Mittwoch, 11. Februar 2026
Das Ende der Wiedervereinigung
Es mehren sich Überschriften, die eine Ansicht vermitteln, Ostdeutschland setze sich ab oder „Deutschland verliert den Osten“, wörtlich, also irgendwas mit Entfremdung. Die Zonenkinder-Autorin hat ein neues Buch und versucht, die Abkehr des Ostens von der Demokratie zu beleuchten. Da hat sie einen verständnisvollen, aber eben aus der Draufsicht gehaltenen Blick.
Neue Erklärungen und neue Experten, auch ältere in neuer Konstellation, zur Hochstufung des Ostens zum eigenen Phänomenbereich, das ist die neue Beschlusslage in der Pseudosphäre.
Was da nicht vorkommt: Die vermeintliche Abkehr von der Demokratie ist eine Sättigung des Demokratiegequatsches, davon haben die Ostdeutschen genug, einige und manche.
Um was es mit der medialen Aufbereitung geht, ist wohl eine Herabstufung von Wahlergebnissen zu Ostwahlergebnissen. Abspaltung des Unliebsamen, und wenn es sein muss, der Region. Das ist emotional leichter zu ertragen als das Eingeständnis des eigenen Westversagens.

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