Dienstag, 17. Februar 2026
Journalistische Gefahrenlage
Da geht ein Einstiegstext von Spiegel-online als Meme herum, über das sich lustiggemacht wird. Ein Karrierejournalist stellt den „Epstein in uns allen“ fest und fordert, sich zu fragen: wieviel Macht habe ich über Frauen?
Die Kommentatoren sind der Auffassung: der – gar keine.
In seiner ersten Artikelreihe auf Spiegel-online erzählte er vor fünfundzwanzig Jahren über das erste Semester und dass er aus seinem Heimatkaff herausmüsse und dass die reizende Franzi ihn nicht heranlässt. Wenn sie das inzwischen getan haben sollte, hätten es wohl alle erfahren.
Der Epstein in uns allen hätte jetzt weniger was mit Macht über Frauen zu tun, aber gut, man soll sich der Frage stellen, was bewahrt mich davor, zum Monster zu werden? Dies in Hinblick auf so was wie auch historisch veranlasst.
Aber das tut der Karrierejournalist nicht. Er phantasiert sich in eine Machtposition. Dass er sie als inneren Epstein bezeichnet, ist Abspaltung, Auslagerung.
Dies und die Unfähigkeit zu bemerken, wann man sich der Lächerlichkeit preisgibt, ist eine gefährliche Mischung.

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