Mittwoch, 19. August 2026
Was wir wissen und was wir nicht wissen
tagesschauder, 11:01h
Hier ein Beispiel, das wir nur aus strukturellen und nicht aus inhaltlichen Gründen heranziehen, es geht uns hierbei nicht um das behandelte Thema, nur darum, wie darüber geschrieben und erwidert wird, genauer gesagt geht es vorrangig um die Erwiderung. Die ist nämlich wichtiger als die Nachricht.
Aber was, wenn die Erwiderung so unglaubwürdig einseitig und vorab festgelegt erscheint?
Also, da sagen Internetautoren, Springer verbreitet Gräuelmärchen über die russische Armee und macht damit Kriegspropaganda. Wir würden gerne glauben, dass diese Schilderungen falsch sind, aber aus der Erwiderung gehen keine Gründe hervor außer, dass wir keine Kriegspropaganda wollen.
Wir sind also schlechter informiert als vorher.
Man tut gut daran, Informationen aus einem Krieg nicht so zu glauben, wie sie übermittelt werden. Auskünfte von der Macht, auch noch Selbstauskünfte, sind nie eine glaubwürdige Quelle. Das heißt aber nicht, dass das Gegenteil richtig wäre.
Wir können immerhin uns klarmachen, nur eingeschränkte Informationen erhalten zu haben, bestenfalls aus mehreren Seiten. Wir können darauf schauen, ob diese in sich schlüssig oder in sich widersprüchlich sind. Wir können abgleichen, wie sehr die gegebenen Tatsacheninformationen in die Absicht passen; je mehr sie mit der Absicht übereinstimmen, desto vorsichtiger sollte man sein. Und man kann die Emotion herausrechnen. Was bleibt, wenn die Emotionalisierung weg ist?
Diese Testfragen können uns in die Richtung bringen, in der wir dem Pfad zur Wahrheitssuche näherkommen.
Aber was, wenn die Erwiderung so unglaubwürdig einseitig und vorab festgelegt erscheint?
Also, da sagen Internetautoren, Springer verbreitet Gräuelmärchen über die russische Armee und macht damit Kriegspropaganda. Wir würden gerne glauben, dass diese Schilderungen falsch sind, aber aus der Erwiderung gehen keine Gründe hervor außer, dass wir keine Kriegspropaganda wollen.
Wir sind also schlechter informiert als vorher.
Man tut gut daran, Informationen aus einem Krieg nicht so zu glauben, wie sie übermittelt werden. Auskünfte von der Macht, auch noch Selbstauskünfte, sind nie eine glaubwürdige Quelle. Das heißt aber nicht, dass das Gegenteil richtig wäre.
Wir können immerhin uns klarmachen, nur eingeschränkte Informationen erhalten zu haben, bestenfalls aus mehreren Seiten. Wir können darauf schauen, ob diese in sich schlüssig oder in sich widersprüchlich sind. Wir können abgleichen, wie sehr die gegebenen Tatsacheninformationen in die Absicht passen; je mehr sie mit der Absicht übereinstimmen, desto vorsichtiger sollte man sein. Und man kann die Emotion herausrechnen. Was bleibt, wenn die Emotionalisierung weg ist?
Diese Testfragen können uns in die Richtung bringen, in der wir dem Pfad zur Wahrheitssuche näherkommen.
... link (0 Kommentare) ... comment
... older stories