Freitag, 3. Mai 2019
Panikattacken
Wenn so was abläuft wie die Ausladung des eingeladenen Chaim Noll durch die Friedrich-Ebert-Stiftung oder Ähnliches nach gleichem Muster, dann hat eigentlich erst einmal keiner was davon, es nützt gar nichts, nicht einmal aus linker Sicht, die Lesung abzusagen und die Debatte zu unterbinden; hätte nichts geschadet und die Absage bringt nichts, auch der Imagegewinn durch das Zeigen von Zivilcourage ist nicht so hoch wie der Imageschaden, weil man nicht in der Lage ist, mit jemandem zu reden.

So ist es jedenfalls in einem normalen Land.

Bei uns bringt man sich mit so etwas in Sicherheit, mittlerweile. Denn das Risiko, dass es heißt: „So einem geben Sie, ja Sie, ein Forum, wissen Sie denn, wer den gutfindet?“ geht niemand mehr ein. Niemand, der einen Posten zu verlieren hat. Denn bei der Verlängerung oder Neuausschreibung hätte man einen Makel. Weil man denunziert wurde, also denunzierbar ist. Lieber denunziert man selbst und zeigt, dass man zu den Denunzierfähigen gehört.

Für Manche ist das neu.

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Dienstag, 12. März 2013
Es war nicht alles schlecht in der DDR
Eigentlich schon, es war alles schlecht, aber Manches war besser.

Gesehen an einem Haus, an dem seit Ewigzeiten gebaut wird: Offenbar dem linken Spektrum zuzurechnende Aktivistengruppen, die vielleicht nur aus einem Einzelnen bestehen, haben an den Eingang eine Parole gemalt des Inhalts "Mein? Dein? Das sind doch bürgerliche Kategorien."

Ein Plädoyer für bürgerliche Kategorien zweifellos, gemeint ist aber, dass sie mehr abhaben wollen vom gesellschaftlichen Reichtum und meinen, die bürgerliche Ordnung stünde dem im Wege.

Ja, die entwickelte sozialistische Gesellschaft wäre was für die gewesen.
Dann hätte man sie inzwischen ausfindig gemacht und wegen Schädigung sozialistischen Eigentums eingebuchtet.

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