Dienstag, 4. August 2026
Berechtigte Angst vor freien Medien
Dass in der alten Bundesrepublik, D-Mark-Zeit, ein Bundespräsident bei der anstehenden Ernennung von Ministern gesagt hätte, „nein, mache ich nicht, nicht von dieser Partei“, kann ausgeschlossen werden, auf diese Idee wäre niemand gekommen. Jetzt kommen Bewerberinnen auf genau diese Idee, sie werben damit, keine Minister zu ernennen, die nicht von den klassischen Parteien sind.
Was ist also inzwischen geschehen?
Die Vorstellungen von Demokratie und Freiheit und Rechtsstaat sind abhandengekommen und ersetzt durch Werbetexte. Die Werbetexter geben das Gerede vor, damit bestimmen sie und bestimmt die Art des Geredes, wer bei Hofe aufsteigt. Die Informationsgesellschaft ist ein Feudalsystem, das von freier Information bedroht wird.
Darum werden freie Journalisten und freie Medien als feindlich und gesichert gegnerisch eingestuft, die Angst vor ihnen ist berechtigt und begründet.

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Erinnern wir uns an die versteinerte Miene von dem österr. Bundespräsidenten Klestil, als er Vizekanzler Haider angeloben musste!
Viele Politologen haben seither diesen "Ausrutscher" des damaligen BP analysiert und für dumm gefunden. Da selbst der direkt vom Volk gewählte österr. BP nur eine protokollarische Funktion hat (jetzt sehen wir von einem Krieg, der das neutrale Österr. heimsuchen könnte, ab, wo er nämlich theoretisch der Oberbefehlshaber des Heeres wäre), zeigt eine solche Geste eher nur Schwäche und Machtlosigkeit.
Ich würde auch einem dt. BP nicht empfehlen, sich so bloßzustellen.

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