Montag, 16. Februar 2026
Preislose Courage
tagesschauder, 10:58h
Wer es noch nicht getan hat, gucke die Martenstein-Rede, lesen geht schneller, aber besser ist gucken.
Man sieht, wie aufgewühlt er ist, die Sache ist ihm ernst. Und man sieht das Publikum, das man eigentlich nie sehen will, die Kulturkaste mit Vielfaltsehnsucht. Die Masse gegen einen, einer gegen alle. Die sind mehr, der ist besser.
Buh-Zwischenrufe und Buh-Rufe am Ende, auch ein Ruf, er habe die Redezeit überschritten, ertönt in völliger Selbstgewissheit, dass man das, was man nicht hören will, auch nicht zu hören braucht.
Die Dramaturgie der Rede entspricht der Situation, er kommt nicht an mit nicht so schlimm und erst mal sehen, sondern erklärt und benennt die Antidemokraten im Publikum als Problem für die Demokratie. Damit können die nicht umgehen.
Der Mann verdient den Zivilcouragenobelpreis.
Und der Theaterprozess ersetzt das juristische Verfahren, wie bei „Geheimtreffen“. Dass die Veranstaltung „Prozess gegen Deutschland“ betitelt ist, sagt auch etwas über die.
Man sieht, wie aufgewühlt er ist, die Sache ist ihm ernst. Und man sieht das Publikum, das man eigentlich nie sehen will, die Kulturkaste mit Vielfaltsehnsucht. Die Masse gegen einen, einer gegen alle. Die sind mehr, der ist besser.
Buh-Zwischenrufe und Buh-Rufe am Ende, auch ein Ruf, er habe die Redezeit überschritten, ertönt in völliger Selbstgewissheit, dass man das, was man nicht hören will, auch nicht zu hören braucht.
Die Dramaturgie der Rede entspricht der Situation, er kommt nicht an mit nicht so schlimm und erst mal sehen, sondern erklärt und benennt die Antidemokraten im Publikum als Problem für die Demokratie. Damit können die nicht umgehen.
Der Mann verdient den Zivilcouragenobelpreis.
Und der Theaterprozess ersetzt das juristische Verfahren, wie bei „Geheimtreffen“. Dass die Veranstaltung „Prozess gegen Deutschland“ betitelt ist, sagt auch etwas über die.
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fritz_,
Montag, 16. Februar 2026, 17:28
Viele haben darauf hingewiesen, dass diese Rede ein Bundespräsident (m/w/d) hätte halten können, aber bisher nicht hielt. Einem Weizsäcker hätte man es zugetraut, auch ein Herzog hätte es hinbekommen, sogar Köhler hatte seine Momente und Gauck sowieso. Once upon a time in the West.
Ersatzweise hat der Kolumnist die Rede geredet und er hat es gut gemacht, eingeladen und geduldet bei einer Theaterfarce sehr guter Menschen, ein tagelanger, im Ansatz auf Selbstbefriedigung ausgelegter riesengroßer Stuhlkreis, auch gut gemacht – wie eine zu Ende gedachte Tyrannei der Dömmsten, der Stuhlkreisigen und der Dreiviertels-Schauspieler, aber in der lauen Luft eines unsdemokratischen Wohlbefindens erschlafft das Vermögen, zu Schlüssen oder gar zum Schluss zu kommen.
Ersatzweise hat der Kolumnist die Rede geredet und er hat es gut gemacht, eingeladen und geduldet bei einer Theaterfarce sehr guter Menschen, ein tagelanger, im Ansatz auf Selbstbefriedigung ausgelegter riesengroßer Stuhlkreis, auch gut gemacht – wie eine zu Ende gedachte Tyrannei der Dömmsten, der Stuhlkreisigen und der Dreiviertels-Schauspieler, aber in der lauen Luft eines unsdemokratischen Wohlbefindens erschlafft das Vermögen, zu Schlüssen oder gar zum Schluss zu kommen.
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