Sonntag, 13. September 2026
Dünne Verbindung
Etwas aus der Primärbeobachtung.
Früher, in Zeiten der Wählscheibentelefone und überlasteter Leitungen und Fräulein vom Amt, da hatte man üblicherweise beim Telefonieren eine typische Fernsprechweise, besonders deutlich, langsam, laut, eben verständlicher als im gewöhnlichen Unterhalten, außerdem eine Reduktion aufs Wichtige. Langes Plaudern am Telefon wurde Brauch mit den besseren Verbindungen.
Heute kommt es gelegentlich noch vor, dass ein Funkloch in das Telefonat eingreift, die Verbindung ist vergleichbar schlecht wie früher, nur die Hälfte ist zu hören. Was aber niemanden mehr dazu bewegt, so zu sprechen, dass der Mangel ausgeglichen würde. Man hält es für das Problem des Empfangenden am anderen Apparat oder man kommt nicht auf den Gedanken, man könnte selbst etwas tun, um die Information zu übermitteln.
Vielleicht gab es keinen Ratgeber, der empfiehlt, wie man bei schlechten Verbindungen reden kann.

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