Donnerstag, 4. Juni 2026
Weiche Zeit
tagesschauder, 11:17h
Die bekannte Wochenzeitung DIE ZEIT hat für das Titelthema Bildung und so weiter sogar den bisher wenig beachteten Gag gebracht, ihren Titel zu ändern, da steht tatsächlich DIE ZEID.
Nett, werbetechnisch in Ordnung, fällt auf ohne unbeabsichtigt zu wirken.
Was zum Thema noch beigetragen wird, wissen wir nicht, ist auch unerheblich, vielleicht argumentiert wer, man versteht den Titel doch auch mit einem Fehlerchen, wir müssen alles gar nicht so genau nehmen und uns orthographiekonservativ einengen.
Das wäre dann auch der entscheidende Punkt; man muss wissen, wie es richtig ist. Man muss die Rechtschreibung kennen, um auch das Falsche lesen zu können. Geschrieben wie gesprochen, das funktioniert nur, solange man noch wie geschrieben sprechen kann.
Man muss schon froh sein, wenn der weiche Konsonant nicht noch andere Bedeutungen haben soll, die man wissen muss, etwas die sprachliche Sichtbarmachung von Menschen mit erektiler Dysfunktion.
Nett, werbetechnisch in Ordnung, fällt auf ohne unbeabsichtigt zu wirken.
Was zum Thema noch beigetragen wird, wissen wir nicht, ist auch unerheblich, vielleicht argumentiert wer, man versteht den Titel doch auch mit einem Fehlerchen, wir müssen alles gar nicht so genau nehmen und uns orthographiekonservativ einengen.
Das wäre dann auch der entscheidende Punkt; man muss wissen, wie es richtig ist. Man muss die Rechtschreibung kennen, um auch das Falsche lesen zu können. Geschrieben wie gesprochen, das funktioniert nur, solange man noch wie geschrieben sprechen kann.
Man muss schon froh sein, wenn der weiche Konsonant nicht noch andere Bedeutungen haben soll, die man wissen muss, etwas die sprachliche Sichtbarmachung von Menschen mit erektiler Dysfunktion.
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fritz_,
Donnerstag, 4. Juni 2026, 16:03
Der Artikel in der ZEID ist banal. "Rechtschreibung: Brauchen wir sie noch?" (Antwort: Ein bisschen.) Feuilleton wie von Leuten mit Berliner Abitur für Leute mit Bremer Abitur. Keine Ahnung, ob das das Übliche ist bei ZEIDs. Es hat so 8 anekdotenhafte Unterpunkte.
In Punkt 4 erfährt man was Neues, da geht es um niemand Geringeren als den Retter der Großbuchstaben. Ein Herr, der 91 Jahre alt ist und mal im Rechtschreibrat saß. In den neunzehnhundertachtziger und ‑neunziger Jahren ungefähr. Er war dort, sagt er, der Einzige, der dagegen war, die Großbuchstaben abzuschaffen; außer bei Satzanfängen und Eigennamen, versteht sich, wollten sie sie abschaffen. So, wie schon Jacob Grimm es vor 200 Jahren gern gehabt hätte, und wie er es auch selber schrob.
Zitat: Als junger Sprachwissenschaftler war er [der Retter der Großbuchstaben] motiviert, das Deutsche von unsystematischen Regeln zu befreien. Großschreibung, Dehnungs-h, uneinheitliche Markierung der Vokallänge: »Bohne« könnte man auch »Bone« schreiben, »Riese« auch »Rise«
Beziehungsweise bone und rise. Es schert den risen nicht die bone, ob denungs-h sich noch verlone. So get das.
In Punkt 4 erfährt man was Neues, da geht es um niemand Geringeren als den Retter der Großbuchstaben. Ein Herr, der 91 Jahre alt ist und mal im Rechtschreibrat saß. In den neunzehnhundertachtziger und ‑neunziger Jahren ungefähr. Er war dort, sagt er, der Einzige, der dagegen war, die Großbuchstaben abzuschaffen; außer bei Satzanfängen und Eigennamen, versteht sich, wollten sie sie abschaffen. So, wie schon Jacob Grimm es vor 200 Jahren gern gehabt hätte, und wie er es auch selber schrob.
Zitat: Als junger Sprachwissenschaftler war er [der Retter der Großbuchstaben] motiviert, das Deutsche von unsystematischen Regeln zu befreien. Großschreibung, Dehnungs-h, uneinheitliche Markierung der Vokallänge: »Bohne« könnte man auch »Bone« schreiben, »Riese« auch »Rise«
Beziehungsweise bone und rise. Es schert den risen nicht die bone, ob denungs-h sich noch verlone. So get das.
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