Donnerstag, 3. April 2025
Blick auf das Parteiensystem
Manche wundern sich, wieso die Parteien so wenig merken und so sehr ihre Wählbarkeit verspielen.
Aber das täuscht, genauer gesagt ist es ein Irrtum zu glauben, denen ginge es darum, gewählt zu werden.
Das auch, das vereinfacht und erleichtert vieles. Aber die Macht ist woanders, da, wo nicht gewählt wird, die Versorgungsposten sind allesamt welche, auf die man nicht gewählt wird.
Wir sehen jetzt an der SPD, wie wenig es darauf ankommt, wieviele Wähler man noch hat oder wie groß die Fraktion ist. Der Druck kommt aus der Infosphäre, und da ist die Herrschaft ungebrochen.
Die SPD war auch nie, oder nur für eine kurze Zwischenzeit in der alten Bundesrepublik, Arbeiterpartei, sie wollte Partei der Proletarier sein, die Führung einer großen Gruppe nichtssagender Leute. Dass diejenigen, die heute arbeiten, keine Proletarier sind, macht es der SPD unmöglich, sich für sie einzusetzen, sie formuliert es nur anders, es wäre nicht mehr so wichtig wegen der Zukunft der Arbeit und so.
Bei FDP und CDU ist es nicht so in Reinform zu beobachten, die sind Opfer der Infosphäre, die sie nicht beherrschen, aber sie dürfen noch mitmachen, man lässt sie teilhaben, weil man sie noch braucht.
So ist unser heutiges Parteiensystem.

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