Freitag, 5. Juni 2026
Neue Ausgabe der Jenaer Seniorenzeitung Akrützel
tagesschauder, 18:11h
Die Nr. 80 hier zum Aufklicken -->
https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruetzel%2080.pdf

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Berlinverfall
tagesschauder, 10:38h
Wir müssen uns klarmachen, dass wir es mit Leuten zu tun haben, die einen mit Werbung beschrifteten Bus beschatten.
In Berlin wirbt NiUS an einem Bus, die Zivilgesellschaft ist außer sich, die haben ihren Bus mit Gegenparolen beschriftet und fahren dem Bus mit der Werbung hinterher.
Magisches Denken, kultische Handlung, da ist nichts mehr mit „Haben die nie was von Barbra Streisand gehört?“ Die tun das für sich, für ihre Gruppe und für ihre Struktur.
Die Vorwürfe gegen NiUS lauten sinngemäß Neodreiunddreißig. Wenn an den Vorwürfen etwas dran wäre, würden sie sich mit dem Jeweiligen beschäftigen können, können sie aber nicht. Reiner Tribalismus, da ist die Gegengruppe.
Dafür kriegen die mal Rente.
In Berlin wirbt NiUS an einem Bus, die Zivilgesellschaft ist außer sich, die haben ihren Bus mit Gegenparolen beschriftet und fahren dem Bus mit der Werbung hinterher.
Magisches Denken, kultische Handlung, da ist nichts mehr mit „Haben die nie was von Barbra Streisand gehört?“ Die tun das für sich, für ihre Gruppe und für ihre Struktur.
Die Vorwürfe gegen NiUS lauten sinngemäß Neodreiunddreißig. Wenn an den Vorwürfen etwas dran wäre, würden sie sich mit dem Jeweiligen beschäftigen können, können sie aber nicht. Reiner Tribalismus, da ist die Gegengruppe.
Dafür kriegen die mal Rente.
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Donnerstag, 4. Juni 2026
Weiche Zeit
tagesschauder, 11:17h
Die bekannte Wochenzeitung DIE ZEIT hat für das Titelthema Bildung und so weiter sogar den bisher wenig beachteten Gag gebracht, ihren Titel zu ändern, da steht tatsächlich DIE ZEID.
Nett, werbetechnisch in Ordnung, fällt auf ohne unbeabsichtigt zu wirken.
Was zum Thema noch beigetragen wird, wissen wir nicht, ist auch unerheblich, vielleicht argumentiert wer, man versteht den Titel doch auch mit einem Fehlerchen, wir müssen alles gar nicht so genau nehmen und uns orthographiekonservativ einengen.
Das wäre dann auch der entscheidende Punkt; man muss wissen, wie es richtig ist. Man muss die Rechtschreibung kennen, um auch das Falsche lesen zu können. Geschrieben wie gesprochen, das funktioniert nur, solange man noch wie geschrieben sprechen kann.
Man muss schon froh sein, wenn der weiche Konsonant nicht noch andere Bedeutungen haben soll, die man wissen muss, etwas die sprachliche Sichtbarmachung von Menschen mit erektiler Dysfunktion.
Nett, werbetechnisch in Ordnung, fällt auf ohne unbeabsichtigt zu wirken.
Was zum Thema noch beigetragen wird, wissen wir nicht, ist auch unerheblich, vielleicht argumentiert wer, man versteht den Titel doch auch mit einem Fehlerchen, wir müssen alles gar nicht so genau nehmen und uns orthographiekonservativ einengen.
Das wäre dann auch der entscheidende Punkt; man muss wissen, wie es richtig ist. Man muss die Rechtschreibung kennen, um auch das Falsche lesen zu können. Geschrieben wie gesprochen, das funktioniert nur, solange man noch wie geschrieben sprechen kann.
Man muss schon froh sein, wenn der weiche Konsonant nicht noch andere Bedeutungen haben soll, die man wissen muss, etwas die sprachliche Sichtbarmachung von Menschen mit erektiler Dysfunktion.
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Mittwoch, 3. Juni 2026
Austauschbare Festlegungen
tagesschauder, 09:20h
Julian Reichelt regt an, man solle immer Wetter- sagen statt Klima-, Wetterpolitik oder Wetteraktivismus, dann würde die Absurdität offenkundig.
Das ist meistens so, dass die Ideologiestanzen schon durch eine synonyme Wortwahl einer Entlarvung zugeführt werden können. Das liegt meistens allein an der Abweichung vom Gewohnten, weshalb der fehlende Sinn offenkundig wird. Es ist aber nicht so, dass das mit Wetter- gar nicht hätte funktionieren können. Hätte genauso, und dann wäre es entlarvend, stattdessen Klima zu sagen. Haha, Klimaaktivisten.
Dass das mit dem Klima überhaupt funktioniert hat, liegt ja nicht an der größeren Anschaulichkeit oder Dringlichkeit, sondern daran, dass es eine Forschung gab, aus der die Politik eine Ideologie machte und mit Macht durchdrückte.
Die Idee ergreift die Massen, die Massen ergreifen die Macht, Greta kommt dazu, und dann geht es gegen Israel.
So läuft es.
Das ist meistens so, dass die Ideologiestanzen schon durch eine synonyme Wortwahl einer Entlarvung zugeführt werden können. Das liegt meistens allein an der Abweichung vom Gewohnten, weshalb der fehlende Sinn offenkundig wird. Es ist aber nicht so, dass das mit Wetter- gar nicht hätte funktionieren können. Hätte genauso, und dann wäre es entlarvend, stattdessen Klima zu sagen. Haha, Klimaaktivisten.
Dass das mit dem Klima überhaupt funktioniert hat, liegt ja nicht an der größeren Anschaulichkeit oder Dringlichkeit, sondern daran, dass es eine Forschung gab, aus der die Politik eine Ideologie machte und mit Macht durchdrückte.
Die Idee ergreift die Massen, die Massen ergreifen die Macht, Greta kommt dazu, und dann geht es gegen Israel.
So läuft es.
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Dienstag, 2. Juni 2026
Fördercancelkultur
tagesschauder, 11:04h
Im Kulturradio war zu hören, die Kulturschaffenden sind verunsichert, weil die Förderwürdigkeit von unklaren Verfassungsschutzansagen abhinge, man fordert Transparenz.
Das kommt für die ganz überraschend, dass es auch Linke treffen kann. Da finden sie das intransparent. Wo sie doch dachten, auf der Seite derjenigen zu stehen, die canceln.
Der Thüringer Verfassungsschutzpräsident hat laut Bericht Verständnis für die Verunsicherung, demnach geht er davon aus, dass die Förderkulturschaffenden sich lieber nicht beobachtet fühlen.
Das Ding nun wieder ist, alle fordern darum andere Verfahrensweisen, getarnt als Transparenz.
Die Förderungen sollen, so erwarten wir es jetzt, so gestaltet werden, dass Linke die Vergabe nachvollziehen.
Das kommt für die ganz überraschend, dass es auch Linke treffen kann. Da finden sie das intransparent. Wo sie doch dachten, auf der Seite derjenigen zu stehen, die canceln.
Der Thüringer Verfassungsschutzpräsident hat laut Bericht Verständnis für die Verunsicherung, demnach geht er davon aus, dass die Förderkulturschaffenden sich lieber nicht beobachtet fühlen.
Das Ding nun wieder ist, alle fordern darum andere Verfahrensweisen, getarnt als Transparenz.
Die Förderungen sollen, so erwarten wir es jetzt, so gestaltet werden, dass Linke die Vergabe nachvollziehen.
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Montag, 1. Juni 2026
Dunkles Nebenthema
tagesschauder, 11:25h
Mal etwas Physikalisches, das gehört ja auch zur Welt.
Wenn wir über die Dunkle Energie überhaupt nichts weiter wissen, als dass sie da sein muss, dann wissen wir doch so viel, dass sie nicht in andere bekannte Energieformen umgewandelt werden kann und umgekehrt. Während beispielsweise mechanische Energie in elektrische Energie oder Wärme umgewandelt werden kann, dann doch nicht in Dunkle Energie, denn sonst wäre der Energieerhaltungssatz nicht aus den Beobachtungen heraus abzuleiten, es würde Energie verschwinden oder erzeugt, eben aus der nicht messbaren beziehungsweise in die nicht messbare.
Dann wäre zu fragen, ob das Wort Energie überhaupt passt oder man es mit einem neuen Nichtphänomen zu tun hat.
Kann ja helfen, vielleicht.
Vielleicht hilft auch, ein anderes Wort für Lichtgeschwindigkeit zu benutzen, die gemessene Zeit zwischen beiden elektromagnetischen Vorgängen ist was für die Außenstehenden, für das Photon ist sie null. Gibt es das Photon überhaupt? Aus Sicht des Photons nicht. Geschwindigkeit wäre was für den, der hinterherrennt oder Teilchen nachsendet.
Das nur mal so, alles sehr dunkel.
Wenn wir über die Dunkle Energie überhaupt nichts weiter wissen, als dass sie da sein muss, dann wissen wir doch so viel, dass sie nicht in andere bekannte Energieformen umgewandelt werden kann und umgekehrt. Während beispielsweise mechanische Energie in elektrische Energie oder Wärme umgewandelt werden kann, dann doch nicht in Dunkle Energie, denn sonst wäre der Energieerhaltungssatz nicht aus den Beobachtungen heraus abzuleiten, es würde Energie verschwinden oder erzeugt, eben aus der nicht messbaren beziehungsweise in die nicht messbare.
Dann wäre zu fragen, ob das Wort Energie überhaupt passt oder man es mit einem neuen Nichtphänomen zu tun hat.
Kann ja helfen, vielleicht.
Vielleicht hilft auch, ein anderes Wort für Lichtgeschwindigkeit zu benutzen, die gemessene Zeit zwischen beiden elektromagnetischen Vorgängen ist was für die Außenstehenden, für das Photon ist sie null. Gibt es das Photon überhaupt? Aus Sicht des Photons nicht. Geschwindigkeit wäre was für den, der hinterherrennt oder Teilchen nachsendet.
Das nur mal so, alles sehr dunkel.
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Sonntag, 31. Mai 2026
Glasnosteffekt
tagesschauder, 11:21h
Wir haben es hier schon mal ausgeführt, die FDP hat ihre letzte zweite Chance gehabt und kann als erledigt angesehen werden, dennoch kann sie noch eine Wirkung haben, wenn nämlich Kubicki mit einer Aufarbeitung der Fehler kommt, neuer Glasnost also, und nicht nur „jetzt gemeinsam nach vorn blicken“, das hätte eine reale Wirkung und würde die Wende einleiten. Wie es aussieht, hat er die Wende nicht eingeleitet.
Aber eine interessante Wendung gibt es, nämlich die, dass die FDP oder eigentlich nur der Vorsitzende von den Medien und dem Apparat doch wieder als potenziell gefährlich angesehen wird wie früher. Kubicki wird heruntergeschrieben, und eine aus dem Konglomerat hätte ihn verhindern wollen oder sollen. Wer hat sie geschickt?
Es ist gut möglich, dass der Vorsitzende in die Rolle und Funktion des Glasnost-Bringers gedrängt wird durch die Bemühungen, genau dies zu verhindern.
Aber eine interessante Wendung gibt es, nämlich die, dass die FDP oder eigentlich nur der Vorsitzende von den Medien und dem Apparat doch wieder als potenziell gefährlich angesehen wird wie früher. Kubicki wird heruntergeschrieben, und eine aus dem Konglomerat hätte ihn verhindern wollen oder sollen. Wer hat sie geschickt?
Es ist gut möglich, dass der Vorsitzende in die Rolle und Funktion des Glasnost-Bringers gedrängt wird durch die Bemühungen, genau dies zu verhindern.
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Samstag, 30. Mai 2026
Deutschland heute
tagesschauder, 09:35h
Ein Text auf focus.de sagt alles über den Zustand heute und jetzt.
„Blitz-Anklage gegen brutalen Eisenstangen-Afghanen“, nämlich: „Nur wenige Wochen nach einem Angriff auf Polizisten in Thüringen muss ein 33-jähriger Eisenstangen-Brutalo aus Afghanistan vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage im Rekordtempo, eine Abschiebung ist derzeit jedoch ausgeschlossen.“
Wenige Wochen sind Rekordtempo, Abschiebung wird nicht gewollt.
Das Ganze ist auch nur bekannt geworden wegen der Leute mit Endgeräten, die mitfilmten.
„Kurz nach der Zerstörungsorgie sah sich der Aggressor vier Polizisten gegenüber. Als die Beamten ihn stellen wollten, ging er zum Angriff über: Er legte seinen Rucksack ab und rannte auf einen Uniformierten zu. Dabei hob er seinen rechten Arm und war kurz davor, mit der Eisenstange auf den Beamten einzuschlagen. Der gejagte Polizist nahm zunächst eine Abwehrhaltung ein, dann rannte er weg. Mit Pfefferspray und Einsatzstöcken brachten die Einsatzkräfte den Täter unter Kontrolle.“
Das heißt dann auch, es wundert sich bitte niemand.
Polizei, die in einer Notwehrlage wegrennt, kommt nur in einer Gesellschaft vor, die den Gipfel der Zivilisation schon überwunden hat.
In den Nachrichten von MDR ist zu hören, der Thüringer Ministerpräsident ist nach Indien gereist, Thüringen sucht Fachkräfte. Wir Älteren halten die Jahre für wenige, vor denen das in einem Comedy-Sketch gekommen wäre, Thüringen sucht indische Fachkräfte.
„Blitz-Anklage gegen brutalen Eisenstangen-Afghanen“, nämlich: „Nur wenige Wochen nach einem Angriff auf Polizisten in Thüringen muss ein 33-jähriger Eisenstangen-Brutalo aus Afghanistan vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage im Rekordtempo, eine Abschiebung ist derzeit jedoch ausgeschlossen.“
Wenige Wochen sind Rekordtempo, Abschiebung wird nicht gewollt.
Das Ganze ist auch nur bekannt geworden wegen der Leute mit Endgeräten, die mitfilmten.
„Kurz nach der Zerstörungsorgie sah sich der Aggressor vier Polizisten gegenüber. Als die Beamten ihn stellen wollten, ging er zum Angriff über: Er legte seinen Rucksack ab und rannte auf einen Uniformierten zu. Dabei hob er seinen rechten Arm und war kurz davor, mit der Eisenstange auf den Beamten einzuschlagen. Der gejagte Polizist nahm zunächst eine Abwehrhaltung ein, dann rannte er weg. Mit Pfefferspray und Einsatzstöcken brachten die Einsatzkräfte den Täter unter Kontrolle.“
Das heißt dann auch, es wundert sich bitte niemand.
Polizei, die in einer Notwehrlage wegrennt, kommt nur in einer Gesellschaft vor, die den Gipfel der Zivilisation schon überwunden hat.
In den Nachrichten von MDR ist zu hören, der Thüringer Ministerpräsident ist nach Indien gereist, Thüringen sucht Fachkräfte. Wir Älteren halten die Jahre für wenige, vor denen das in einem Comedy-Sketch gekommen wäre, Thüringen sucht indische Fachkräfte.
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Freitag, 29. Mai 2026
Kausalassoziation
tagesschauder, 10:48h
Wie wir wissen, soll man nicht Korrelation für Kausalität halten, es geht aber noch journalistischer, die bloße Assoziation wird schon als Kausalkette verstanden und propagiert, so auf tagesschau.de, wo ein Beitrag davon zu handeln vorgibt, wie es „vom Party-Patriotismus zum Nationalismus“ gekommen wäre.
Den unerfreulichen Text muss man nicht lesen, der ist genau das, was man erwartet, wir halten hier nur fest, dass nicht etwa ein Ablauf oder ein möglicher Prozess geschildert wird, sondern eine Imagination. Man müsste fragen: Wovon reden die? Welche Beobachtung soll es sein, die ihre Ursachen in der Stimmung vor zwanzig Jahren haben soll? Dass nichts davon übrig ist, kann es ja nicht sein, aber das hält nicht ab, negativ besetzte Wörter fallenzulassen.
Das ist weder Meinung noch Fakt, vermittelt aber dem Informationsempfänger, die Informationsgeber wüssten was.
Vermutlich glauben die das selber, sie werden ja für die Leistung bezahlt.
Den unerfreulichen Text muss man nicht lesen, der ist genau das, was man erwartet, wir halten hier nur fest, dass nicht etwa ein Ablauf oder ein möglicher Prozess geschildert wird, sondern eine Imagination. Man müsste fragen: Wovon reden die? Welche Beobachtung soll es sein, die ihre Ursachen in der Stimmung vor zwanzig Jahren haben soll? Dass nichts davon übrig ist, kann es ja nicht sein, aber das hält nicht ab, negativ besetzte Wörter fallenzulassen.
Das ist weder Meinung noch Fakt, vermittelt aber dem Informationsempfänger, die Informationsgeber wüssten was.
Vermutlich glauben die das selber, sie werden ja für die Leistung bezahlt.
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Donnerstag, 28. Mai 2026
Verwüstung
tagesschauder, 10:59h
Es geschieht der CDU ganz recht und auch Friedrich Merz, obgleich der nur den Effekt verstärkt und nicht verursacht. Dass der Kanzler zerredet wird und absurde Szenarien diskutiert werden und womöglich umgesetzt, dass der Kanzler selbst dazu was sagen muss und vor Zündeln warnt (mittels Umfeld), das ist Folge der Übertretungen, von denen die stärkste die Absetzung des FDP-Ministerpräsidenten war. So etwas hat Wirkungen, die sich wechselwirkend verstärken.
Und zwar, weil die Achtung der Gepflogenheiten erodiert. Das ist eine der nicht garantierbaren Voraussetzungen des Rechtsstaates, dass die Mächtigen ihre Grenzen kennen und dass es ihnen peinlich wäre, mit Missachtung aufzufliegen.
Aber wenn parlamentarische Regeln geändert werden, formal oder in der Anwendung, wenn mit Kandidaten umgegangen wird wie in einer Sowjettürkei, dann verfallen die Grundlagen auch derjenigen, die sich für die Akteure halten.
Das macht sie nicht weniger gefährlich. Ein Kanzlertausch müsste mit vielen weiteren Tyranneimaßnahmen einhergehen. Nicht nur müsste, wird.
Was dazu passt, dass man Hendrik Wüst für die Lösung hält.
Und zwar, weil die Achtung der Gepflogenheiten erodiert. Das ist eine der nicht garantierbaren Voraussetzungen des Rechtsstaates, dass die Mächtigen ihre Grenzen kennen und dass es ihnen peinlich wäre, mit Missachtung aufzufliegen.
Aber wenn parlamentarische Regeln geändert werden, formal oder in der Anwendung, wenn mit Kandidaten umgegangen wird wie in einer Sowjettürkei, dann verfallen die Grundlagen auch derjenigen, die sich für die Akteure halten.
Das macht sie nicht weniger gefährlich. Ein Kanzlertausch müsste mit vielen weiteren Tyranneimaßnahmen einhergehen. Nicht nur müsste, wird.
Was dazu passt, dass man Hendrik Wüst für die Lösung hält.
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Mittwoch, 27. Mai 2026
Normalisierte Sprache
tagesschauder, 10:54h
Auf der Videoplattform finden sich Gespräche mit Personen des ehemaligen Zeitgeschehens, darunter mit Egon Krenz vor zwanzig oder fünfundzwanzig Jahren. Natürlich klittert er sich und seine Geschichte, was sonst. Was dabei geradezu erschreckend auffällt: der redet normal.
Man könnte wirklich denken, da hört man einen, der sich mal um ein politisches Mandat beworben hatte und die Politik mit der Betrachtung der Wirklichkeit begonnen hat.
Es wäre nicht verwunderlich gewesen, von dem weiterhin das Bonzen-Deutsch zu hören, das er vierzig Jahre gesprochen hat.
Die Partei richtet einen schon übel zu. Heißt das nun, man kann von der Partei auch 'runterkommen?
Kaum vorstellbar bei unseren heutigen Parteigewächsen. Die haben gar keine Sprache.
Aber vorstellbar war es bei dem auch nicht.
Man könnte wirklich denken, da hört man einen, der sich mal um ein politisches Mandat beworben hatte und die Politik mit der Betrachtung der Wirklichkeit begonnen hat.
Es wäre nicht verwunderlich gewesen, von dem weiterhin das Bonzen-Deutsch zu hören, das er vierzig Jahre gesprochen hat.
Die Partei richtet einen schon übel zu. Heißt das nun, man kann von der Partei auch 'runterkommen?
Kaum vorstellbar bei unseren heutigen Parteigewächsen. Die haben gar keine Sprache.
Aber vorstellbar war es bei dem auch nicht.
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Dienstag, 26. Mai 2026
Zugeständnis der Neutralität
tagesschauder, 11:16h
Wir wagen mal ein kleines Prognöschen, die Meldestellen werden auch ein paar schlimme linke Übertretungen publik machen, um sich auf politische Wendestimmungen einzustellen, also um ihre Existenzberechtigung zu zeigen und ihre Einseitigkeit zu widerlegen.
Es ist in totalitären Systemen, auch Teilsystemen, so, dass eine einzelne Korrektur viele Effekte, die gerade vermieden werden sollten, nach sich zieht. Die Metapher vom Kartenhaus des Schwindels bietet sich an, ein bisschen Glasnost bewirkt, dass alles auffliegt.
Würde „Demokratie leben“ eingespart oder „Hessen gegen Hetze“ gesundgeschrumpft, könnte man es nie dabei belassen, weil offenkundig würde, was für ein Geldweichspülapparat da am Werk ist. Offenkundig ist es ohnehin schon, aber eben nicht in der offiziellen Wirkung. Begönne die, müsste es weitergehen.
Darum wird der Anschein von Übereinstimmung mit Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit zu wahren versucht durch noch mehr vom selben, halt mal im Ausgleich zwecks Anscheins der Neutralität, gegen die ja keiner was haben kann.
Es ist in totalitären Systemen, auch Teilsystemen, so, dass eine einzelne Korrektur viele Effekte, die gerade vermieden werden sollten, nach sich zieht. Die Metapher vom Kartenhaus des Schwindels bietet sich an, ein bisschen Glasnost bewirkt, dass alles auffliegt.
Würde „Demokratie leben“ eingespart oder „Hessen gegen Hetze“ gesundgeschrumpft, könnte man es nie dabei belassen, weil offenkundig würde, was für ein Geldweichspülapparat da am Werk ist. Offenkundig ist es ohnehin schon, aber eben nicht in der offiziellen Wirkung. Begönne die, müsste es weitergehen.
Darum wird der Anschein von Übereinstimmung mit Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit zu wahren versucht durch noch mehr vom selben, halt mal im Ausgleich zwecks Anscheins der Neutralität, gegen die ja keiner was haben kann.
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Montag, 25. Mai 2026
Vielfaltigkeitsverkündigung
tagesschauder, 11:20h
Diesmal wird Pfingsten in Tagesschau, Kulturradio, Zeitungsportalen und anderen nachrichtendienstlichen Diensten nicht gleich gefeiert, aber erklärt, thematisiert. Das hatte schon die Kanzlerin angeregt, befassen wir uns doch mit unserer religiösen Tradition, meinte sie sinngemäß, wer wisse denn, was Pfingsten sei.
Jetzt wird also gemacht, was die Kanzlerin anmahnte. Auf Google war sogar Männertag.
Es fällt auf. Aber was?
Wir deuten es natürlich wieder als Teil der propagandistischen Dekadenz. Das sind Verweise auf unseren religiösen Kram, den keiner richtig ernstnimmt. Pfingsten ist da, braucht keiner, wir haben also auch als Nichtmigranten und Nichtmuslime irgendwelche überkommenen Traditionen, die uns moralische Richtung geben, wir denken unterschiedlich viel daran, manche schätzen das Ihrige halt mehr. Und wir sind Teil der bunten Vielfalt.
Das ist die erfreuliche Botschaft, die an uns gesandt werden soll.
Jetzt wird also gemacht, was die Kanzlerin anmahnte. Auf Google war sogar Männertag.
Es fällt auf. Aber was?
Wir deuten es natürlich wieder als Teil der propagandistischen Dekadenz. Das sind Verweise auf unseren religiösen Kram, den keiner richtig ernstnimmt. Pfingsten ist da, braucht keiner, wir haben also auch als Nichtmigranten und Nichtmuslime irgendwelche überkommenen Traditionen, die uns moralische Richtung geben, wir denken unterschiedlich viel daran, manche schätzen das Ihrige halt mehr. Und wir sind Teil der bunten Vielfalt.
Das ist die erfreuliche Botschaft, die an uns gesandt werden soll.
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Sonntag, 24. Mai 2026
Ruhe im Land
tagesschauder, 11:25h
Wie es von Ralf Schuler in NiUS erzählt ist, hat der damalige Merkelamtschef Altmaier es so festgestellt, die Zeit der Dispute und rauhen Streitereien sei vorbei, jetzt wird gesittet der Konsens gefunden, so etwa, jedenfalls kein Zoff mehr wie Wehner/Strauß.
Das dachte der natürlich wirklich so, das deckt sich mit der Außenwirkung, man hat nur bisher nicht gehört, dass das wirklich als Konzept oder politische Ausrichtung angesagt war.
So viel dazu, dass Demokratie vom Streit lebt.
Was sich anhört, als würden dann eben alle angehört und als würde eine Entscheidung im Interessenausgleich gefunden, hat in der Realität doch anders ausgesehen. Umstritten war gleichbedeutend mit verpönt, wer etwas Störendes vorzubringen hatte, wurde als Störer und Feind vom Ganzen behandelt bis sonderbehandelt.
Das ist schon eine Generation her, mindestens.
In dem Zusammenhang sollte nicht vergessen werden, dass Söder sagte: Merkel-Wahlergebnisse bekommt man mit Merkel-Politik.
Das wären die 25 Prozent, über die die Union jetzt schon ganz froh wäre.
Das dachte der natürlich wirklich so, das deckt sich mit der Außenwirkung, man hat nur bisher nicht gehört, dass das wirklich als Konzept oder politische Ausrichtung angesagt war.
So viel dazu, dass Demokratie vom Streit lebt.
Was sich anhört, als würden dann eben alle angehört und als würde eine Entscheidung im Interessenausgleich gefunden, hat in der Realität doch anders ausgesehen. Umstritten war gleichbedeutend mit verpönt, wer etwas Störendes vorzubringen hatte, wurde als Störer und Feind vom Ganzen behandelt bis sonderbehandelt.
Das ist schon eine Generation her, mindestens.
In dem Zusammenhang sollte nicht vergessen werden, dass Söder sagte: Merkel-Wahlergebnisse bekommt man mit Merkel-Politik.
Das wären die 25 Prozent, über die die Union jetzt schon ganz froh wäre.
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Samstag, 23. Mai 2026
Late Night Ending
tagesschauder, 11:25h
Da ist im amerikanischen Fernsehen die letzte Late Show mit Stephen Colbert gesendet worden, die Kommentatoren zeigen sich sehr bemüht, das Ende einer Legende oder Ära herbeizuschreiben. Was für einer Ära? Welche Legende soll das sein?
David Letterman, der die Show dieses Namens zwanzig Jahre gemacht hatte und so was insgesamt dreißig Jahre, war Comedy-Legende, man käme aus dem Rühmen gar nicht heraus, und das liegt nicht nur an den zeitlichen Maßstäben. Stephen Colbert sieht aus wie ein verjüngter Letterman, obwohl David Letterman jung so nicht aussah, das hätte also was werden können.
Aber, wie zu vernehmen ist, wurde eine Art heute-Show daraus.
Da sagt man naheliegenderweise: klar, woke, geht schief.
Was das Schwächere ist oder das, was stärker herunterzieht, ist die fehlende Dienstleistung. Die satirische Dienstleistung ist, darüber zu stehen. Man kann politisch sein, muss nur für die Zuschauer darüber stehen und darf nicht selbst Teil des aktivistischen Apparates sein.
Das ließe sich daraus lernen, wenn es nicht längst bekannt sein müsste.
David Letterman, der die Show dieses Namens zwanzig Jahre gemacht hatte und so was insgesamt dreißig Jahre, war Comedy-Legende, man käme aus dem Rühmen gar nicht heraus, und das liegt nicht nur an den zeitlichen Maßstäben. Stephen Colbert sieht aus wie ein verjüngter Letterman, obwohl David Letterman jung so nicht aussah, das hätte also was werden können.
Aber, wie zu vernehmen ist, wurde eine Art heute-Show daraus.
Da sagt man naheliegenderweise: klar, woke, geht schief.
Was das Schwächere ist oder das, was stärker herunterzieht, ist die fehlende Dienstleistung. Die satirische Dienstleistung ist, darüber zu stehen. Man kann politisch sein, muss nur für die Zuschauer darüber stehen und darf nicht selbst Teil des aktivistischen Apparates sein.
Das ließe sich daraus lernen, wenn es nicht längst bekannt sein müsste.
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