Montag, 24. Juli 2017
Integrazipresse
Da haben unsere Journalisten ein zu freundliches Gesicht gezeigt vor zwei Jahren und in den folgenden, nun ja, nun ist die Studie da, und das ist auch schon die Aufarbeitung.

In der Tat ist etwas Anderes noch interessanter, nämlich, wie die Journalisten die kommende Flüchtlingsherausforderung journalistisch zu begleiten gedenken.
Wir vermuten: Gar nicht. Es gibt keine Bahnhofsspektakel und keine Bilder von großen Märschen, auch keine Kinder mit Kulleraugen. Schon gar keine Zahlen. Gelegentliche Rettungsaktionen und Erfolgsgeschichten von Integrationen, aber keine Frage danach, ob das jemand will und ob es noch einen Staat gibt, der eine Kontrolle ausübt.
Auf jede Meldung von Migrantengewalt kommt zur Ausgewogenheit eine Erinnerung an rechte Gewalttaten.

Denn Integration ist das große Ding, auf Generationen angelegt, wo eben alle mitmachen müssen. Wir sind kein Zuwanderungsland mehr, wir sind eine Integrationsgesellschaft. Die hat den Vorteil, dass man ihre Gegner ausmachen kann. Das ist jeder, der an der Endintegration zweifelt und sich der totalen Integration verschließt.
Die Presse kann damit komplett präfaktisch bleiben und darüber bestimmen, wer oder was zum Gutgemeinten gezählt wird.
Das ist, was die Integrationalsozialisten gelernt haben aus 2015. Das wird sich nicht wiederholen.

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