Montag, 17. Juni 2024
Strategiespiel
Unsere gemäßigt grüne Bundesbildungsministerin gibt gerade ein Beispiel dafür ab, wie ein Konflikt erstens falsch eingeschätzt wird und zweitens mit verschiedenen Kampftechniken ausgetragen. Eine Staatssekretärin wurde nun gefeuert, und die Ministerin denkt wohl, jetzt ist Dampf aus dem Kessel genommen, die Wogen werden geglättet, Entschärfung tritt ein. Das ist nichts, was vorkommt.
Die linken Kampfakademiker werden davon nur noch weiter gefüttert und motiviert. Denen geht es nicht darum, etwas Inhaltliches zu verhandeln. Darum war der Versuch, das Streichen von Geldern anzudrohen, untauglich; der Gedanke war gewiss, das, was bisher läuft, andersherum zu tun. Wer konform ist, kriegt Geld, also wendet man diese Methode andersherum an, dann werden die sich schon danach richten, aber nein, das läuft so nicht.
Das Geld, was die kriegen, wird nicht bewilligt, sondern erpresst. Man kann den Erpresser nicht durch das Unterlassen von Zahlungen zu irgendetwas zwingen oder eine solche Sanktion androhen. Man kann das Geld für dessen Ergreifung aussetzen, das geht, oder alles, was die reale Szene verändert, unternehmen, aber wenn man in der Inszenierung bleibt, verliert man immer, weil die Gegenseite nicht diese Regeln braucht.
Das ist die Lage an den Universitäten und nicht nur da.

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