Freitag, 20. März 2026
Zwei Kinoerlebnisse
Zwei aus derselben Vorstellung.
Eine bemerkenswerte Nebensächlichkeit; wenn Musikstücke gecovert werden in ganz anderem Arrangement, ist der Gesang doch so gut wie immer ans Original angelehnt, nachgesungen bei allem Bemühen, nicht nachzusingen. In einer Szene in „Project Hail Mary“ machen die Leute Karaoke und dann singt Sandra Hüller einen häufig gehörten Popsong, wie man ihn eigentlich nur noch hören möchte.
Das allein gleicht das andere Erlebnis aus, es ist in der Werbung der Trailer für den neuen Horst-Schlämmer-Film. Und da ist nichts mehr zu erklären. Es gibt keinen Ansatz zum Verstehen, was die Macher denken, was die wollen, warum die das machen und was die erwarten. Mit demselben Geld könnte man Hape Kerkeling auch etwas Komisches tun lassen. Der wird doch noch von früher wissen, wie das ging. Oder etwas Unterhaltsames. Oder etwas Erträgliches.
Was er macht, ist Gesichtzeigen, jetzt ein vermeintlich lustiges, das ist genauso unzureichend.
Man muss wohl leider feststellen, dass die Kultur kaputtgefördert wurde und die Kulturtechniken verloren sind.

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