Mittwoch, 4. November 2026
Nächste Mitmachstufe
tagesschauder, 09:48h
So etwas müssten und könnten Jetzt-reicht's-Momente sein, das ist zu viel, jetzt haben sie überzogen und jetzt merkt man was. Volk sind alle und die Einzeltäter sind nicht rassistisch zu betrachten, damit wären die Grenzen des Unsäglichen überschritten.
Uns wurde mit Vielfalt und Toleranz und Weltoffenheit bisher die implizierte Vorstellung verkauft, dass wir die Stärkeren und Dominanten seien, die es sich leisten können, der Welt zu zeigen, wie gut sie sind, und Kriminalität betrifft überwiegend die anderen und darf nicht instrumentalisiert werden. Da gingen viele mit.
Jetzt bekommt man gesagt, was ihr seht, stimmt nicht, und ihr seid ein Teil des Vielvölkervolkes, passt euch ein!
Ab da müssten alle sagen, die Beleidigung endet hier.
Es ist aber nur die neue Stufe der Anpassung. Ein Update, was man jetzt meinen beziehungsweise sagen soll, um nicht als Störer gelesen zu werden.
Uns wurde mit Vielfalt und Toleranz und Weltoffenheit bisher die implizierte Vorstellung verkauft, dass wir die Stärkeren und Dominanten seien, die es sich leisten können, der Welt zu zeigen, wie gut sie sind, und Kriminalität betrifft überwiegend die anderen und darf nicht instrumentalisiert werden. Da gingen viele mit.
Jetzt bekommt man gesagt, was ihr seht, stimmt nicht, und ihr seid ein Teil des Vielvölkervolkes, passt euch ein!
Ab da müssten alle sagen, die Beleidigung endet hier.
Es ist aber nur die neue Stufe der Anpassung. Ein Update, was man jetzt meinen beziehungsweise sagen soll, um nicht als Störer gelesen zu werden.
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Dienstag, 3. November 2026
Unstörbare Standards
tagesschauder, 10:20h
Wieso das mit den doppelten Standards funktioniert und wieso die das nicht selber merken, lässt sich ablesen an dieser Berliner Problemlinken, „Staaten haben kein Existenzrecht, Menschen haben ein Existenzrecht“ sagt sie, wenn es gegen Israel geht.
Dasselbe müsste dann ja auch, wenn es so allgemeingültig formuliert ist, für den queeren Staat Palästina gelten.
Tut es aber nicht. Wieso merkt die ihre zwei Standards nicht, die in der Folge einander ausschließen müssten?
Weil es keine Standards sind.
Das Gerede schafft die Realität für die Linken, darum erzählen die sich gegenseitig immer wieder dieselben Sachen in denselben Sprachmustern. Ihre Wirklichkeit ist keine Blase, sondern eine quantenmechanische Verschaltung von Synapsen, hinkend bildlich verglichen. Ihr Raum ist in sich unendlich abgeschlossen.
Und wenn ihre Spitzenkandidatin sich zu erkennen gegeben hat, stört sie das kaum, weil sie vorbereitet sind, etwas zu sagen, was sie imprägniert.
Das ist unstörbar.
Dasselbe müsste dann ja auch, wenn es so allgemeingültig formuliert ist, für den queeren Staat Palästina gelten.
Tut es aber nicht. Wieso merkt die ihre zwei Standards nicht, die in der Folge einander ausschließen müssten?
Weil es keine Standards sind.
Das Gerede schafft die Realität für die Linken, darum erzählen die sich gegenseitig immer wieder dieselben Sachen in denselben Sprachmustern. Ihre Wirklichkeit ist keine Blase, sondern eine quantenmechanische Verschaltung von Synapsen, hinkend bildlich verglichen. Ihr Raum ist in sich unendlich abgeschlossen.
Und wenn ihre Spitzenkandidatin sich zu erkennen gegeben hat, stört sie das kaum, weil sie vorbereitet sind, etwas zu sagen, was sie imprägniert.
Das ist unstörbar.
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Montag, 2. November 2026
Theater schafft sich ab
tagesschauder, 10:13h
Entweder ist dem Korrespondenten vom Kulturradio etwas entgangen oder es kommt wirklich in dem Theaterstück nicht vor, er rezensiert das Stück „Putsch. Anleitung zur Abschaffung der Demokratie“ im Theater von Didi Hallervorden in Dessau. Handelt von na was wohl, eine Partei profitiert von dem Unmut und wird erst Koalitionspartner und dann Regierungsführung, dann werden alle Posten mit parteitreuen Leuten besetzt. Vorangegangen ein fehlgeschlagener Versuch der Bundeswehr, das Kanzleramt zu besetzen oder so, dann kommt aber ein charismatischer Moderator, der durch die langsame Übernahme führt.
Ja und?
Das ist das, was Grüne und SPD gemacht haben, wo ist jetzt der Putsch, wo die Abschaffung der Demokratie? Weil es die anderen machen? Das merken die Theatermacher nicht mehr?
So ein im Thema ähnliches Stück gab es schon vor vierzig Jahren von der Münchner Lach- und Schießgesellschaft, „Pinks an die Macht“ mit Jochen Busse und Sibylle Nicolai.
Kabarettistisch könnte man so was mal wieder bringen, aber man schafft es nicht mehr, weil man geblendet ist von der Bedeutung der Wichtigkeit im Sinne der Relevanz. Darunter macht man es nicht, und darunter hätte es auch keine indirekten Förderungen gegeben.
Die Demokratie ist insofern abgeschafft, als dass der Souverän offenbar nicht einmal mehr als Chor vorkommt.
Ja und?
Das ist das, was Grüne und SPD gemacht haben, wo ist jetzt der Putsch, wo die Abschaffung der Demokratie? Weil es die anderen machen? Das merken die Theatermacher nicht mehr?
So ein im Thema ähnliches Stück gab es schon vor vierzig Jahren von der Münchner Lach- und Schießgesellschaft, „Pinks an die Macht“ mit Jochen Busse und Sibylle Nicolai.
Kabarettistisch könnte man so was mal wieder bringen, aber man schafft es nicht mehr, weil man geblendet ist von der Bedeutung der Wichtigkeit im Sinne der Relevanz. Darunter macht man es nicht, und darunter hätte es auch keine indirekten Förderungen gegeben.
Die Demokratie ist insofern abgeschafft, als dass der Souverän offenbar nicht einmal mehr als Chor vorkommt.
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Sonntag, 1. November 2026
Nächstes ZDF-Fiasko ohne Belang
tagesschauder, 10:30h
Schlechte Kritiken kriegt der Kabarettist, der im ZDF wie eine Halloween-Variante von Jan Böhmermann eine an Late-Night-Formate angelehnte Sendung macht und der besser als Doktor Mabuse besetzt wäre. Verrisse bei den Alternativmedien und Unbegeisterung bei den Altmedien. Das sei, was man beim ZDF für lustig hält, meint man etwa bei Cicero.
Was ist da falsch gelaufen? Mal wieder gar nichts aus Sicht des ZDF.
Ganz abgesehen von der politischen Färbung, die immer die Basis der Grundlage unter dem Fundament bleibt, ist das Comedy-Problem, dass man zeigen will, hier ist es lustig. Das funktioniert nie, weil man immer doch nur zeigen kann, dass es lustig sein soll, und diese Information ist überflüssig.
Der wird das nicht durchstehen, das Geld wird ihn nicht trösten.
Was ist da falsch gelaufen? Mal wieder gar nichts aus Sicht des ZDF.
Ganz abgesehen von der politischen Färbung, die immer die Basis der Grundlage unter dem Fundament bleibt, ist das Comedy-Problem, dass man zeigen will, hier ist es lustig. Das funktioniert nie, weil man immer doch nur zeigen kann, dass es lustig sein soll, und diese Information ist überflüssig.
Der wird das nicht durchstehen, das Geld wird ihn nicht trösten.
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Samstag, 31. Oktober 2026
Kleiner Austausch
tagesschauder, 10:18h
Kann es eigentlich vorkommen, dass Angela Merkel ins Gespräch gebracht wird als Bundespräsidentin und es dann nicht wird?
Sie redet schon über Schicksalsschläge, das kommt einer Bewerbung gleich, und eine Landes-CDU hat sie angeblich offiziell als Wunschkandidatin benannt. Es scheint durch.
Karin Prien wäre als die noch gesicherter noch Linkere noch konsensfähiger für die bei Hofe. Linker im Sinne von strukturell vernetzt bei den Diensten. Und vernetzt heißt steuerbar und ohne weitergehenden Aufwand konsensgesteuert.
Das muss man bedenken, die Steinmeier-Ära ist nicht vorbei, gesucht wird ein wahrer Nachfolger, der den Bühnenkasper gibt und weitermacht, wo Steinmeier nicht aufhört.
Der Bühnenkasper Friedrich Merz hat gar nichts mitzureden, was ihm nicht aufgeschrieben wird.
In den Nuancen kann es verschiedene Qualitäten geben. Die Grenzen, die das Amt dem Amtsinhaber verfassungsweise gibt, werden für Merkel etwas schneller verschwimmen als bei etwaigen anderen.
Sie redet schon über Schicksalsschläge, das kommt einer Bewerbung gleich, und eine Landes-CDU hat sie angeblich offiziell als Wunschkandidatin benannt. Es scheint durch.
Karin Prien wäre als die noch gesicherter noch Linkere noch konsensfähiger für die bei Hofe. Linker im Sinne von strukturell vernetzt bei den Diensten. Und vernetzt heißt steuerbar und ohne weitergehenden Aufwand konsensgesteuert.
Das muss man bedenken, die Steinmeier-Ära ist nicht vorbei, gesucht wird ein wahrer Nachfolger, der den Bühnenkasper gibt und weitermacht, wo Steinmeier nicht aufhört.
Der Bühnenkasper Friedrich Merz hat gar nichts mitzureden, was ihm nicht aufgeschrieben wird.
In den Nuancen kann es verschiedene Qualitäten geben. Die Grenzen, die das Amt dem Amtsinhaber verfassungsweise gibt, werden für Merkel etwas schneller verschwimmen als bei etwaigen anderen.
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Freitag, 30. Oktober 2026
Örtlicher Fall von Korruption
tagesschauder, 10:23h
In die überregionalen Meldungen schaffte es ein Fall aus der örtlichen Stadt, der vormalige Kulturamtsleiter seht vor Gericht wegen des unschuldsvermuteten Verdachts der Untreue. Er hat, so weit ist es in der Zeitung schon festgestellt, fast 100.000 Euro beinahe ausgegeben für ein Kunstprojekt, bei dem aus Kunstwerken und Kot, wobei es sich um verschiedene Objekte handeln soll, Diamanten gemacht würden. Dann ist noch ein zweiter Fall, der unklar dargestellt ist. Bei dem ersten geht es in strafrechtlicher Relevanz darum, ob er diese Ausgabe zum Schaden der Stadt hätte von der Stadt genehmigen lassen müssen, so ist es zu verstehen.
Vermutlich geht es aus, wie so was immer ausgeht.
Aber abgesehen von der strafrechtlichen Seite: Was, wenn das rechtlich nicht zu beanstanden ist – wieso war der auf diesem Posten? Das war seine Arbeitszeit, der wurde dafür bezahlt. Wer hat dem diesen Posten verschafft? Wer dachte, der kann was mit Kultur? Wer lässt sich so hereinlegen beziehungsweise ist so korrupt, die Kultur zu vernichten mit dem Budget der Kultur?
Das ist die Veruntreuung.
Vermutlich geht es aus, wie so was immer ausgeht.
Aber abgesehen von der strafrechtlichen Seite: Was, wenn das rechtlich nicht zu beanstanden ist – wieso war der auf diesem Posten? Das war seine Arbeitszeit, der wurde dafür bezahlt. Wer hat dem diesen Posten verschafft? Wer dachte, der kann was mit Kultur? Wer lässt sich so hereinlegen beziehungsweise ist so korrupt, die Kultur zu vernichten mit dem Budget der Kultur?
Das ist die Veruntreuung.
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Donnerstag, 29. Oktober 2026
Denunziatorischer Parteitribalismus
tagesschauder, 09:54h
Manchmal kommen Beispiele, die es viel deutlicher machen, was wir hier immer meinen, als wir es mit abstrakten Beschreibungen formulieren können.
Dass Links missverstanden wird als von guten Werten geleitete Ambition, die zuweilen etwas zu weit geht, in Wirklichkeit aus tribalistischem Denken erwächst und dass der nicht vorhandene familiäre Stamm ersetzt wird durch Zugehörigkeit zur Parteistruktur, die zugleich keine Anderen zulässt und Feindbilder braucht, so dass Links im Ansatz denunziatorisch ist und auch das Sinnloseste zum Beweismittel macht, wenn es verwendbar ist, zeigt sich anschaulich hier:
„In Halle (Saale) findet im November die Buchmesse 'Seitenwechsel' statt. Organisiert von Susanne Dagen, einer Frontfrau der Neuen Rechten. Kurz darauf wird das ZDF in derselben Halle 'Wetten, dass..?' produzieren. So verschwimmen Grenzen. Matthias Meisner im Campact-Blog“
Dass Links missverstanden wird als von guten Werten geleitete Ambition, die zuweilen etwas zu weit geht, in Wirklichkeit aus tribalistischem Denken erwächst und dass der nicht vorhandene familiäre Stamm ersetzt wird durch Zugehörigkeit zur Parteistruktur, die zugleich keine Anderen zulässt und Feindbilder braucht, so dass Links im Ansatz denunziatorisch ist und auch das Sinnloseste zum Beweismittel macht, wenn es verwendbar ist, zeigt sich anschaulich hier:
„In Halle (Saale) findet im November die Buchmesse 'Seitenwechsel' statt. Organisiert von Susanne Dagen, einer Frontfrau der Neuen Rechten. Kurz darauf wird das ZDF in derselben Halle 'Wetten, dass..?' produzieren. So verschwimmen Grenzen. Matthias Meisner im Campact-Blog“
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Mittwoch, 28. Oktober 2026
Klima- und Corona-Test
tagesschauder, 10:17h
Es ist wenig wahrscheinlich, dass es geplante Testläufe waren derart, dass sich vorher jemand hingesetzt hat und konzipiert, wir schauen mal, wie es läuft und wie weit wir gehen können. Dass aber die Lehren aus den Abläufen gezogen wurden, das ist sehr wahrscheinlich, und dass wir nun die Folgeerscheinungen zu sehen kriegen. Freitags-Future-Kids als Bewegung von unten dargestellt, Corona-Fieber als postdemokratische Vision der Wohlfahrtsherrschaft, beides, so kann man es sehen, findet nun zusammen in der neuen letzten Generation, die regelt.
Auch dies ist eher nicht ein Test im Sinne von Experiment, aber die Erfahrungen werden gemacht.
Auch dies ist eher nicht ein Test im Sinne von Experiment, aber die Erfahrungen werden gemacht.
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Dienstag, 27. Oktober 2026
Denunziantenmoral
tagesschauder, 09:50h
Eine letztjährige Besucherin der Buchmesse in Halle erzählte uns, sie hat mit einer Aktivistin gesprochen, die am Eingang die Anstehenden fotografierte, diese sagte, sie meine ja nicht sie, sondern halte Ausschau nach Funktionären der Gegenpartei.
Die denken, alle sind solche Lumpen, dass sie sich freuen, wenn es andere betrifft als sie selbst.
Die denken, alle sind solche Lumpen, dass sie sich freuen, wenn es andere betrifft als sie selbst.
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Montag, 26. Oktober 2026
Gesicherte Linke
tagesschauder, 10:25h
Da fragt ein Großartikler auf welt.de, warum gilt die Berliner Linke nicht als gesichert linksextrem?
Weil das leeres nichtssagendes Geplapper wäre.
Die sichernd linken Medien würden es als besonders wertvoll einordnen. Wenn das gesichert menschenfreundlich heißt, bin ich gern gesichert linksextrem, würde die nächstlinkste Politikerin sozialnetzwerken.
Die Sprachkonstruktion „gesichert irgendwasextrem“ ist keine für sich stehende Aussage mit Informationsgehalt, sie steht in einem Denunziationszusammenhang. Wie wir hier immer bei Sprachuntersuchungen festhalten, kommt es auf die Dramaturgie an, wer sagt was wem mit welchen Machtmitteln.
Wer jetzt ankommen wollte mit der von dem gewünschten Ansage, wobei der ja nur gefragt hat, wäre unmittelbar selbst zum Problemfall gemacht, einer, der den Falschen nützt, indem er den Richtigen schadet. Wenn er ganz viel Glück hat, ist er nur umstritten und seine Forderung wird zerredet.
Das sind die Verhältnisse. Auf die kommt es an. Nicht auf Bezeichnungen.
Weil das leeres nichtssagendes Geplapper wäre.
Die sichernd linken Medien würden es als besonders wertvoll einordnen. Wenn das gesichert menschenfreundlich heißt, bin ich gern gesichert linksextrem, würde die nächstlinkste Politikerin sozialnetzwerken.
Die Sprachkonstruktion „gesichert irgendwasextrem“ ist keine für sich stehende Aussage mit Informationsgehalt, sie steht in einem Denunziationszusammenhang. Wie wir hier immer bei Sprachuntersuchungen festhalten, kommt es auf die Dramaturgie an, wer sagt was wem mit welchen Machtmitteln.
Wer jetzt ankommen wollte mit der von dem gewünschten Ansage, wobei der ja nur gefragt hat, wäre unmittelbar selbst zum Problemfall gemacht, einer, der den Falschen nützt, indem er den Richtigen schadet. Wenn er ganz viel Glück hat, ist er nur umstritten und seine Forderung wird zerredet.
Das sind die Verhältnisse. Auf die kommt es an. Nicht auf Bezeichnungen.
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Sonntag, 25. Oktober 2026
Redebedarf
tagesschauder, 10:10h
Guckt man die neuen Medien und Plattformen an, was wir nun auch nicht mit vollständigem Überblick tun können, fällt auf, da ist weniger Text, ganz viel Video und viel Talk-Format.
Es ist ja auch komfortabel, wieviel Speicherplatz gebaut wird und welche Unmengen von Daten übertragen werden und mit was für geringem Aufwand und kleinen Dingern man Fernseh- Äquivalent machen kann.
Was man vielleicht nicht erwartet hätte, ist, dass es eine wachsende Zahl von langen Talk-Sendungen gibt, mehrstündige Gespräche, und die haben Erfolg beim Zuschauer. Im Fernsehen sind die Talksendungen Billigproduktionen und kaum mehr erträglich, aber nur an der Machbarkeit kann es nicht liegen, dass die Netzproduktionen beliebt sind, sie sind eben besser. Im Fernsehen könnte es eine zwei- oder dreistündige Sendung kaum geben, auf welchem Sendeplatz denn. Das Fernsehen könnte aber auch für die Mediathek produzieren, aber an diesem Gedanken merkt man schon, will man das wirklich, könnte das was taugen? Erwartet man nicht.
Funktionieren könnte, man lässt die Gäste von Maybritt Illner nach der Ausstrahlung weiterreden und stellt das dann ins Netz, auch dieser Gedanke zeigt das grundsätzliche Problem: Die Talksendungen im Fernsehen sind dazu da, etwas nicht zu sagen.
Sie erzeugen den Redebedarf, den zu bedienen sie vortäuschen.
Es ist ja auch komfortabel, wieviel Speicherplatz gebaut wird und welche Unmengen von Daten übertragen werden und mit was für geringem Aufwand und kleinen Dingern man Fernseh- Äquivalent machen kann.
Was man vielleicht nicht erwartet hätte, ist, dass es eine wachsende Zahl von langen Talk-Sendungen gibt, mehrstündige Gespräche, und die haben Erfolg beim Zuschauer. Im Fernsehen sind die Talksendungen Billigproduktionen und kaum mehr erträglich, aber nur an der Machbarkeit kann es nicht liegen, dass die Netzproduktionen beliebt sind, sie sind eben besser. Im Fernsehen könnte es eine zwei- oder dreistündige Sendung kaum geben, auf welchem Sendeplatz denn. Das Fernsehen könnte aber auch für die Mediathek produzieren, aber an diesem Gedanken merkt man schon, will man das wirklich, könnte das was taugen? Erwartet man nicht.
Funktionieren könnte, man lässt die Gäste von Maybritt Illner nach der Ausstrahlung weiterreden und stellt das dann ins Netz, auch dieser Gedanke zeigt das grundsätzliche Problem: Die Talksendungen im Fernsehen sind dazu da, etwas nicht zu sagen.
Sie erzeugen den Redebedarf, den zu bedienen sie vortäuschen.
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Samstag, 24. Oktober 2026
Ersparte Überflüssigkeit
tagesschauder, 10:56h
Wir haben keine Ahnung, um was es geht und wie es dazu kam, einem Redakteur der Frankfurter Allgemeinen hat die Ostdeutsche Allgemeine (Offenlegung: die hat einen guten Cartoonisten) angeboten, eine ganze Seite für ihn unbearbeitet zu überlassen. Mehr offener Dialog auf Augenhöhe und Bereitschaft zum Austausch ist kaum vorstellbar in dieser Branche.
Aber der will nicht und bekundet, sich lieber einen Arm abzuschneiden.
Der Wert des Argumentes einer Selbstverstümmelung liegt bei Null.
Die gesamte Ausdruckskraft dürfte kaum darüber liegen.
Es ist reiner Tribalismus, Stammesdenken, nur eben bezogen auf die politideologische Gemeinschaft, die sich immer wieder selbst bestätigen muss, um zu existieren. Der mentale Zustand ist: Es darf nichts anderes geben, aber zugleich muss es etwas anderes geben als Feindbild und für die Gefahr eines Ausschlusses.
Der wäre der, der bei den anderen geschrieben hat. Was und wie, völlig egal.
Mit Sicherheit lässt sich sagen: es wäre überflüssig gewesen.
Aber der will nicht und bekundet, sich lieber einen Arm abzuschneiden.
Der Wert des Argumentes einer Selbstverstümmelung liegt bei Null.
Die gesamte Ausdruckskraft dürfte kaum darüber liegen.
Es ist reiner Tribalismus, Stammesdenken, nur eben bezogen auf die politideologische Gemeinschaft, die sich immer wieder selbst bestätigen muss, um zu existieren. Der mentale Zustand ist: Es darf nichts anderes geben, aber zugleich muss es etwas anderes geben als Feindbild und für die Gefahr eines Ausschlusses.
Der wäre der, der bei den anderen geschrieben hat. Was und wie, völlig egal.
Mit Sicherheit lässt sich sagen: es wäre überflüssig gewesen.
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Freitag, 23. Oktober 2026
Keine Unterwanderung des Strukturellen
tagesschauder, 11:15h
Landesverbände der Linkspartei haben ausgegeben, sie sind nicht von Antisemiten unterwandert, das ist eine Kampagne der CDU, und Neubewerber sind für eine Frist Probemitglieder und werden in der Zeit auch auf so was geprüft.
Na da geht's ja.
Ganz bestimmt kreuzen die Parteikandidaten bei „Ich bin gegen jede Form von Antisemitismus, Rassismus und Queerfeindlichkeit“ Ja an. Und niemand kommt mit dem gelben Aufnäher „ungeimpft“ in die Parteiversammlung.
Der propagandataktische Trick ist hier die Umlenkung des Fokusses auf eine mögliche individuelle Einzelerscheinung. Das, was die Partei unter Antisemitismus subsumiert, wird nicht vorkommen, zumindest nichts, was nicht schnell umgedeutet werden könnte.
Die Parteipolitik und die realen Wirkungen, die kommen da gar nicht vor, die wird auch nicht so bezeichnet, wie sie ist. Journalisten sind auch nicht dafür zuständig nachzufragen.
Na da geht's ja.
Ganz bestimmt kreuzen die Parteikandidaten bei „Ich bin gegen jede Form von Antisemitismus, Rassismus und Queerfeindlichkeit“ Ja an. Und niemand kommt mit dem gelben Aufnäher „ungeimpft“ in die Parteiversammlung.
Der propagandataktische Trick ist hier die Umlenkung des Fokusses auf eine mögliche individuelle Einzelerscheinung. Das, was die Partei unter Antisemitismus subsumiert, wird nicht vorkommen, zumindest nichts, was nicht schnell umgedeutet werden könnte.
Die Parteipolitik und die realen Wirkungen, die kommen da gar nicht vor, die wird auch nicht so bezeichnet, wie sie ist. Journalisten sind auch nicht dafür zuständig nachzufragen.
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Donnerstag, 22. Oktober 2026
Drei Sachen zur Notiz
tagesschauder, 11:08h
Der Intendant des HR und ARD-Vorsteher hat bekundet, man sei bei Migration zu unkritisch gewesen.
Und?
Nun hat er's halt gesagt.
Zu unkritisch gehetzt gegen die, die nicht unkritisch waren, man könnte es ja aufarbeiten, aber das ist gewiss nicht der Sendeauftrag.
Karolin Kebekus sagt laut Infoteil des Mail-Dienstes, wer nicht mitgemacht hat, war draußen. Wir haben es nicht gelesen und wissen nicht, worauf es sich bezieht. Es bezieht sich höchstwahrscheinlich nicht auf Corona oder Gesichtzeigen oder Großtanten gegen steuerbord.
Das übelste im Kulturradio, abendliche Sendung von MDR-Kultur, Bayern2 und Bremen, irische Folk-Klänge erklingen, darauf der Text „From the River to the Sea“ in Schleife. Die Verbindung von Irland zu Palästina sei mit der Musik solidarisch ausgedrückt, heißt es. Die Sängerin sagt, sie lasse bewusst offen, wie es weitergeht, das könne sich jeder selbst denken, zuvor heiße es ja, wir singen alle, und sie wolle das innere Feuer freisetzen. Schöner klang „Feuer frei“ noch nie, und „weg mit Israel!“ denken sich alle selber.
Vielleicht spielen demnächst unsere protestierenden Schüler diesen irischen Folk-Song dazu.
Und?
Nun hat er's halt gesagt.
Zu unkritisch gehetzt gegen die, die nicht unkritisch waren, man könnte es ja aufarbeiten, aber das ist gewiss nicht der Sendeauftrag.
Karolin Kebekus sagt laut Infoteil des Mail-Dienstes, wer nicht mitgemacht hat, war draußen. Wir haben es nicht gelesen und wissen nicht, worauf es sich bezieht. Es bezieht sich höchstwahrscheinlich nicht auf Corona oder Gesichtzeigen oder Großtanten gegen steuerbord.
Das übelste im Kulturradio, abendliche Sendung von MDR-Kultur, Bayern2 und Bremen, irische Folk-Klänge erklingen, darauf der Text „From the River to the Sea“ in Schleife. Die Verbindung von Irland zu Palästina sei mit der Musik solidarisch ausgedrückt, heißt es. Die Sängerin sagt, sie lasse bewusst offen, wie es weitergeht, das könne sich jeder selbst denken, zuvor heiße es ja, wir singen alle, und sie wolle das innere Feuer freisetzen. Schöner klang „Feuer frei“ noch nie, und „weg mit Israel!“ denken sich alle selber.
Vielleicht spielen demnächst unsere protestierenden Schüler diesen irischen Folk-Song dazu.
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