Montag, 8. Juni 2026
Missmanagement
Es ist ein Managementfehler, geringe nachrangige Probleme zu verwenden für die Lösung oder Bearbeitung großer Probleme. Wegen der emotionalen Leichtigkeit kommt das häufig vor, besonders in der Politik.
So etwa, das immense Rentenproblem anzugehen mit Kürzung der Rentenpunkte für Pflegende oder den Steuerbedarf mit Zuckersteuer und Reichensteuer und so weiter zu mildern. Es ist eben kein Problem, welches zu lösen wäre, dass es für die Pflege Rentenpunkte gibt oder dass die Reichen zu reich wären. Das wird zu diesem Zweck noch besser vermittelt, aber es ist nicht als politisches Problem vorrangig anzugehen.
Das sind nur zeitungsdeutsch die Stellschrauben; da kann eine Gesetzesänderung leicht vorgenommen werden, ohne eine Reform vornehmen zu müssen.
Der Effekt ist aber, dass gerade dadurch die Probleme verstärkt werden, die man wegen Geringfügigkeit nicht bemerkt hatte und bei denen man glaubte, wenig Widerstand zu erhalten.

Dass Süßgetränke zu viel Zucker haben, kann sein, wenn dies ein Hauptproblem wäre, könnte man über Lösungen nachdenken und vielleicht sogar auf die Besteuerung kommen. Es bliebe ein Managementfehler, etwas anderes erreichen zu wollen mit demselben Mittel.

In unserer politischen Situation ist es so, dass das Problem der staatlichen Ausgaben sogar erkannt ist, der Staat ist aber nicht willens und fähig, dies anzugehen, sondern nur, mehr Geld einzuziehen.
Sämtliche Überlegungen, die in diese Richtung gehen, sollten als Missmanagement zurückgewiesen werden.

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