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Samstag, 21. März 2026
Clanstrukturersatz
tagesschauder, 10:55h
Das war mal ein heiterer Aphorismus, „Links ist, das zu leben, dessen man andere bezichtigt“, jetzt ist das die offene Präsentation. Kein Chefredakteur, sondern geistig zurückgebliebener Menschenfeind, so wird Julian Reichelt tituliert auf einem umherfahrenden Schaufahrzeug. Die das machen, kommen sich absolut gut vor.
Jegliche Rhetorik von Hass und Hetze und Schimpfsprache und Kampf gegen Sprachverrohung und für Randgruppen wird damit als verlogen offenbart, und die haben kein Problem damit.
Wir sind unterhalb des Ideologischen angekommen, eine Ideologie müsste noch eine innere Logik haben, wenigstens doppelte Maßstäbe. Aber es geht nur noch um Cluster, um Zugehörigkeit oder nicht. Clanersatz. Jemand von uns oder nicht, unsere Gruppe oder Feind. Die Gesinnung ist nur noch Zutrittsparole oder eben nicht.
Niederschmetternder als das ist indes die Wirkung, die es auf viele tatsächlich hat, die lassen sich einstellen und wissen dann, wenn sie was von Julian Reichelt vernehmen: ach, von dem nicht.
Jegliche Rhetorik von Hass und Hetze und Schimpfsprache und Kampf gegen Sprachverrohung und für Randgruppen wird damit als verlogen offenbart, und die haben kein Problem damit.
Wir sind unterhalb des Ideologischen angekommen, eine Ideologie müsste noch eine innere Logik haben, wenigstens doppelte Maßstäbe. Aber es geht nur noch um Cluster, um Zugehörigkeit oder nicht. Clanersatz. Jemand von uns oder nicht, unsere Gruppe oder Feind. Die Gesinnung ist nur noch Zutrittsparole oder eben nicht.
Niederschmetternder als das ist indes die Wirkung, die es auf viele tatsächlich hat, die lassen sich einstellen und wissen dann, wenn sie was von Julian Reichelt vernehmen: ach, von dem nicht.
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Freitag, 20. März 2026
Zwei Kinoerlebnisse
tagesschauder, 10:49h
Zwei aus derselben Vorstellung.
Eine bemerkenswerte Nebensächlichkeit; wenn Musikstücke gecovert werden in ganz anderem Arrangement, ist der Gesang doch so gut wie immer ans Original angelehnt, nachgesungen bei allem Bemühen, nicht nachzusingen. In einer Szene in „Project Hail Mary“ machen die Leute Karaoke und dann singt Sandra Hüller einen häufig gehörten Popsong, wie man ihn eigentlich nur noch hören möchte.
Das allein gleicht das andere Erlebnis aus, es ist in der Werbung der Trailer für den neuen Horst-Schlämmer-Film. Und da ist nichts mehr zu erklären. Es gibt keinen Ansatz zum Verstehen, was die Macher denken, was die wollen, warum die das machen und was die erwarten. Mit demselben Geld könnte man Hape Kerkeling auch etwas Komisches tun lassen. Der wird doch noch von früher wissen, wie das ging. Oder etwas Unterhaltsames. Oder etwas Erträgliches.
Was er macht, ist Gesichtzeigen, jetzt ein vermeintlich lustiges, das ist genauso unzureichend.
Man muss wohl leider feststellen, dass die Kultur kaputtgefördert wurde und die Kulturtechniken verloren sind.
Eine bemerkenswerte Nebensächlichkeit; wenn Musikstücke gecovert werden in ganz anderem Arrangement, ist der Gesang doch so gut wie immer ans Original angelehnt, nachgesungen bei allem Bemühen, nicht nachzusingen. In einer Szene in „Project Hail Mary“ machen die Leute Karaoke und dann singt Sandra Hüller einen häufig gehörten Popsong, wie man ihn eigentlich nur noch hören möchte.
Das allein gleicht das andere Erlebnis aus, es ist in der Werbung der Trailer für den neuen Horst-Schlämmer-Film. Und da ist nichts mehr zu erklären. Es gibt keinen Ansatz zum Verstehen, was die Macher denken, was die wollen, warum die das machen und was die erwarten. Mit demselben Geld könnte man Hape Kerkeling auch etwas Komisches tun lassen. Der wird doch noch von früher wissen, wie das ging. Oder etwas Unterhaltsames. Oder etwas Erträgliches.
Was er macht, ist Gesichtzeigen, jetzt ein vermeintlich lustiges, das ist genauso unzureichend.
Man muss wohl leider feststellen, dass die Kultur kaputtgefördert wurde und die Kulturtechniken verloren sind.
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Donnerstag, 19. März 2026
Vom Diskurs abgekommen
tagesschauder, 10:28h
Was denkt Wolfram Weimer eigentlich, was dann ist, wenn er sagt, er will keinen Kulturkampf, und erklärt, der Staat müsse "Verrecke!“ und "Feiern, wenn die Bullen fallen“ aushalten, müsse und dürfe das aber nicht fördern, denkt der, dann sagen die Linken „ach, so verhält sich das, na ist ja logisch“?
Wolfram Weimer hat sich erniedrigt und als Lusch gezeigt, mit dem man es machen kann, Kulturbetrieb und Medien diskutieren ganz pseudo, ob er noch taugt und tragbar ist.
Der Staat hat schon weniger nicht ausgehalten, es ist auch fraglich, ob Gleiches die Zivilgesellschaft ertragen täte.
Den Maßstab gesetzt hat Martenstein, er hat in seinem Vortrag das Auditorium überführt. Ein Minister kann vielleicht nicht so offensiv auftreten, oder, ach, genau das müsste er. Wäre gut für den Diskurs.
Wolfram Weimer hat sich erniedrigt und als Lusch gezeigt, mit dem man es machen kann, Kulturbetrieb und Medien diskutieren ganz pseudo, ob er noch taugt und tragbar ist.
Der Staat hat schon weniger nicht ausgehalten, es ist auch fraglich, ob Gleiches die Zivilgesellschaft ertragen täte.
Den Maßstab gesetzt hat Martenstein, er hat in seinem Vortrag das Auditorium überführt. Ein Minister kann vielleicht nicht so offensiv auftreten, oder, ach, genau das müsste er. Wäre gut für den Diskurs.
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Mittwoch, 18. März 2026
Nachtrag
tagesschauder, 09:24h
Zur finanziellen Frage der Klimabuchmesse gab es später im selben Programm einen Hinweis. Die hatten die Organisationsleiterin im Gespräch, wenn man das so nennen kann. Warum sie sich für die Organisation bereitgefunden habe und was zu erwarten sei. Dann kommt ein Schwall wie Habermas-Krabbelgruppe oder Nina Hagen auf Perwoll. Der Planet und voll wichtig und gar keine Konkurrenz zur Leipziger Buchmesse die kann sich gern mit uns schmücken und sagen hey wir haben noch mehr tolle Angebote Lesungen Workshops gute Menschen machen gute Sachen damit die Welt auf die Ideen kommt Klima Umwelt Palästina die Kinder von morgen mit den Menschen.
Also ein Programm für gute Laune bei den eigenen Leuten durch positiv besetzte Begriffe und nicht immer nur Faschisten.
Dann sagt sie, es gibt Kooperation mit dem MDR, oder sie sagt ARD.
Kooperation.
Das werden ja wohl nicht Drittmittel für den MDR sein.
Also ein Programm für gute Laune bei den eigenen Leuten durch positiv besetzte Begriffe und nicht immer nur Faschisten.
Dann sagt sie, es gibt Kooperation mit dem MDR, oder sie sagt ARD.
Kooperation.
Das werden ja wohl nicht Drittmittel für den MDR sein.
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Dienstag, 17. März 2026
Klimageld
tagesschauder, 10:05h
Klimabuchmesse in Leipzig ist. Also die Leipziger Buchmesse? Nein, zusätzlich und parallel zur Leipziger Buchmesse ist in Leipzig Klimabuchmesse, so erfahren wir im Kulturradio, und Schirmherrin ja genau Luisa Neubauer erzählt, warum, weil es, zum Erstaunen des Radiomoderators, immer noch zu wenig Klimathemen gibt und die Literatur noch nicht auf dem Planeten angekommen ist, so halt. Er hatte ja gefragt: Wozu brauchen wir eine Klimabuchmesse?
Was die Schirmherrin nicht gefragt wird: Was ist mit dem Geldregen?
Das wäre interessant gewesen, was sie dazu weiß und wie sie dem Eindruck entgegentreten möchte, dass Geld, das schon legal abgerechnet und weichgespült wurde, jetzt an die Aktivisten und Initiativen geht, die sich ein paar Tage mit Büchern zeigen müssen, die Bilder werden ja gebraucht.
Was die Schirmherrin nicht gefragt wird: Was ist mit dem Geldregen?
Das wäre interessant gewesen, was sie dazu weiß und wie sie dem Eindruck entgegentreten möchte, dass Geld, das schon legal abgerechnet und weichgespült wurde, jetzt an die Aktivisten und Initiativen geht, die sich ein paar Tage mit Büchern zeigen müssen, die Bilder werden ja gebraucht.
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Montag, 16. März 2026
Augen der Politik
tagesschauder, 10:45h
Noch ein Letztes zu der Rehaugen-Geschichte. In einer NiUS-Sendung sagte ein Reporter, ihm erscheint der Ausschnitt mit jedem Gucken immer schmieriger. Geht uns genauso. Er schleimt eben herum, er ist dabei nicht echt. „Achtzig Prozent Mädchen, da gibt es Schlimmeres für einen Neunundzwanzigjährigen“, dazu schmieriges Grinsen, das ist einfach bereits wegen der Aufgesetztheit zum Mundverziehen. Denn: genaugenommen nicht, ein Neunundzwanzigjähriger kann sich kaum einen schlimmeren Termin aussuchen, der wird von den Mädchen gnadenlos sexualisiert. Er schleimt sich politisch heraus. Man ist nicht unter einer Zahl "achtzig Prozent" Mädchen. Ein falscher Typ eben.
Worauf es bei der Aufbereitung der Affäre ankommen müsste, wäre, was die Eva sagt. Leute von der Bild-Zeitung haben sie ausfindig gemacht, sie sagt, lasst mich doch zufrieden mit dem Kram! Das ist das Entscheidende, darauf kommt es an. Würde sie, ernsthaft, sagen, es belaste sie in irgendeiner Weise, dann würde es darauf ankommen, und es wäre falsch zu sagen, die soll sich mal nicht so haben, war doch nichts.
Es gibt aber keine wahren Bereiche im Politischen.
Worauf es bei der Aufbereitung der Affäre ankommen müsste, wäre, was die Eva sagt. Leute von der Bild-Zeitung haben sie ausfindig gemacht, sie sagt, lasst mich doch zufrieden mit dem Kram! Das ist das Entscheidende, darauf kommt es an. Würde sie, ernsthaft, sagen, es belaste sie in irgendeiner Weise, dann würde es darauf ankommen, und es wäre falsch zu sagen, die soll sich mal nicht so haben, war doch nichts.
Es gibt aber keine wahren Bereiche im Politischen.
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Sonntag, 15. März 2026
Unverdächtig
tagesschauder, 10:37h
Aus der Reihe „Merken die selbst noch was?“ gab es gerade etwas aus dem Info-Teil des e-Mail-Dienstes, das es auch nur geben kann, weil wir so weit sind, dass es nicht mehr auffällt.
Und zwar: Immer mehr parteilose Bürgermeister erobern die Rathäuser, eine Gefahr für die Demokratie?
Es wird immerhin noch gefragt, und ein Experte sagt was dazu.
In einem normalen Land würde die Frage nicht aufkommen können, oder sie würde doch noch etwas geschickter formuliert, weil jemand merkt, wie widersinnig das ist und dass man die eigene Ideologie schon voraussetzt, statt sie noch durchzudrücken.
Das geht aber nicht mehr, weil sich jemand dadurch verdächtig machen würde.
Auch schon vor sich selbst.
Und zwar: Immer mehr parteilose Bürgermeister erobern die Rathäuser, eine Gefahr für die Demokratie?
Es wird immerhin noch gefragt, und ein Experte sagt was dazu.
In einem normalen Land würde die Frage nicht aufkommen können, oder sie würde doch noch etwas geschickter formuliert, weil jemand merkt, wie widersinnig das ist und dass man die eigene Ideologie schon voraussetzt, statt sie noch durchzudrücken.
Das geht aber nicht mehr, weil sich jemand dadurch verdächtig machen würde.
Auch schon vor sich selbst.
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Samstag, 14. März 2026
Transitives Krachen
tagesschauder, 10:19h
Krachen ist kein transitives Verb, man kracht nicht wohin oder woher. Im Zeitungsdeutsch aber doch, diese Unart ist standardisiert, derzeit kracht dauernd ein Auto in einen Baum oder ein Fahrradfahrer kracht in die Straßenbahn. Woher krachten sie? Wird nicht gesagt.
Die Sprachschlamperei kommt aus dem Drang, die Nachricht hochzuschreiben mit emotional aufgeladenen großen Wörtern. Das soll ein Bild vermitteln in knappen Formulierungen.
Tut es nicht.
Aber nicht nur das, es ist eben keine Beschreibung des Geschehens, keine Handlung mit handelnden Personen, sondern ein Ersatz für die Darstellung dessen, was getan wird und von wem. Eine laute Verdeckung.
Mehr krachen als zeigen.
Die Sprachschlamperei kommt aus dem Drang, die Nachricht hochzuschreiben mit emotional aufgeladenen großen Wörtern. Das soll ein Bild vermitteln in knappen Formulierungen.
Tut es nicht.
Aber nicht nur das, es ist eben keine Beschreibung des Geschehens, keine Handlung mit handelnden Personen, sondern ein Ersatz für die Darstellung dessen, was getan wird und von wem. Eine laute Verdeckung.
Mehr krachen als zeigen.
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Freitag, 13. März 2026
Feminisierte Verhaltensmuster
tagesschauder, 09:57h
Es wird gelegentlich Feminisierung genannt, dass Gefühle zu Argumenten gemacht werden oder dass die Verhaltensweisen von Ausstoßung oder Verständnis alternativlos sind, wenn zum Beispiel eine Kreischkeule wegen Mikroaggressionen staatliches Eingreifen fordert oder bei den Großtanten gegen Steuerbord, die Beispiele sind nicht zu zählen.
Man tut den Feminina teilweise Unrecht. Der infantile Affekt ist mehrfach kondensiert und destilliert, da wurde geschult und geworkshoppt, auch werden die erlebten Verhaltensweisen übernommen, dann kennt man gar nichts anderes mehr und ist konditioniert auf gutes Gefühl oder Störung des guten Gefühls.
Die Funktionsweise ist deshalb effektiv, weil der auslösende Affekt immer real ist und das antrainierte Verhalten ungebremst daraus entsteht. Reife Menschen haben die Affekte unter Kontrolle, infantile nicht, aber feminisierte werden dafür belohnt und gesellschaftlich bestärkt.
Wir können das als feminisiert bezeichnen, weil das biologische Geschlecht gar nicht mehr existiert, ohne dass man angeschrien würde.
Man tut den Feminina teilweise Unrecht. Der infantile Affekt ist mehrfach kondensiert und destilliert, da wurde geschult und geworkshoppt, auch werden die erlebten Verhaltensweisen übernommen, dann kennt man gar nichts anderes mehr und ist konditioniert auf gutes Gefühl oder Störung des guten Gefühls.
Die Funktionsweise ist deshalb effektiv, weil der auslösende Affekt immer real ist und das antrainierte Verhalten ungebremst daraus entsteht. Reife Menschen haben die Affekte unter Kontrolle, infantile nicht, aber feminisierte werden dafür belohnt und gesellschaftlich bestärkt.
Wir können das als feminisiert bezeichnen, weil das biologische Geschlecht gar nicht mehr existiert, ohne dass man angeschrien würde.
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Donnerstag, 12. März 2026
Gefährliche Plätze
tagesschauder, 10:42h
Momentaner Nachrichtenfall von Parkplatzgewalt ist Eckernförde, Jugendlicher stirbt nach Streit mit einer Gruppe. Zu lesen überregional, und da, wo Kommentare getätigt werden können, sagen alle: klar.
Woran merken die, dass alles klar ist? Die Möglichkeiten der Sprache werden so einseitig gehandhabt, dass sie fast schon selbst erkennungsdienstlich behandelt werden können. Gestorben. Auf dem Weg ins Krankenhaus. Ja, die Krankenhaussituation, Einsparungen, das Krankenhaus war zu weit weg, tragisch.
Was wir hier schon behandelt haben, ist der Gebrauch des Wortes nach. Das sagt nichts über eine Kausalität. Nach einem Angriff, auch nach einem Unfall wird gestorben oder gibt es Verletzte, dabei sind die Opfer sehr wahrscheinlich durch eine Handlung zu Schaden gekommen, nicht hinterher.
So langsam müsste auch das Wort Streit ersetzt werden, das ist abgenutzt. Da muss es um irgendwas gegangen sein. Nach einer aufgeheizten Stimmung, das wäre besser, da denkt man an die Schuld beim politischen Gegner.
Woran merken die, dass alles klar ist? Die Möglichkeiten der Sprache werden so einseitig gehandhabt, dass sie fast schon selbst erkennungsdienstlich behandelt werden können. Gestorben. Auf dem Weg ins Krankenhaus. Ja, die Krankenhaussituation, Einsparungen, das Krankenhaus war zu weit weg, tragisch.
Was wir hier schon behandelt haben, ist der Gebrauch des Wortes nach. Das sagt nichts über eine Kausalität. Nach einem Angriff, auch nach einem Unfall wird gestorben oder gibt es Verletzte, dabei sind die Opfer sehr wahrscheinlich durch eine Handlung zu Schaden gekommen, nicht hinterher.
So langsam müsste auch das Wort Streit ersetzt werden, das ist abgenutzt. Da muss es um irgendwas gegangen sein. Nach einer aufgeheizten Stimmung, das wäre besser, da denkt man an die Schuld beim politischen Gegner.
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Mittwoch, 11. März 2026
Geknickt
tagesschauder, 10:44h
Zwei Fälle von Einknicken bei der CDU zusätzlich zu den unzähligen von Friedrich Merz.
Eine neue Variante des Nicht-Rücktritts, Manuel Hagel, der Zweitplatzierte in Baden-Württemberg, hat seinen Rücktritt angeboten, der Vorstand hat abgelehnt. Das hält man für gesichtswahrend. Es ist aber die fortgesetzte Unterordnung, das Zeichen an die Grünen, weiterhin nichts zu unternehmen.
Hätte man den Wahlkampf „Grün ist vorbei, weil ihr es wollt“ geführt, wäre das Reh-Video folgenlos geblieben und man hätte sogar mit dem vorliegenden Wahlergebnis mit Cem Özdemir eine nichtgrüne Politik aushandeln und durchsetzen können mit der Methode wie die SPD in der Bundeskoalition.
Wolfram Weimer sagt, das Verfahren bleibt eine absolute Ausnahme, das mit dem Buchhandlungspreis.
Als ob er wüsste, was der Verfassungsschutz noch sagen würde die nächsten drei Male.
Aber mit dieser Unterordnung unter den Kulturbetrieb hat er sich nunmehr selbst erledigt.
Das war das ultimative Einknicken, selbst wenn noch welche folgen.
Am besten gleich liegenbleiben.
Eine neue Variante des Nicht-Rücktritts, Manuel Hagel, der Zweitplatzierte in Baden-Württemberg, hat seinen Rücktritt angeboten, der Vorstand hat abgelehnt. Das hält man für gesichtswahrend. Es ist aber die fortgesetzte Unterordnung, das Zeichen an die Grünen, weiterhin nichts zu unternehmen.
Hätte man den Wahlkampf „Grün ist vorbei, weil ihr es wollt“ geführt, wäre das Reh-Video folgenlos geblieben und man hätte sogar mit dem vorliegenden Wahlergebnis mit Cem Özdemir eine nichtgrüne Politik aushandeln und durchsetzen können mit der Methode wie die SPD in der Bundeskoalition.
Wolfram Weimer sagt, das Verfahren bleibt eine absolute Ausnahme, das mit dem Buchhandlungspreis.
Als ob er wüsste, was der Verfassungsschutz noch sagen würde die nächsten drei Male.
Aber mit dieser Unterordnung unter den Kulturbetrieb hat er sich nunmehr selbst erledigt.
Das war das ultimative Einknicken, selbst wenn noch welche folgen.
Am besten gleich liegenbleiben.
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Dienstag, 10. März 2026
Vermutungen über die Voraussagen
tagesschauder, 10:41h
Hier etwas für den Test unserer Prognosefähigkeit.
Aktuell gibt es zwei propagandistische Ansagen, auf die Internetautor Dansich verweist, weil man bald erfahren wird, welche sich bewahrheitet; Trump sagt, der Krieg ist so gut wie vorbei, die Revolutionsgarden sagen, sie fangen erst an und werden ihre ganzen guten Waffen einsetzen, wofür sie sich gerade warmgelaufen haben.
Ersteres, Trumps Ansage, ist eine Wunschansage, er kann zu jeder Zeit „Mission erfüllt“ sagen. Wenn die Revolutionsgarden aber weitermachen wollen und schon zahlenmäßig mehr Raketen abfeuern, als abgefangen werden können, dann bestimmen sie darüber, und sie haben nichts zu verlieren.
Wem soll man eher glauben?
Der Wahrscheinlichkeit nach, mehr Faktenprüfung können wir nicht vornehmen, ist die Ansage der Revolutionsgarden eine typische Untergangsrhetorik. Die hätten nicht warten müssen mit den richtigen Schlägen, und diese Mentalität des Wartens auf den geeigneten Zeitpunkt ist ihnen sehr wahrscheinlich nicht eigen. Wenn sie gekonnt hätten, hätten sie. Besäßen sie die Atombombe, wäre sie schon hochgegangen.
Es mag sein, dass sie sich nach dem Ende der Kriegshandlungen wieder konsolidieren und wieder das System restaurieren, und gefährlich für alle sind sie jetzt schon ohne Wunderwaffe.
So die Vermutungen. Die Auswirkungen auf die Sympathieverteilung ist leichter vorhersehbar.
Aktuell gibt es zwei propagandistische Ansagen, auf die Internetautor Dansich verweist, weil man bald erfahren wird, welche sich bewahrheitet; Trump sagt, der Krieg ist so gut wie vorbei, die Revolutionsgarden sagen, sie fangen erst an und werden ihre ganzen guten Waffen einsetzen, wofür sie sich gerade warmgelaufen haben.
Ersteres, Trumps Ansage, ist eine Wunschansage, er kann zu jeder Zeit „Mission erfüllt“ sagen. Wenn die Revolutionsgarden aber weitermachen wollen und schon zahlenmäßig mehr Raketen abfeuern, als abgefangen werden können, dann bestimmen sie darüber, und sie haben nichts zu verlieren.
Wem soll man eher glauben?
Der Wahrscheinlichkeit nach, mehr Faktenprüfung können wir nicht vornehmen, ist die Ansage der Revolutionsgarden eine typische Untergangsrhetorik. Die hätten nicht warten müssen mit den richtigen Schlägen, und diese Mentalität des Wartens auf den geeigneten Zeitpunkt ist ihnen sehr wahrscheinlich nicht eigen. Wenn sie gekonnt hätten, hätten sie. Besäßen sie die Atombombe, wäre sie schon hochgegangen.
Es mag sein, dass sie sich nach dem Ende der Kriegshandlungen wieder konsolidieren und wieder das System restaurieren, und gefährlich für alle sind sie jetzt schon ohne Wunderwaffe.
So die Vermutungen. Die Auswirkungen auf die Sympathieverteilung ist leichter vorhersehbar.
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Montag, 9. März 2026
Abgeschlappte CDU
tagesschauder, 10:33h
Anzunehmen oder zu sagen, die Wähler hätten etwas anderes gewählt, als sie bekommen, trifft bei den Mehrheitsverhältnissen wie aktuell in Baden-Württemberg nicht zu. Wer CDU wählt, will Grün, nur in Form der CDU.
Besorgniserregend ist, was man bei der CDU dachte, wie es läuft. Das haben wir erst jetzt so gehört, die stellten sich das so vor, dass die gewonnene Wahl eine Rampe oder Schanze wird für steil nach oben in diesem Jahr – in diesem Zeitungsdeutsch denken die wirklich. Da nützt auch der Dämpfer nichts, Dämpfer ist auch zeitungsdeutsch, das sind alles Sachen, die in der Natur nicht vorkommen und auch nicht in der Natur der Sache liegen.
Es ist eben so, wenn die in den Umfragen vorne liegen, wissen sie nicht einmal, warum. Man müsste in einer solchen Situation erst recht Wahlkampf machen, dominieren, die Szene bestimmen. Und von den Wählern und Bürgern her denken. Dazu gibt es keinen Arbeitsstab.
Jetzt denken die, es war Personenwahlkampf, weil Cem Özdemir der war, um den es ging. Personenwahlkampf ist auch zeitungsdeutsch. So lässt sich die Realität nicht betrachten.
Besorgniserregend ist, was man bei der CDU dachte, wie es läuft. Das haben wir erst jetzt so gehört, die stellten sich das so vor, dass die gewonnene Wahl eine Rampe oder Schanze wird für steil nach oben in diesem Jahr – in diesem Zeitungsdeutsch denken die wirklich. Da nützt auch der Dämpfer nichts, Dämpfer ist auch zeitungsdeutsch, das sind alles Sachen, die in der Natur nicht vorkommen und auch nicht in der Natur der Sache liegen.
Es ist eben so, wenn die in den Umfragen vorne liegen, wissen sie nicht einmal, warum. Man müsste in einer solchen Situation erst recht Wahlkampf machen, dominieren, die Szene bestimmen. Und von den Wählern und Bürgern her denken. Dazu gibt es keinen Arbeitsstab.
Jetzt denken die, es war Personenwahlkampf, weil Cem Özdemir der war, um den es ging. Personenwahlkampf ist auch zeitungsdeutsch. So lässt sich die Realität nicht betrachten.
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Sonntag, 8. März 2026
Singgut
tagesschauder, 10:38h
Wieder was im Kulturradio erfahren, die Evangelische Kirche gibt eine neue offizielle Liedersammlung heraus und prüft demzufolge, welche Lieder nicht mehr gehen oder etwas verbessert werden müssen, patriarchale Dinge und so.
Der Beitrag steigert sich allmählich. Zuerst ein Lied von einem Pfarrer, der wegen kirchenüblicher Verfehlungen belastet ist und man möchte niemanden von den Opfern damit konfrontieren, jetzt sein Lied zu singen. Gut, das ist mitgedacht und mitgefühlt.
Dann heißt es irgendwo Brüder, daraus macht man Schwestern und Brüder, und ein fortschrittlicher Song aus den Siebzigern ist nicht mehr durchweg fortschrittlich, weil Freiheit für alle Menschen, Völker, Rassen besungen wird. Der Aufreger wird gemäßigt.
Aber dann auch die religionstypischen Formulierungen mit Herr und Vater, das wird durchgegangen und der Prüfung unterzogen.
Wenn man den Herrn oder Vater patriarchal interpretiert, übergeht man nicht nur die spirituelle Bedeutung, sondern auch ganz praktisch, dass es da um das eigene Gewissen geht. Das wird verstaatlicht.
Und die Lieder vorzuschreiben, autoritärer geht es ja wohl nicht. Die Gemeinde wäre groß genug, also nicht zahlenmäßig, erwachsen genug, um zu sagen, was sie nicht singen mag.
Aber wenn es so losginge, dann lassen die sich vielleicht auch keine anderen Vorschriften machen.
Der Beitrag steigert sich allmählich. Zuerst ein Lied von einem Pfarrer, der wegen kirchenüblicher Verfehlungen belastet ist und man möchte niemanden von den Opfern damit konfrontieren, jetzt sein Lied zu singen. Gut, das ist mitgedacht und mitgefühlt.
Dann heißt es irgendwo Brüder, daraus macht man Schwestern und Brüder, und ein fortschrittlicher Song aus den Siebzigern ist nicht mehr durchweg fortschrittlich, weil Freiheit für alle Menschen, Völker, Rassen besungen wird. Der Aufreger wird gemäßigt.
Aber dann auch die religionstypischen Formulierungen mit Herr und Vater, das wird durchgegangen und der Prüfung unterzogen.
Wenn man den Herrn oder Vater patriarchal interpretiert, übergeht man nicht nur die spirituelle Bedeutung, sondern auch ganz praktisch, dass es da um das eigene Gewissen geht. Das wird verstaatlicht.
Und die Lieder vorzuschreiben, autoritärer geht es ja wohl nicht. Die Gemeinde wäre groß genug, also nicht zahlenmäßig, erwachsen genug, um zu sagen, was sie nicht singen mag.
Aber wenn es so losginge, dann lassen die sich vielleicht auch keine anderen Vorschriften machen.
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