Freitag, 14. Februar 2025
Staatssekte
Ein Internetautor fand, in München könne ver.di gleich durchdemonstrieren, so kam es auch.
Ein Gutposter twitterte, dunkel Hautfarbe gesehen, ja das würde gewiss gleich instrumentalisiert, also los zur Demonstration.

Man muss verstehen, dass die Ereignisse, je schlimmer sie sich häufen, die Verstärkung der Paranoia bewirken. Es ist nicht so, dass die Realität irgendwann so stark wäre, dass sie zum Umdenken bewegen würde oder die Augen öffne oder was, Unsinn, das lässt sich formulieren, aber das kommt in der Natur nicht vor.
Es ist gerade der Zweck der Ideologie, vor der Realität zu schützen.
Der Vergleich mit Religion drängt sich auf, aber da tut man den Religionen unrecht, nicht allen, aber den in einem Prozess der Bewusstwerdung gewachsenen. Hier und heute werden die ideologisch Gläubigen zuerst damit gefangen, sich für besser halten zu dürfen wegen der guten Meinung von sich selbst, die sie für Haltung halten dürfen. Je schwerer es kommt an Informationen, desto stärker wird ihr Glauben auf die Probe gestellt und desto selbstverstärkender wirkt er zurück, und besonders schwer ist es ja nicht, weil eine emotionale Erleichterung enthalten ist. Andere sind schlimmer, noch schlimmer und überhaupt die Schlimmsten. Der Teufel will uns verführen.

Man könnte die da für eine Sekte halten.
Eine Sekte ist das nicht, die sind mehr.

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Donnerstag, 13. Februar 2025
Demokratiekultur
Im Kulturradio dies, Demokratie unter Druck, auch meinten viele, eine Partei, die gewählt werde, dürfe nicht ausgegrenzt werden, dazu wird eine Fachmeinung eingespielt, der Politikchef der Zeit meint doch, das müsse man sogar, die Verfassung verlangt Grundrechte und Gewaltenteilung und kann eine Partei verbieten, die dagegen vorgehen wolle.
Dann die Nummer des Hörertelefons, die Hörer sollen anrufen.

Wer da noch anruft, geht davon aus, dass die Hörer mit ihrer Meinung zu Wort kommen sollen und nicht mit Daten abgeschöpft werden.

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Mittwoch, 12. Februar 2025
Schamlücke
Wie man weiß, hat Goebbels, der damalige so was wie Familienminister, die siegreiche heldenhafte Wehrmacht gerühmt, wenn es Siege zu verzeichnen oder zu interpretieren gab, und als es weniger ruhmreich wurde, den Juden die Schuld zugewiesen, dass sie „uns in diesen Krieg gestürzt“ hätten.
Was man nun nicht so genau rekonstruieren kann, ist, wie sehr das gewirkt hatte, also wie weit das geglaubt wurde, und auch, wie sehr es darauf überhaupt ankam.
Allem Anschein nach sind wir heute etwas reservierter, was Schuldzuweisungen an Feindbilder angeht, jedenfalls in der Rezeption, nicht im Propagieren. Uns leuchtet eher ein, dass wir immer selber schuld sind, aber ist das nicht genauso vermessen bis größenwahnsinnig?
Die dahinterstehende Frage ist die, ob Realpolitik überhaupt noch denkbar ist, von machbar reden wir gar nicht. Kann man sich überhaupt vorstellen, was Politik im Interesse des Landes und des Volkes sein solle, wenn man sich das Ideologische einmal wegdenkt? Geht das Wegdenken?

Anlass dieser Überlegungsansätze war die staatliche Finanzierung von unverhohlenen Wahlkampfveranstaltungen. Wenn niemand mehr etwas dabei findet, ist das dann noch ungeniert?

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Dienstag, 11. Februar 2025
Probleme und Behandlungen
In focus.de stellt Gabor Steingart dar, dass das Klimathema als Wahlkampfthema verschwunden sei, ausgenudelt und durch, er möchte aber festhalten, dass keineswegs das Problem behoben sei.
Kann man so sehen, und kaum jemand hätte etwas dagegen, ökologische Zusammenhänge und Folgen zu berücksichtigen. Das ist nur nie, was geschieht, wenn ein Thema politisch-ideologisch angegangen und bewirtschaftet wird. Dann ist das Ergebnis immer, dass Linke mehr Geld kriegen, Schaden wird angerichtet und das ursprüngliche Problem wird kein bisschen gemildert.
Probleme werden verdoppelt, wenn sich die Politik mit ihnen beschäftigt; es werden Kosten verursacht und Programme aufgelegt, Stimmung wird gemacht und Gegner werden bekämpft, während etwas, das getan werden könnte, nicht getan wird mangels Kompetenz.

War mit Corona genauso. Die Regierung hat keine Schutzmaßnahmen verordnet. Sie hat dafür gesorgt, dass das, was sie anrichtet, für Schutzmaßnahmen gehalten werden muss.

Wir können froh sein, wenn es nur um Demokratie geht.

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Montag, 10. Februar 2025
Ohne Ende
Es ist zu hören, es komme ja alles, was in den USA los ist, nach wenigen Jahren zu uns, so dass auch das Anti-Woke bald bei uns eintreffen würde.

Wenn man so wartet, schon mal gar nicht.

Was man in den letzten Jahrzehnten als angekommen oder übernommen ansehen kann, also nicht auf staatlicher Ebene als politische Befolgung geschah, war immer das, was jetzt mal mit Lockerungsübungen umschrieben sein soll, Blumenkindertanz und sexualisierter Konsum, so was. Woke war nun die Unterwanderung und Verstaatlichung dieser Ausrichtung, vergleichen wir es mal sehr hinkend mit der Beendigung der Arbeiterbewegung durch die Übernahme durch den Kommunismus.

Darum erscheint es als nicht ganz naheliegend, dass es nun vorbei sein solle, vielleicht etwas verzögert. Nicht bei uns, nur weil das Geldspülprogramm aufgeflogen ist. Unsere Großtanten gegen steuerbord hören nicht auf, nur weil es weniger Fördergelder geben könnte. Die Universitäten, die Journalisten, die Studenten, die besinnen sich nicht um nur wegen der staatlichen Lockerung. Die fordern weiterhin ihre Finanzierung und werden sie bekommen.

Da es keine Antiblumenkinder und keinen Anti-Elvis und keine Anti-Luisa gibt, na, wobei, es gibt Naomi Seibt, aber sonst gibt es keine Gegen-Woke-Bewegung, die ihren Impuls verstärkt bekommen könnte, wird das nicht so einfach aufhören mit dem Quatsch.

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Sonntag, 9. Februar 2025
Politiktausch
Von Friedrich Merz gibt es einen aktuellen Ausschnitt im Netz, wie er sagt, betont und darauf hinweist, wir sind ein Einwanderungsland und das seit Jahrzehnten.
Mag sein, der Wortlaut von ihm ist „Deutschland ist“, aber egal, die Standardphrase ist „wir sind“.
Und da wäre die einzige richtige Frage an ihn oder den jeweiligen Standardphraseur: Was verstehen Sie unter „sind“?
Gleiches mit „sind weltoffen“.

Was geschehen ist, ist dies, eine Wunschvorstellung, eine emotional getriebene Formulierung, die eigentlich gar keine staatliche Kategorie ist und darum nicht in der politischen Rhetorik auftauchen dürfte, ist zur politischen Tatsache gemacht worden. Betrieben hat das die linksgrüne Meinungsmacherei, es wurde übernommen von allen bis hin zu Friedrich Merz und weiter.
„Wenn wir uns erst dazu bekennen, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, dann funktioniert das“, so hieß es vor dreißig Jahren, die CSU wollte noch „kein klassisches Einwanderungsland sein“, als ob aus den Begriffen etwas folgen würde, wenn man sie nur installiert.
Weltoffen ist man, wenn man nicht dem Glaubensbekenntnis den Vorrang vor die Anschauung der Welt gibt, aber Weltanschauung ist auch, länger schon, umgedeutet zu eben dem. Jedenfalls keine politische Kategorie für ein Staatsgebilde, so wenig wie gute Laune, Nettigkeit oder Duldsamkeit und all das, was jetzt die zentralen politischen Gewichtungen ausmacht.

Das hat zwei Effekte. Zum einen den Quatsch und Blödsinn, der zum Standard geworden ist. Zum anderen wird das, was Politik eigentlich zu leisten hätte, verdrängt und gar nicht mehr erwartet.

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Samstag, 8. Februar 2025
Kanzlerin a.D.
Als Friedrichplatsch der Liebe die Merkel-Feierlichkeiten ausrichtete, verstand man dies als Signal an die Merkelianer und Merkelisten, die immer noch den Merkel-Kurs halten und auf Merkel-Linie sind und der Altkanzlerin Preise umhängen, die würde er brauchen für seine Ambitionen.

Ja, das auch.

Es ist aber, das sehen wir jetzt, Merkel selbst, der gehuldigt werden muss.
Und es ist ihre Eitelkeit, die man bedienen muss.
Dieser Zug fiel den Journalisten unter den Merkelanhängern nicht auf, die hielten sie für uneitel, weil die Eitelkeit von Merkel eine Größenordnung höher beginnt, als die Journalisten registrieren.

Die Nachfolger können nicht, selbst wenn sie wollten, die Merkel-Ära aufarbeiten; sie dauert an.

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Freitag, 7. Februar 2025
Monstrosität aus der Sprache des Grünen Reiches
Allem Anschein nach der bisherige Tiefpunkt, der normalerweise blanke Fassungslosigkeit auslösen müsste.
Perlentaucher hat: „taz und FAZ kommen auf den Mord an Hatun Sürücü vor zwanzig Jahren zurück: Ehrenmord oder Femizid?“

Tja, wenn man so fragt.
Dann geht es um die Begriffe, nur für das nächste Mal, für die Einordnung. Gewöhnt man sich an was anderes als das, was es ist. Macht die Sache leichter.

Da bleibt nur festzustellen, die verwirrten Einzeltäter sind noch längst nicht die Gestörtesten.

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Donnerstag, 6. Februar 2025
Das richtige Thema
Wieder etwas Vorbildhaftes von Mr. President.
Die Aufregung ist groß, weil er etwas einbringt, das funktionieren kann. Er kommt nicht mit einem Siebenpunkteplan oder Dreistaatenlösung oder Verhandlungstisch, wie wir das immer gewöhnt sind. Und bisher ging es immer um die Frage, wie man Israel zu Zugeständnissen bewegt, um den Terror zu begrenzen, all das. Multikulturelles Palästina, in dem alle zusammen und gemeinsam, so was schrieb der sogenannte Augstein als Plan, alle denken in solchen Kategorien, und sie denken ins Leere, im günstigsten Fall.

Der wirklich neue Effekt ist: Auch die Entsetzten haben jetzt das Thema Gaza. Was sonst soll mit Gaza werden. Das ist es schließlich, wo das Problem liegt. Da muss man ansetzen.

Er hat also das richtige Thema gesetzt, wie das die Parteien im Wahlkampf auch gerne tun täten.
Muss man eben können.

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Mittwoch, 5. Februar 2025
Chancenmanagement
Was fehlt oder was anders gehen sollte, wird oft erst bemerkt, wenn man vor Augen geführt bekommt, was woanders doch geht.

Beim ersten Amtsantritt von Trump war neben dem Faschismusverdacht die herrschende Meinung, der könne das ja gar nicht und hätte bloß als Show kandidiert, wogegen Hillary damit warb, vom ersten Tag an regieren zu können. So war es aber nicht, Trump hat sofort losregiert und war jeden Tag in den Nachrichten mit einer Aktivität, nicht, wie Biden, mit einer Meinungsbekundung. Trump war aber doch sehr gebremst und eingehegt durch die Mit- oder Gegenwirkenden aus dem Parteiestablishment.

Die Zwangspause hat er genutzt.
Er ist besser geworden, mindestens im Sinne von professioneller, wenn man ihn jetzt schlimmer findet.

Und das ist etwas, das bei uns fehlt, wie wir nun festzustellen haben. Zwangspausen gab es genug, für CDU und FDP, für Friedrich Merz und Christian Lindner. Sie haben aber weder dazugelernt noch sich verbessert, sie haben nicht nur nicht gewonnen, sondern die Chancen vermasselt.

Nur gut für sie, dass bei uns die Wähler das nicht weiter übelnehmen.

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Dienstag, 4. Februar 2025
Zentralföderalismus
Als häufig genannte Begründung, warum etwas nicht geht, kommt die Zuständigkeit der Länder, bei Bildung etwa und anderen Problembrennpunkten. Das war auch so gedacht mit dem Föderalismus, dass nicht zentral einer auf einmal das ganze Reich oder die ganze Bundesrepublik mehr gleichschalten können solle.

Dafür aber ist doch wieder alles sehr gleichgestellt. Derselbe Unsinn in Schulen und Unis, dasselbe Verblödungsprogramm in Kultur und Funk, was soll da noch föderalistisch sein und wie kam das?

Die Grünen, die durch die Institutionen marschiert sind, haben eben doch zentralpropagandistisch gewirkt und den Block geschmiedet.

Der kann nur nicht zentral aufgelöst werden von Bundesebene aus.
Und Europa ist noch darüber, falls ja etwas versucht würde.

Darum hat man bei Grüns so eine Angst vor Parteikonkurrenz, sie haben vorgemacht, wie es geht, und fürchten nun, dass jemand es ihnen nachmachen könnte.

Sie wehren den Anfängen.

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Montag, 3. Februar 2025
Kanzlerfrage
Seltsamerweise geht Friedrich Merz um als der nächste Bundeskanzler, aber auf die Frage: „Wofür soll der gewählt werden?“ gibt es überhaupt keine ernstzunehmende Antwort bis auf die, dass das halt der Plan war; Ampelende und vorgezogene Wahlen mit Übergabe an den, der sich und den man unter Kontrolle hat. Jetzt gibt es ein paar Signale an ihn, dass er sich daran halten möge.
Was zu der Frage führt: Hätte er auch auf einem harten Weg Parteivorsitzender und Kanzlerkandidat werden können?
Das wäre jedenfalls, worauf er es hätte ankommen lassen müssen. Er hätte sofort als Vorsitzender den internen Kanzler geben müssen, den Trump, mit dem Risiko des Fehlschlags. Dann aber, also im Falle des Erfolges, wäre er nun Wunschkanzler der Mehrheit und nicht des Hofes, für den er den Titel Kanzler führt unter Habeck.

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Sonntag, 2. Februar 2025
Wahlkampflose Übergabe
Eine lokale Auffälligkeit, die sich vermutlich landesweit hochrechnen lässt: Kein Wahlkampf.
Keine Wahlkampfstände der Parteien. Wo man doch denken könnte, die müssen jetzt alle den ganzen Tag da stehen und den Menschen ihre Inhalte vermitteln.

Was aber herumsteht, sind parteiunabhängige Wahlkampfstände. Unabhängig im Sinne von nicht genannt. Geld für die Welt, Gewerkschaft, Umweltkram. Die Kryptokommunisten also, die ganz allgemein für die Parteien des demokratischen Sozialismus stehen, vielleicht auch Daten sammeln, Stimmung verbreiten, aber nicht die Wut auf die Ampel-Groko abkriegen.

Und natürlich der demonstrative Wahlkampf, den gibt es auch, Protestmärsche gegen den CDU-Faschismus.

Lauter deutliche Signale.

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Samstag, 1. Februar 2025
Projizierte Selbstmissachtung
Auch dies gilt es zu verstehen.

Wenn es uns so geht oder wir davon hören, man fühle sich nicht sicher, habe Angst im öffentlichen Raum, man blicke sich um, etwa im Zug, wer da noch fährt, und wir uns wundern, warum Grüne und Linke dafür überhaupt kein Verständnis haben, dann deshalb, weil es ihnen schon immer so geht. Angst ist ja ein Resultat aus dem Informationsstand. Wir haben Angst nicht so sehr wegen Dingen, die uns selbst schon betroffen haben, sondern die uns betreffen könnten, von denen wir gehört haben, dass sie gefährlich sind. Und so geht es Grünen und Linken mit den Deutschen.
Die Deutschen und das Deutsche, das ist bei ihnen emotional negativ besetzt, da wird denen mulmig, da kriegen sie Angst. Echt.
Das ist nicht Selbsthass, nicht nur, sondern Konditionierung.

Darum bespielt Robert Habeck echte Ängste, wenn er nicht glauben kann, dass zur Mehrheit auch die Gegenpartei gehören soll. Sympathie für die Teufel darf es nicht geben.
Darum funktioniert kein Argumentationsvektor von den tatsächlichen Gewalttaten auf politisches Handeln, denn dieses ist noch schlimmer für die.

So ist es nun mal. Schlimm für die und zu spät für uns.

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