie vorgegaukelt, man fügt sich oder ist draußen.
Darum kann es nicht funktionieren beziehungsweise nicht geschehen, dass man, wie es auch Ralf Schuler in dem Gespräch einfordert, sich zusammensetzt und beide Seiten einander zuhören. Aus Sicht von Linksgrün gibt es keine andere Seite, die diskutabel wäre, jedes Gespräch wäre schon ein Zugeständnis und ein Machtverlust.
Ganz abgesehen davon, dass auf der sogenannten anderen Seite niemand mehr wüsste, was es zu sagen geben soll, oder es sehr schnell ausgeredet kriegt.

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