Mittwoch, 28. Januar 2026
Wahlangebot
tagesschauder, 10:52h
Vorhin gab es den neuen Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt zu sehen, macht die CDU das eigentlich absichtlich, Typen zu nehmen, die an verfressene Abteilungsleiter erinnern? Vielleicht hat der da ein Ansehen als Wirtschaftsminister, ein Aussehen hat er nicht.
Das wäre nicht weiter schlimm bei unbestrittenen Kompetenzen oder auch bestrittenen, aber vorhandenen.
So weit müsste man doch mitdenken, dass, wenn man keinen Instagram-Wahlkampf machen möchte, trotzdem nicht auf Charisma verzichten kann und besonders dann nicht.
Auch dies wäre nicht schlimm, wer braucht schon charismatische Führer, aber die CDU müsste doch in der Lage sein, wirksame Personen zu finden, so möchte man meinen. Dass dies ganz offenkundig nicht so ist, das ist das Schlimme, und dass man es in der CDU nicht für nötig hält. Den Wählern ein brauchbares Wahlangebot zu machen, das in der Person des Spitzenkandidaten manifestiert ist, das hält man gar nicht mehr für wichtig.
Man möchte sich vielleicht nicht als Konkurrenz exponieren und als für Wähler attraktiv auffallen.
Das wäre nicht weiter schlimm bei unbestrittenen Kompetenzen oder auch bestrittenen, aber vorhandenen.
So weit müsste man doch mitdenken, dass, wenn man keinen Instagram-Wahlkampf machen möchte, trotzdem nicht auf Charisma verzichten kann und besonders dann nicht.
Auch dies wäre nicht schlimm, wer braucht schon charismatische Führer, aber die CDU müsste doch in der Lage sein, wirksame Personen zu finden, so möchte man meinen. Dass dies ganz offenkundig nicht so ist, das ist das Schlimme, und dass man es in der CDU nicht für nötig hält. Den Wählern ein brauchbares Wahlangebot zu machen, das in der Person des Spitzenkandidaten manifestiert ist, das hält man gar nicht mehr für wichtig.
Man möchte sich vielleicht nicht als Konkurrenz exponieren und als für Wähler attraktiv auffallen.
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Dienstag, 27. Januar 2026
Fälscher und Gefälschte
tagesschauder, 11:03h
Auch im Kulturfunk gehört, Warnung, dass die von Künstlicher Intelligenz erzeugten Bilder in historischer Anmutung kaum mehr von echten historischen Aufnahmen zu unterscheiden sind, so dass viel angerichtet werden könnte, wie man sich denken kann.
War die Phase der Fotos als dokumentarisches Material also nur eine Zwischenzeit, fotografische Bilder haben wieder nur noch die Beweiskraft wie von Gemälden und Zeichnungen, was es zu sehen gibt, kann wirkmächtig falsch oder richtig sein und zu Recht oder zu Unrecht geglaubt oder nicht geglaubt werden.
Das Problem ist aber nicht die Künstliche Intelligenz, sondern vermittelte und erworbene Bildung. Wem kann man was glauben? Den Lehrern? Den Lehrerinnen? Den Lehrkräften? Was wissen die schon?
Die nun diese Fälschungsmöglichkeiten monieren, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit dieselben, die sich selbst die Deutungsmacht zuweisen und fürchten, andere könnten das Gleiche machen wie sie.
Dazu passend die parteinahe Wut auf NiUS und solche Portale. Deren provokative Kraft und Gefährlichkeit liegt zwar auch darin, Dinge zu sagen, von denen gewollt wird, dass sie nicht gesagt werden, aber mehr noch in der professionellen und zugleich nahbaren Art der Präsentation; da reden normale Leute normal über die Sachen, die es zu besprechen gilt, man könnte hingehen und sie fragen, theoretisch, die stehen als Person für das, was sie sagen.
Die Herrschenden könnten viel leichter damit umgehen, wenn eine hassverzerrte Anti-Renate-Künast oder ein Anti-Restle ins Klischee passen würde.
Doch so ist Daniel Günther der Fake.
War die Phase der Fotos als dokumentarisches Material also nur eine Zwischenzeit, fotografische Bilder haben wieder nur noch die Beweiskraft wie von Gemälden und Zeichnungen, was es zu sehen gibt, kann wirkmächtig falsch oder richtig sein und zu Recht oder zu Unrecht geglaubt oder nicht geglaubt werden.
Das Problem ist aber nicht die Künstliche Intelligenz, sondern vermittelte und erworbene Bildung. Wem kann man was glauben? Den Lehrern? Den Lehrerinnen? Den Lehrkräften? Was wissen die schon?
Die nun diese Fälschungsmöglichkeiten monieren, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit dieselben, die sich selbst die Deutungsmacht zuweisen und fürchten, andere könnten das Gleiche machen wie sie.
Dazu passend die parteinahe Wut auf NiUS und solche Portale. Deren provokative Kraft und Gefährlichkeit liegt zwar auch darin, Dinge zu sagen, von denen gewollt wird, dass sie nicht gesagt werden, aber mehr noch in der professionellen und zugleich nahbaren Art der Präsentation; da reden normale Leute normal über die Sachen, die es zu besprechen gilt, man könnte hingehen und sie fragen, theoretisch, die stehen als Person für das, was sie sagen.
Die Herrschenden könnten viel leichter damit umgehen, wenn eine hassverzerrte Anti-Renate-Künast oder ein Anti-Restle ins Klischee passen würde.
Doch so ist Daniel Günther der Fake.
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Montag, 26. Januar 2026
Staatsbürgerkundeunterrichtstheater
tagesschauder, 10:57h
Notierenswert dies, im Kulturradio ist ein Theaterkritiker nicht begeistert von einer Inszenierung eines Regisseurs, den der Moderator als politischen Aktivisten vorstellt, Linkspartei, echte Aktivisten auf der Bühne und so was, mit einem Titel aus dem klassischen Repertoire. Der Rezensent sagt, wie Staatsbürgerkunde-Unterricht. Der Moderator kann es kaum glauben und fragt noch einmal nach, als ob er dem Kritiker die Chance geben möchte, sich zu relativieren, der geht aber nur noch weiter in die kritische Tiefe.
So scharf habe man ihn noch nicht erlebt, meint der Moderator zum Ende des Gesprächs.
Tja. Irgendwann reicht es eben, dann wird sogar den Kulturleuten die Politik zu viel, dann genügt die Ambition nicht mehr, um das Werk gut zu finden, obschon man es müsste.
Dass Parteifinanzierung als Kulturförderung getarnt wird, so weit ist die Sagbarkeit nun doch noch nicht verschoben.
So scharf habe man ihn noch nicht erlebt, meint der Moderator zum Ende des Gesprächs.
Tja. Irgendwann reicht es eben, dann wird sogar den Kulturleuten die Politik zu viel, dann genügt die Ambition nicht mehr, um das Werk gut zu finden, obschon man es müsste.
Dass Parteifinanzierung als Kulturförderung getarnt wird, so weit ist die Sagbarkeit nun doch noch nicht verschoben.
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Sonntag, 25. Januar 2026
Geistig-moralische Zeitenwende
tagesschauder, 11:36h
Der Internetautor Danisch hat was, von dem wir und viele vielleicht bisher nur höchstens wenig gehört haben, in England führt die KI-Figur Amelia den mentalen Widerstand an. Diese Figur wurde von Werbetextern erfunden, um die dummen britischen Unlinken zu charakterisieren, das ging nach hinten los, Amelia is rigght, heißt es, und neue Videos lassen sie sagen, was Phase ist. Glasnost durch Künstliche Intelligenz.
Eine deutsche Variante ist generiert, Erika, kann man machen. Der Nachteil gegenüber Amelia ist die fehlende Vorgeschichte, das Umwenden der Propaganda, und deutsche Adaptionen sind meistens wie deutsche Adaptionen. Amelia kann an einen Nationalstolz anbinden, der eine positive Tradition hat und immer so stark war, in Comedy veralbert werden zu können, wogegen wir nur Antinationalstolz haben, der die Comedy befüttert.
Eigentlich braucht man nur Amelia, auch wenn sie britisch und nicht deutsch ist.
Aber das ist doch ganz sicher eine und die Zeitenwende, das hält auch Hadmut Danisch dafür, weil die Wirkung auf die Mentalität die staatliche Propaganda deklassiert. Die Deutungsherrschaft kann gebrochen werden. Das ist die geistig-moralische Wende, Geschichte wird im Netz geschrieben.
https://www.danisch.de/blog/2026/01/25/amelia-wie-internet-und-ki-eine-politische-zeitenwende-einleiten/#more-73219
Eine deutsche Variante ist generiert, Erika, kann man machen. Der Nachteil gegenüber Amelia ist die fehlende Vorgeschichte, das Umwenden der Propaganda, und deutsche Adaptionen sind meistens wie deutsche Adaptionen. Amelia kann an einen Nationalstolz anbinden, der eine positive Tradition hat und immer so stark war, in Comedy veralbert werden zu können, wogegen wir nur Antinationalstolz haben, der die Comedy befüttert.
Eigentlich braucht man nur Amelia, auch wenn sie britisch und nicht deutsch ist.
Aber das ist doch ganz sicher eine und die Zeitenwende, das hält auch Hadmut Danisch dafür, weil die Wirkung auf die Mentalität die staatliche Propaganda deklassiert. Die Deutungsherrschaft kann gebrochen werden. Das ist die geistig-moralische Wende, Geschichte wird im Netz geschrieben.
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Samstag, 24. Januar 2026
Werbetheater
tagesschauder, 11:00h
Wenn man als gedankliche Prämisse den Verdacht hegt, beispielsweise alle Hundebesitzer hätten sich zu einem Machtkartell zusammengefunden, das die Dinge steuert oder danach strebt, wird man immer eine Bestätigung finden, wenn bei einer Machtausübung oder versuchten Einflussnahme sich zeigt: ach, der hat auch einen Hund!
Wenn man eine solche eigene Prämisse nicht als gesichert behandelt, sondern als Möglichkeit, die einiges erklären würde, dann schreckt man auf, wenn der Kongress der Hundezüchter fordert, sagen wir eine Zuckersteuer einzuführen, dann bekommen wir doch zu Recht einen Schrecken; wieso die, was für eine Macht maßen die sich an.
Und so eine Meldung ist auf Apollo-News, die Werbebranche fordert weitere Ausgrenzung der Gegenpartei. Was? Wirbt die nicht oder wie?
Wir haben hier und anderenorts schon öfters die Werbetexter als die herrschende Klasse, als das Zentralkomitee, vermutet, weil in der Informationsgesellschaft Informationen gesteuert werden und weil alles als Werbespruch und Präsentation vermittelt wird, an allem verdienen Werbetexter und sie bestimmen, wer was wird, zumindest streben sie es an. Die gibt es nicht nur als Wolke, die sind Personen, die machen t-online und kassieren Regierungsgeld, aber so direkt und offenkundig traten sie noch nicht hervor.
Nun also wieder mal rechtgehabt.
Wenn man eine solche eigene Prämisse nicht als gesichert behandelt, sondern als Möglichkeit, die einiges erklären würde, dann schreckt man auf, wenn der Kongress der Hundezüchter fordert, sagen wir eine Zuckersteuer einzuführen, dann bekommen wir doch zu Recht einen Schrecken; wieso die, was für eine Macht maßen die sich an.
Und so eine Meldung ist auf Apollo-News, die Werbebranche fordert weitere Ausgrenzung der Gegenpartei. Was? Wirbt die nicht oder wie?
Wir haben hier und anderenorts schon öfters die Werbetexter als die herrschende Klasse, als das Zentralkomitee, vermutet, weil in der Informationsgesellschaft Informationen gesteuert werden und weil alles als Werbespruch und Präsentation vermittelt wird, an allem verdienen Werbetexter und sie bestimmen, wer was wird, zumindest streben sie es an. Die gibt es nicht nur als Wolke, die sind Personen, die machen t-online und kassieren Regierungsgeld, aber so direkt und offenkundig traten sie noch nicht hervor.
Nun also wieder mal rechtgehabt.
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Freitag, 23. Januar 2026
Demokratische Stärke
tagesschauder, 11:34h
Auf WeLT.de wird gesagt, bei Markus Lanz wurde gesagt, „Dass wir freiwillig Macht an ‚komische supranationale Institution‘ abgeben, versteht Trump nicht“, der Artikel sagt: „Trump betrachtet den Staatenbund der Europäischen Union nicht als Stärke, sondern als Schwäche. So erklärt sich für Ex-Kanzleramtsminister Wolfgang Schmidt (SPD), warum der US-Präsident grundsätzlich mit Europa fremdelt.“
Na so was.
Wir haben Macht abgegeben, die wir gar nicht hatten, wir als Staat oder Regierung, und nun haben wir eine Macht über uns, wir als Bürger und Volk. Was soll man daran wollen.
Ganz oben sind EU-Behörden und Regelungen und Geldverschiebungen, unten führen Zivilgesellschaften mit beschränkter Haftung aus, und dazwischen gibt es was, wo gewählt werden kann.
Für einen Kanzleramtsminister eine wünschenswerte Vorstellung.
Na so was.
Wir haben Macht abgegeben, die wir gar nicht hatten, wir als Staat oder Regierung, und nun haben wir eine Macht über uns, wir als Bürger und Volk. Was soll man daran wollen.
Ganz oben sind EU-Behörden und Regelungen und Geldverschiebungen, unten führen Zivilgesellschaften mit beschränkter Haftung aus, und dazwischen gibt es was, wo gewählt werden kann.
Für einen Kanzleramtsminister eine wünschenswerte Vorstellung.
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Donnerstag, 22. Januar 2026
Geschlossene Obergesellschaft
tagesschauder, 11:13h
Dem Vernehmen nach wurde eine Reporterin für NiUS zu einem Filmfest erst akkreditiert und dann wieder entakkreditiert. Hotelkosten werden übernommen, was auch einklagbar gewesen wäre nach BGB, wenn wir uns recht erinnern.
Die wurde ja nicht ausgeladen, weil man Angst hatte, sie könnte kritisch berichten oder irgendwas sagen, was sie nicht soll. Sondern weil sie einen Beitrag gemacht hätte, wie er auch bei allen anderen zu sehen oder zu lesen sein könnte. Das ist, was nicht geht.
Im Bild und im Selbstverständnis des Wustes gibt es außerhalb der eigenen Geschlossenheit nichts. Keine Medien, keine Parteien, keine alternative Zivilgesellschaft. Der Wust erzählt sich selbst immer wieder, dass es nur ihn und die enthaltenen Gruppen gibt, und rechtfertigt sich mit Werten, die nur er garantiere.
Insofern ist die Ausladung aus Sicht des Wustes nur folgerichtig, denn das wäre der Anfang, Konkurrenz auf allen anderen Ebenen zuzulassen. So hat es bei ihnen selbst angefangen, diesen Anfängen wehren sie aus einem Rest von natürlicher Reaktionsfähigkeit.
Die wurde ja nicht ausgeladen, weil man Angst hatte, sie könnte kritisch berichten oder irgendwas sagen, was sie nicht soll. Sondern weil sie einen Beitrag gemacht hätte, wie er auch bei allen anderen zu sehen oder zu lesen sein könnte. Das ist, was nicht geht.
Im Bild und im Selbstverständnis des Wustes gibt es außerhalb der eigenen Geschlossenheit nichts. Keine Medien, keine Parteien, keine alternative Zivilgesellschaft. Der Wust erzählt sich selbst immer wieder, dass es nur ihn und die enthaltenen Gruppen gibt, und rechtfertigt sich mit Werten, die nur er garantiere.
Insofern ist die Ausladung aus Sicht des Wustes nur folgerichtig, denn das wäre der Anfang, Konkurrenz auf allen anderen Ebenen zuzulassen. So hat es bei ihnen selbst angefangen, diesen Anfängen wehren sie aus einem Rest von natürlicher Reaktionsfähigkeit.
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Mittwoch, 21. Januar 2026
Entschwörungsmutmaßung
tagesschauder, 11:20h
Auf NiUS schreibt Ralf Schuler Interessantes darüber, wie die Gerichte, die sich mit der Klage auf Einsicht in die Stasi-Akte der späteren Kanzlerin befassen, ständig wechseln, also die Besetzung wird ausgetauscht, und nicht gerade so, dass die persönlichen Verflechtungen unverdächtiger würden. Die Alt-Kanzlerin stimmt einer Veröffentlichung oder Einsicht nicht zu, was sie nicht muss. Hingewiesen wird auch auf den Befund von Hubertus Knabe, dass es in anderen Akten einen üblichen Hinweis, wenn ein IM unbekannterweise über einen anderen IM etwas berichtet, nicht gibt, was ein sehr sicheres Zeichen ist, dass die beobachtete Person, Angie, nicht IM ist und nicht IM Erika.
Wozu passt das nun dramaturgisch?
Die Kanzlerin schützt nicht sich.
Es wäre leicht, sich als Abgeschöpfte und Beobachtete zu zeigen. Aber abgeschöpft und beobachtet von wem, da gibt es Interessen.
Das Unterlagengesetz gibt leider nicht her, die Verflechtungen der Richter offenzulegen. Die brauchen gar nicht selbst zu wissen, welche Informationen sie bewahren, sie brauchen nur mit denen in Verbindung zu stehen, die es erwarten.
Wozu passt das nun dramaturgisch?
Die Kanzlerin schützt nicht sich.
Es wäre leicht, sich als Abgeschöpfte und Beobachtete zu zeigen. Aber abgeschöpft und beobachtet von wem, da gibt es Interessen.
Das Unterlagengesetz gibt leider nicht her, die Verflechtungen der Richter offenzulegen. Die brauchen gar nicht selbst zu wissen, welche Informationen sie bewahren, sie brauchen nur mit denen in Verbindung zu stehen, die es erwarten.
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Dienstag, 20. Januar 2026
Showgrößen
tagesschauder, 11:09h
Die Kaulitz-Zwillinge übernehmen Wetten dass.
Als Witz wäre das nicht komisch, als Meldung dagegen sehr. Verstörend und beklemmend. Wer kommt auf so was?
Niemand, genau das ist das Entscheidungsgremium. Da versteht niemand, was Fernsehen ist, was Show ist, man denkt, man kriegt eine Zielgruppe.
Wetten dass war eine Thomas-Gottschalk-Show. Nicht nur im Ergebnis oder als das, wie wir sie in Erinnerung haben und unweigerlich mit Thomas Gottschalk in Verbindung bringen, sondern die Show zur Person, die im großen Format, genau wie im kleinen Format die Late-Night-Show, bei der die Redakteure immer versucht haben, ein großes Format daraus zu machen.
Es liegt wohl auch an der Verächtlichmachung Thomas Gottschalks, dass man die Kaulitze als Nachfolger in Betracht ziehen konnte.
Im Fernsehen gab es schon größere Missgriffe, aber erst seit Jan Böhmermann.
Als Witz wäre das nicht komisch, als Meldung dagegen sehr. Verstörend und beklemmend. Wer kommt auf so was?
Niemand, genau das ist das Entscheidungsgremium. Da versteht niemand, was Fernsehen ist, was Show ist, man denkt, man kriegt eine Zielgruppe.
Wetten dass war eine Thomas-Gottschalk-Show. Nicht nur im Ergebnis oder als das, wie wir sie in Erinnerung haben und unweigerlich mit Thomas Gottschalk in Verbindung bringen, sondern die Show zur Person, die im großen Format, genau wie im kleinen Format die Late-Night-Show, bei der die Redakteure immer versucht haben, ein großes Format daraus zu machen.
Es liegt wohl auch an der Verächtlichmachung Thomas Gottschalks, dass man die Kaulitze als Nachfolger in Betracht ziehen konnte.
Im Fernsehen gab es schon größere Missgriffe, aber erst seit Jan Böhmermann.
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Montag, 19. Januar 2026
Politik von Interesse
tagesschauder, 10:39h
Gerade war zu lesen, Annalena Baerbock sagt, die USA schießen sich ins eigene Knie.
Die ist ja immer noch da und was Wichtiges.
Wer sich über Trump aufregt, davon soll es mehrere geben, verwechselt Ursache und Wirkung. So ein Annalenachen-Gequatsche war der Grund oder besser der Ausdruck des Grundes, warum die Interessenpolitik mit den Prämissen der eigenen Interessen zurückkehrt. Schöner ist, wenn sich alle verstehen und im Gespräch kompromissbereit sind. Das funktioniert, wenn alle mitmachen und solange es Sicherungen gibt.
Wenn die Politik darin besteht, eigene Interessen aufzugeben, um gemocht zu werden, funktioniert es nicht. Nicht international und nicht in der Koalition.
Die ist ja immer noch da und was Wichtiges.
Wer sich über Trump aufregt, davon soll es mehrere geben, verwechselt Ursache und Wirkung. So ein Annalenachen-Gequatsche war der Grund oder besser der Ausdruck des Grundes, warum die Interessenpolitik mit den Prämissen der eigenen Interessen zurückkehrt. Schöner ist, wenn sich alle verstehen und im Gespräch kompromissbereit sind. Das funktioniert, wenn alle mitmachen und solange es Sicherungen gibt.
Wenn die Politik darin besteht, eigene Interessen aufzugeben, um gemocht zu werden, funktioniert es nicht. Nicht international und nicht in der Koalition.
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Sonntag, 18. Januar 2026
Autorenteamfilm
tagesschauder, 11:46h
Wir hatten hier schon zu dem Multikultikomödienfilm mit Hape Kerkeling befunden, das ist Stoff aus den Achtzigern, Streit um schweinefleischlosen Grill im Tennisclub. Wie nun zum Filmstart im Kulturradio zu erfahren war, ist der Stoff nur fünf Jahre alt, ein Theaterstück von Comedy-Autoren, soll überall auf allen städtischen Bühnen gelaufen sein. Wer also nie davon gehört hat: das kennen alle. Der Radiokritiker war übrigens unbegeistert, die Schauspieler seien gut, aber es gibt keinen Film her.
Fördermittelcomedy. Der Film muss gar nichts einspielen, das würde nur zur Rückzahlung von Filmförderung führen.
Der Abstieg von Hape Kerkeling ist also noch bitterer als gedacht, er darf gerade noch im Autorenteamfilm mittun, darum geht es jetzt nicht, sondern darum, dass die nur fünf Jahre die rasante Transformation offenlegen. Vor fünf Jahren ist schon genauso lange her wie die Achtziger. Heute würde das Erfolgsstück gar nicht mehr funktionieren oder nur unter Kulturfunktionären und der angeschlossenen Grüneria.
Immerhin, auch so kann Kultur uns den Spiegel vorhalten.
Fördermittelcomedy. Der Film muss gar nichts einspielen, das würde nur zur Rückzahlung von Filmförderung führen.
Der Abstieg von Hape Kerkeling ist also noch bitterer als gedacht, er darf gerade noch im Autorenteamfilm mittun, darum geht es jetzt nicht, sondern darum, dass die nur fünf Jahre die rasante Transformation offenlegen. Vor fünf Jahren ist schon genauso lange her wie die Achtziger. Heute würde das Erfolgsstück gar nicht mehr funktionieren oder nur unter Kulturfunktionären und der angeschlossenen Grüneria.
Immerhin, auch so kann Kultur uns den Spiegel vorhalten.
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Samstag, 17. Januar 2026
Günthergarten
tagesschauder, 10:51h
Wofür Daniel Günter repräsentativ steht, ist nicht nur, auch, die totalitäre Anmaßung des Staates ohne Grenzen, es ist zunächst die ausentwickelte Infantilisierung.
Wir haben seit über dreißig Jahren das Phänomen der infatilisierten Gesellschaft gesehen, erlebt und beschrieben bekommen, daran ist nichts neu, außer, dass nun die dritte Generation physisch erwachsen ist. Habenwollen und Kriegen durch Schreien, Bedürfnisbefriedigung ohne Verantwortung und Sucht nach ungestörter Beliebigkeit, das ist der gesellschaftliche Zustand, und dann werden diejenigen zu Führungsfiguren, die all das darstellen und zum Ausdruck bringen. Je nach Partei kreischend und schrill oder in ganzen Sätzen, solide und seriös dem Anschein nach, ohne intellektuelle Durchdringungskraft.
Immerhin versucht er noch, sich mit „hab ich gar nicht!“ herauszuwinden. Auch das ist nur noch eine Zwischenstufe.
Wir haben seit über dreißig Jahren das Phänomen der infatilisierten Gesellschaft gesehen, erlebt und beschrieben bekommen, daran ist nichts neu, außer, dass nun die dritte Generation physisch erwachsen ist. Habenwollen und Kriegen durch Schreien, Bedürfnisbefriedigung ohne Verantwortung und Sucht nach ungestörter Beliebigkeit, das ist der gesellschaftliche Zustand, und dann werden diejenigen zu Führungsfiguren, die all das darstellen und zum Ausdruck bringen. Je nach Partei kreischend und schrill oder in ganzen Sätzen, solide und seriös dem Anschein nach, ohne intellektuelle Durchdringungskraft.
Immerhin versucht er noch, sich mit „hab ich gar nicht!“ herauszuwinden. Auch das ist nur noch eine Zwischenstufe.
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Freitag, 16. Januar 2026
Konventioneller Seewolf
tagesschauder, 11:29h
Zu unser aller kulturellem Hintergrund gehört der Seewolf als Vierteiler im ZDF, jüngst gab es im Kulturradio die Lesung des Romans von Jack London, wodurch zu erfahren ist, worin die Serie abweicht von der literarischen Vorlage.
Die zerquetschte Kartoffel kommt auch schon im Roman vor.
Anders als in der Verfilmung gibt es geradezu ein Hollywood-Ending für unseren Protagonisten. Er flieht mit der anderen Schiffbrüchigen, beide kannten einander schon dem Namen nach, nachdem offenkundig, aber ohne dass zu viel gesagt würde, vom Kapitän die Gefahr sexualisierter Gewalt ausgeht.
Sie stranden auf einer felsigen Insel, bauen eine Hütte mit getrennten Schlafzimmern, später wird das Schiffswrack mitsamt dem Kapitän angespült, er ist schon krank, aber trachtet den beiden nach dem Leben.
Erst als die beiden mit dem Schiff aufs Meer fahren können und ihre Rettung ansteht, fallen sie sich in die Arme und sind das Liebespaar, das zu sein sie bestimmt sind.
Keine blaue Lagune oder Single-Island.
Das Auffällige hierbei ist, dass auch Seewolf Larsen, der völlig skrupellos ist und keine Kategorien von Moral kennt, nach heutiger Sicht die Konventionen beachtet und sich nicht sofort eben mal nimmt, was er braucht. In einer Szene ist er kurz davor, wird vom Protagonisten angegriffen, die Verletzung ermöglicht die Flucht der beiden, aber das Geschehen ist für heute weit unterhalb des Schwimmbades oder von Silvester.
Schlussfolgerungen über die Entwicklung der Zivilisation wären auch schon nicht mehr zeitgemäß.
Die zerquetschte Kartoffel kommt auch schon im Roman vor.
Anders als in der Verfilmung gibt es geradezu ein Hollywood-Ending für unseren Protagonisten. Er flieht mit der anderen Schiffbrüchigen, beide kannten einander schon dem Namen nach, nachdem offenkundig, aber ohne dass zu viel gesagt würde, vom Kapitän die Gefahr sexualisierter Gewalt ausgeht.
Sie stranden auf einer felsigen Insel, bauen eine Hütte mit getrennten Schlafzimmern, später wird das Schiffswrack mitsamt dem Kapitän angespült, er ist schon krank, aber trachtet den beiden nach dem Leben.
Erst als die beiden mit dem Schiff aufs Meer fahren können und ihre Rettung ansteht, fallen sie sich in die Arme und sind das Liebespaar, das zu sein sie bestimmt sind.
Keine blaue Lagune oder Single-Island.
Das Auffällige hierbei ist, dass auch Seewolf Larsen, der völlig skrupellos ist und keine Kategorien von Moral kennt, nach heutiger Sicht die Konventionen beachtet und sich nicht sofort eben mal nimmt, was er braucht. In einer Szene ist er kurz davor, wird vom Protagonisten angegriffen, die Verletzung ermöglicht die Flucht der beiden, aber das Geschehen ist für heute weit unterhalb des Schwimmbades oder von Silvester.
Schlussfolgerungen über die Entwicklung der Zivilisation wären auch schon nicht mehr zeitgemäß.
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Donnerstag, 15. Januar 2026
Offenkundige Nachrichten
tagesschauder, 09:06h
In den MDR-Radionachrichten hieß es, gegen die Pläne des Justizministeriums, den wegen Volksverhetzung Verurteilten das passive Wahlrecht zu entziehen, rege sich Widerspruch, es habe von jemandem geheißen, das gehe gegen die Grundlagen des Rechtsstaates, und jemand gab zu bedenken, das könne auch Linke betreffen.
Zwei gewichtige Argumente.
In den darauffolgenden Nachrichten kam die Meldung nicht mehr vor.
Jemandem muss etwas aufgefallen sein.
Zwei gewichtige Argumente.
In den darauffolgenden Nachrichten kam die Meldung nicht mehr vor.
Jemandem muss etwas aufgefallen sein.
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