Donnerstag, 2. Juli 2026
Oberhalb des Nullpunktes
Das wirklich Beängstigende an Katrin Göring-Eckardt und der restlichen Grünen Jugend oder den linken Journalisten ist, dass man so sein kann. Wir können nicht einfach so tun, als würden wir darüber stehen, nur weil das ganz unten ist, am absoluten Nullpunkt, wenn man von Demokratie redet und am entferntesten Gegenteil wirkt. Die leben eine Diskrepanz, die sie selbst nicht wahrnehmen.
Dass das der Zustand ist, an dem wir alle angekommen ist als Gesellschaft, kann keine Entschuldigung sein. Die Mentalität erfordert aktive Mitwirkung, da geschieht mehrfache Destillation in Parteiumfeld und Subventionsmilieu, da bleibt nichts mehr von einer Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung ohne das Exoskelett.

Was bewahrt uns davor, selbst so zu sein? Wie können wir sicher sein, dass wir nicht bloß andersherum gepolt sind und dabei nur die entgegengesetzte Dummheit ausleben?
Schwer zu sagen, als wichtig erscheint indes, diese Frage ernsthaft an sich zu richten und nicht etwaige Anzeichen auszublenden. Das kommt bei denen schon mal nicht vor.
Eine Methode dürfte sein, wenn man dieselbe oder eine ähnliche Meinung hört, den Prämissen nachzugehen, also zu schauen, wie kommt jemand darauf, und dann nach Nichtübereinstimmungen zu gucken. Interessant ist, wenn verschiedene Leute aus unterschiedlichen Perspektiven auf ähnliche Befunde kommen oder in einer anderen Ausdrucksweise. So vermeidet man, einander nachzuquatschen.

Wie tröstlich es ist, selbst nicht so zu sein wie das durchkorrumpierte Milieu, bleibt offen, es wird immer weniger tröstlich.

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