Montag, 4. September 2017
Schulzzeugnis
Man muss bedenken, dass es gar nicht gut angekommen wäre, wenn Schulz das TV-Duell gewonnen hätte oder überhaupt zu einem solchen gemacht hätte.
Merkeldeutschland lebt gut und gerne in Ruhe, ein Störer ist nicht gewünscht.
Merkel gibt die Wunschmerkel, eigentlich wäre es wünschenswert, eine Kanzlerin zu haben, die das schon länger macht und routiniert arbeitet, und wenn sie sich so darstellt, ist ja alles gut. Nicht verwunderlich, dass im Merkeldeutschland der am häufigsten verwendete Satz „alles gut“ lautet. Nein, die Augenwischerei zu entlarven, das wäre die einzige Chance für Schulz gewesen, aber er spielt um den zweiten Platz und hat darauf trainiert. Es hat nicht hinterher heißen sollen, „wie der die Merkel angegangen ist!“

„Wie es im Volksmund heißt, klare Kante zeigen“, so sagte er. Nein, so heißt es im Volksmund nicht, das ist Politikergespreche, Blasengewäsch, an das Volk gerichtet. Aber schön, dass er den Volksmund noch vom Hörensagen kennt.

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Montag, 2. September 2013
Ende der Debatte
Gestern lief, wie einige wissen, das Kandidatenduell mit Merkel und Steinbrück, seitdem duellieren sich die Interpretatoren und Kommentatoren.
Man kommt auf Körperhaltung, Tempo, auch die Halskette zu sprechen.
Niemand, und soweit es ersichtlich ist, absolut niemand, kommt aber auf die Idee, ein Mann/Frau-Ding zu bringen. Politik, Kanzlerschaft, männlich oder weiblich, eine Frau oder lieber ein Mann? Sogar Alice Schwarzer behandelt die Weiblichkeit Angela Merkels als Tatsache und nicht als Argument.
Wir können sehr stolz sein. Marginalisierungsrhetorik wird lächerlich, mit Genderstudies können wir aufhören. Mann und Frau, diese Begriffe können sich aufs Geschlechtsleben beschränken.

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