Dienstag, 26. September 2017
Der Wolf hetzt die Meute
Als Kanzlerkandidat Scharping die Wahl verlor, sagte er als neuer Oppositionsführer an die Regierung Kohl gerichtet: „Wir werden Sie jagen!“
In der ZDF-Sendung Frontal nahm das der linke Kienzle auf und sagte zu Widerpartmoderator Hauser: „Ich werde Sie jagen, Hauser.“
Noch Fragen?

Natürlich stürzen sich alle auf die schlimme AfD, ihr hohes Wahlergebnis ist schließlich schuld an den Verlusten der anderen.
Keine Fehlerdiskussion, das war auch Ulbrichts Lehren aus dem 17. Juni.

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Montag, 25. September 2017
Rummsbild
Die Bild-Zeitung titelt „Rechts-Rumms“. Fehlt nur, dass sie den Bildzeitungs-Lesern die Schuld gibt, aber die sind ja nicht mehr die klassischen Bild-Leser, sondern bestens informiert über Willkommenskult und Abkanzlerin.
Es ist nicht zu erinnern, dass die Bild-Zeitung jemals eine Schlagzeile „Unrechts-Rumms“ gehabt hätte.

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Sonntag, 24. September 2017
Prognosetest
Heute wollen wir mal eine konkrete und schnell nachprüfbare Prognose abgeben, um unsere Analysefähigkeit zu testen.

Das Wahlergebnis wird erschreckend normal.

AfD bei 11 Prozent, Linkspartei 11,2 Prozent, FDP 7 Prozent, Grüne 6,8 Prozent.
Union 35,2 Prozent, SPD 21,8 Prozent, wird im Verlaufe des Abends 21,2 Prozent.
Denn die meisten Wähler interessieren sich nicht für Politik und wählen danach, wie die Partei heißt. Grün, das ist Umweltschutz. Die Kanzlerin macht es doch ganz gut. Schulz, na ja, aber sozialdemokratisch schon immer.

Von den bisherigen Nichtwählern wird die AfD viele an die Wahlurne locken, darunter aber auch eben viele, die gehört haben, dass man gegen die AfD wählen muss, weil sonst das Abendland nicht untergeht.

Damit lässt sich arbeiten.
Über die Zukunft ist entschieden.

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Samstag, 23. September 2017
Die Sprache des Grünen Reiches: Protestwähler
Wer sich zum Wählen einer Protestpartei entschließt, würde lieber etwas anderes wählen, ist aber aus Gründen, die bei eben jenen anderen zu suchen sind, davon abgehalten.
Aber so wird der Protestwähler nicht betrachtet, denn dann müssten die Betrachter sich selbst betrachten, und das wollen sie nicht, was einen Großteil des Problems ausmacht, das zu der Protestwahl geführt hat. Nein, stattdessen heißt es, „es gibt ein großes Protestpotential“, „die Leute sind nicht mehr zu erreichen“, vielleicht bestenfalls kombiniert mit einem „Warum“.
Erst ab einer gewissen Masse rückt man davon ab, die Leute als Protestler abzustempeln, aber dann ist es längst zu spät.
Also: Politiker, die von einem Protestergebnis sprechen, offenbaren, dass sie nicht geeignet sind, ein Mandat übertragen zu kriegen.

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Freitag, 22. September 2017
Umerziehungsratgeber
Die Süddeutsche Zeitung hat dies: „Der Feminismus wird heute mit denselben Worten verunglimpft wie einst der Kommunismus. Rechte Aktivisten haben so ein Feindbild geschaffen, das auch in der Mitte der Gesellschaft funktionieren soll.“
Das Verunglimpfen des Kommunismus hat ja zeitweise ganz gut funktioniert, aber jetzt wohl nicht mehr, wenn es als Bezug zum Verunglimpfen des Feminismus herangezogen wird.

Im Beitrag werden dann auch alle Parallelen gezogen, aber als Vorführen der Argumentationslinie, wie sie eben nicht verwendet werden soll, weil die Rechten es tun.
Und das wäre dann auch wieder das, wie dieser Artikel verunglimpft werden müsste; er zieht seine Berechtigung aus dem Feindbild, nicht aus eigener Kraft. Beim Kommunismus war es im Marx'schen Sinne noch schlüssig, den Widerspruch aus Arbeit und Kapital auf den Klassenantagonismus zu übertragen – der Feind des Arbeiters war demzufolge der Kapitalist und der Feind des kommunistischen Staates war jeder Abweichler, und hier hat sich der Feminismus jenseits berechtigter Anliegen fehlerhaft in der Methodik bedient; der antagonistische Widerspruch der Frau ist nicht der Mann, es sind auch nicht die Männer.

Aber die potentiellen Feinde dieses Artikels sind die Leser.

Nicht klicken:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/feminismus-die-angst-vor-der-grossen-umerziehung-1.3668933

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Donnerstag, 21. September 2017
Deutsche Kultur
Ein Mann, es war Otto Schily, noch als Bundesinnenminister wohl, sagte einmal, zu unserer Kultur gehöre die Möglichkeit, den Islam insgesamt für einen Irrtum zu halten.


Hierher kann man googeln, wenn man danach sucht, was die deutsche Kultur gewesen war.

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