Sonntag, 22. April 2018
Grün-DNA
In den DLF-Nachrichten zitiert man Grünenvorsitzenden Habeck aus einem Interview, das der DLF mit ihm geführt hat. Antisemitismus, damit habe sich die Gründungs-DNA der Bundesrepublik verändert, unvorstellbar, was wieder salonfähig geworden sei, denn die Sprache sei verroht, über Auschwitz werde gewitzelt, das schürt rechts, und mit der AfD sitzt sogar eine Partei als größte Oppositionspartei im Bundestag, in der teilweise der Holocaust geleugnet wird.

Die drittgrößte Oppositionspartei ist dann aber schon wieder eine, wo in äußerst großen Teilen die islamische Judenfeindschaft geleugnet wird und damit grünsalonfähig gemacht, und sie ist nicht nur Oppositionspartei, sondern meinungsmaßgebend und so machtgierig, dass sie sogar Gewalt kleinredet, wenn sie damit ihrem politischen Gegner eine schlechte Radionachricht verpassen kann.

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Samstag, 21. April 2018
Frau des Volkes
Die DLF-Presseschau zitiert die PFORZHEIMER ZEITUNG, welche positive Tendenzen sieht: „Andrea Nahles könnte das gelingen, was den Herren der Partei-Schöpfung Sigmar Gabriel oder Martin Schulz auch nicht nur ansatzweise geglückt ist: Der SPD wieder eine Seele einzuhauchen und die Basis an die Parteispitze zu binden. Viele Jahre wurden die Sozialdemokraten nach dem Motto 'Wir da oben, ihr da unten' geführt. Andrea Nahles wird, sie muss, das ändern. Ihre persönlichen Grundlagen dafür sind hervorragend: Sie hat einen verlässlichen Kreis von Vertrauten, kann Bündnisse schmieden und setzt viel auf Absprachen. Und sie prägt mit ihrer direkten – mitunter polternden – Art einen offenen Politikstil, einen, der sie zu einer Frau des Volkes macht.“
So stellt man sich in der Zeitung das Volk vor, direkt und mitunter polternd. Und das braucht dann eine, die vernetzen kann und die Basis an die Spitze binden.
Man wünscht sich die guten alten Fürstenhöfe zurück, da hatte die Hofberichterstattung noch was Fürstliches zu bieten.

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Freitag, 20. April 2018
Schlagrichtung
Wenn der Staat nicht das Recht garantiert, ist er nur eine Räuberbande, dieser Satz stammt aus den Anfängen der Entwicklung zum modernen Rechtsstaat. Wenn aber, heutzutage, eine Räuberbande die staatliche Macht ergreift, dann muss sie nicht etwa das Recht dem Anscheine nach achten und schützen, sie muss den Zustand der Rechtlosigkeit implementieren.
Stellen wir uns vor, es gäbe eine funktionierende Polizei, die dafür sorgt, dass sich Bürger nachts auf die Straße trauen und dass Diebe geschnappt werden. Was würde dies für die Herrschaft bedeuten? Sie sähe sich den Erwartungen ausgesetzt, sich an Recht und Gesetz zu halten. Je mehr die Rechtlosigkeit aber zum allgemeinen Gefühl wird, desto besser für die herrschende Räuberbande, desto mehr kann sie staatlich ergaunern.
Mit der Bande ist der gesamte Hof gemeint mitsamt Presse. Eine Regierung, die das Gesetz befolgt, würde auch den Schreibenden ihre Arbeit erschweren, man würde sich ideologische Bevormundung viel weniger bieten lassen, als wenn dies im Zusammenhang mit allgemeinem Fehlen einer Vorstellung von Rechtsprinzipien als noch harmlos erscheint.
Auch der Gürtelschläger schlägt für Merkel.

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Donnerstag, 19. April 2018
Gefühlte Bedeutung
In den Nachrichten des DLF wird die Feier der Staatsgründung Israels vermeldet, zwecks Ausgewogenheit und damit sich keiner aufregt, mit dem Vermerk, für hunderttausende Palästinenser bedeutet dieses Datum Vertreibung.
Jetzt ist schon die Bedeutung eine Nachricht, und gelogen ist sie nicht, dazu ist sie zu wenig sachlich. Wer vermittelt ihnen die Bedeutung, was war da los? So wie es sich anbedeutet, wurde Israel gegründet und deshalb die palästinensische Bevölkerung deportiert. Dass Israel am Tag nach der Gründung von den arabischen Nachbarn überfallen wurde und es das Ergebnis des Krieges ist, dass diese ansässigen Araber nicht bleiben konnten, weil es sonst kein Israel mehr gäbe, wäre wert gewesen zu erwähnen.
Doch wir haben ja aus der Geschichte gelernt, dass wir neue Juden brauchen.

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Mittwoch, 18. April 2018
Fahrlässigkeitsjustiz
Wieder die Justiz, immerhin gibt es diesmal eine Obduktion: „Nach dem Tod eines 15-Jährigen bei einer Schlägerei in Passau wird mit Spannung das Obduktionsergebnis erwartet. Die Rechtsmedizin in München hat den Leichnam untersucht, an diesem Mittwoch will die Polizei über das Ergebnis informieren. Bislang ist völlig unklar, ob der Jugendliche an den Folgen von Gewalt starb oder ob er möglicherweise unerwartet einer Krankheit erlag.“ So weit die FAZ.
Klar, man fällt wegen einer Schlägerei vor Schreck tot um. Schlägerei ist auch schon eine Verharmlosung, wenn es mehrere sind, die auf einen einprügeln. Unsere Justiz hat sich auf die Rechtsverbiegung geeinigt, dass es nur dann Mord sein könne, wenn die sich verabreden, um gemeinsam einen zu töten. Sonst gäbe es keinen Vorsatz. Und schon gar nicht ließe sich feststellen, wer den tödlichen Tritt oder Schlag vollzogen hätte.
Der Fehler liegt darin nicht zu sehen, dass Fahrlässigkeit nur dann gegeben wäre, wenn man als Schläger davon ausgeht, nur solche Schläge vorzunehmen, die üblicherweise nicht töten, oder beim finalen Schlag nicht wusste, dass es vorher schon welche gegeben hat, und die vorherigen nicht wussten, dass es noch mehr Schläge von anderen geben würde.
Eine Gruppe, die ungebremst schlägt, hat gemeinschaftlichen Mordvorsatz.

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Dienstag, 17. April 2018
Der Gartenzwerg als Sinnbild des hässlichen Deutschen
Der Gartenzwerg ist die Nemesis des deutschen Kulturbetriebes, der Inbegriff des deutschen Unwesens.
Warum? Wer ist der Gartenzwerg?
Deutschland ist typisch für den Gartenzwerg, das macht ihn schon mal typisch deutsch aus Sicht der Gartenzwerghasser. Aber er steht für noch mehr, nämlich für Arbeit im Garten. Wer ihn aufstellt, in den Garten, nicht auf die Fensterbank, baut Beete an, kümmert sich um Pflanzen und die Ernte, und das zuerst zum eigenen Bedarf. Das ist es, was dem Feuilletongeist total widerstrebt. Leute, die ihre eigene Arbeit realisieren. Die nicht nach Ideologie arbeiten, sondern nach realem Nutzen, und denen man nicht einmal mit abgehobenen Diskursen kommen kann, denen man also alles zu unterstellen hat, was man hasst.
Dafür steht der Gartenzwerg, der auch noch gutgelaunt guckt.

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