Sonntag, 7. Juni 2026
Historikerstreitkultur
Im gestrigen DLF-Kalenderblatt 40 Jahre Historikerstreit, Nolte-Aritikel in der FAZ, ob das Dritte Reich und Holocaust eine Vorab-Gegenreaktion auf asiatische Bedrohung waren.
Das Wort asiatisch war damals noch etwas anders besetzt, lässt sich heraushören.

Im fünfminütigen Beitrag wird nicht der Anfang der Cancel-Kultur behandelt und nicht, wie die Habermasianer über Nolte hergefallen sind, aber an der referieren Gegenmeinung lässt es sich merken. Die haben durchweg ihm entgegengehalten, dass man das nicht sagen kann, soll und darf. Weil sonst und wegen. Also auf einer ganz anderen Ebene argumentiert.
Das ist das Merkmal der Ausschließkultur, die Debatte gibt es gar nicht, wenn dem Gesagten nicht auf derselben Ebene widersprochen wird, wenn die Konsequenzen oder der sogenannte Gegenwind andere als Geganargumente sind.

Dabei hätte es die geben können und sie wären wirksamer gewesen für das Verständnis, denn Noltes Auffassung ist doch lückenhaft. Was hätte denn das für einen Sinn, die asiatische Grausamkeit vorwegzunehmen? Ist der Holocaust ein geeignetes Mittel, die Bedrohung durch die Sowjetunion zu verhindern, oder war der Beginn des Krieges wirklich so viel besser, als die Abwehr vorzubereiten?

Dass Nolte die Fragen aufwirft, ist völlig legitim. Es ist nicht legitim, schon die Fragestellung zu unterbinden.
So lange ist also der herrschaftsfreie Diskurs schon beendet.

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