Dienstag, 30. Juni 2026
Stolz und Normalfall
Fußballerei ist eigentlich hier nur nachrangig zu behandeln, aber wenn der Kanzler nachtritt, „Deutschland ist stolz auf euch“, so wie es Wum zum Blauen Klaus nach dem Verrücktspielen des UFOs sagte, dann berührt das doch wieder einen Bereich, den es zu besprechen gilt.

Gut, was soll er auch sagen, wir schämen und für euch, ihr habt Schande über dieses Land namens Deutschland gebracht? Es gibt Länder, in denen das so gehandhabt wird.
Zum einen ist es hier wieder ein großes Egal, es gibt die Teilnehmerurkunde, was soll`s. Zum anderen aber zeigt sich das Fehlen eines Begriffs von Stolz. Hätte der Kanzler auch von Stolz gesprochen beim Gewinnen der Weltmeisterschaft? Kaum.

Stolz auf etwas oder jemanden würde nicht nur beinhalten, sich selbst zu feiern oder für besser zu halten, das gerade nicht, sondern Verantwortlichkeit. Nationalstolz wäre Verantwortung für Volk und Nation, so wie Großeltern stolz auf die Enkel sind und sich ihrer Verantwortung unterordnen, im Normalfall.

Normalfälle sind aber nicht, was unsere Führung gebrauchen kann.

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