Sonntag, 4. Januar 2026
Showroom
Mister President könnte jetzt seinen Friedensnobelpreis verspielt haben, das Komitee könnte meinen, jemand, der einen umstrittenen Angriff führen lässt, kann keinen kriegen trotz anderer Verdienste. Fehlender Ehrgeiz wird ihn aber nicht bewogen haben.
Wir betrachten hier ja die Geschehnisse vorzugsweise szenisch, unter dramaturgischen Gesichtspunkten, und da ist festzustellen, dass Mister President hiermit oder beim Gespräch mit dem neugewählten Bürgermeister von New York oder den sonstigen Gipfeln immer eines durchweg schafft: dass es seine Show ist.
Das ist durchaus von demokratischem Wert. Kanzler und Kommissare möchten medial gerühmt werden oder als beliebt dargestellt, davon haben die Wähler gar nichts. Der Kaiser, der in der Sonne reitet, lässt sich die Show machen.
Man muss dem, dessen Show es ist, nicht blind vertrauen, aber mit allen bürgerschaftlichen Vorbehalten dann doch so weit, dass man in einem berechenbaren Raum seine eigenen Angelegenheiten ausüben kann.

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