Donnerstag, 19. Februar 2026
Entfremdete Mentalität
Hier zwei Beispiele für Bedingungen, unter denen die Handelnden glauben, sich richtig zu verhalten, aber nicht einmal das aus ihrer Sicht Richtige tun.

Neue Zeitung geht, zeitungsdeutsch formuliert, an den Start, Werbekunden würden gern, fürchten aber, in die Ecke der neuen Zeitung gestellt zu werden, die selbstverständlich den Hass des herrschenden Westfeuilletons abkriegt, darum machen die es ja. Das wäre der Sinn der Werbung, auffallen, den Lesern und Kunden das Signal geben, hier, wir machen es für euch. Aber die Signale, die gesetzt werden dürfen, sind festgelegt.

In Baden-Württemberg ist Wahlkampf, die CDU will keine kontroversen Themen, darum will die Bundes-CDU die Klimazielkorrekturen erst hinterher, damit nicht Cem Özdemir ein Wahlkampfthema hat. Die Frage, die sich auftut, lautet: Geht's noch? Das wäre ein wunderbares Wahlkampfthema, ein Gewinnerthema. So was kennt man bei der CDU gar nicht mehr, und wenn, möchte man nicht mit Gewinnerthemen provozieren. Wozu soll man die noch wählen. Der Spitzenkandidat, der momentan als Favorit gilt, verliert völlig zu Recht.

Beide Beispiele haben gemeinsam, dass lieber nicht gemacht wird, was der eigenen Situation nach richtig wäre. Die Entfremdung von der Lebenswirklichkeit ist sowohl Methode als auch Effekt totalitärer Mentalität.

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