Montag, 2. November 2026
Theater schafft sich ab
Entweder ist dem Korrespondenten vom Kulturradio etwas entgangen oder es kommt wirklich in dem Theaterstück nicht vor, er rezensiert das Stück „Putsch. Anleitung zur Abschaffung der Demokratie“ im Theater von Didi Hallervorden in Dessau. Handelt von na was wohl, eine Partei profitiert von dem Unmut und wird erst Koalitionspartner und dann Regierungsführung, dann werden alle Posten mit parteitreuen Leuten besetzt. Vorangegangen ein fehlgeschlagener Versuch der Bundeswehr, das Kanzleramt zu besetzen oder so, dann kommt aber ein charismatischer Moderator, der durch die langsame Übernahme führt.

Ja und?

Das ist das, was Grüne und SPD gemacht haben, wo ist jetzt der Putsch, wo die Abschaffung der Demokratie? Weil es die anderen machen? Das merken die Theatermacher nicht mehr?

So ein im Thema ähnliches Stück gab es schon vor vierzig Jahren von der Münchner Lach- und Schießgesellschaft, „Pinks an die Macht“ mit Jochen Busse und Sibylle Nicolai.
Kabarettistisch könnte man so was mal wieder bringen, aber man schafft es nicht mehr, weil man geblendet ist von der Bedeutung der Wichtigkeit im Sinne der Relevanz. Darunter macht man es nicht, und darunter hätte es auch keine indirekten Förderungen gegeben.

Die Demokratie ist insofern abgeschafft, als dass der Souverän offenbar nicht einmal mehr als Chor vorkommt.

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