Freitag, 3. Juli 2026
Schriftstellerin träumt von tauglichem Literaturbetrieb
tagesschauder, 10:40h
Kulturradio, Gespräch mit preisbehängter Autorin, Liste von Standardfragen im Proust-Fragebogen-Stil, etwa: Was haben Sie zuletzt geträumt? Sie sagt, sie habe von Peter Handke geträumt, was sie sonst nie tue, er sagt, er hat ihre Essays gelesen und findet sie schlechter, als er erwartet hätte.
Deuten wir mal etwas herum. Nie von Handke träumen, dann doch, das heißt, sie träumt vom Literaturnobelpreis. Ist natürlich nicht drin. Handke steht hier für das Preiswesen, für den Literaturbetrieb. Ihr Wunsch wird ja wohl nicht sein, dass sie für schlechter befunden wird als gedacht. Sie fühlt sich nicht ausreichend gewürdigt, und zwar nicht im Sinne von zu wenig gefeiert, sondern nicht substanziell gelesen und beachtet. Sie hält den Literaturbetrieb für mindertauglich, sie wünscht sich echte Qualität.
So jedenfalls deuten wir es, wenn wir nicht von den eigenen Wünschen in die Irre geführt sind.
Deuten wir mal etwas herum. Nie von Handke träumen, dann doch, das heißt, sie träumt vom Literaturnobelpreis. Ist natürlich nicht drin. Handke steht hier für das Preiswesen, für den Literaturbetrieb. Ihr Wunsch wird ja wohl nicht sein, dass sie für schlechter befunden wird als gedacht. Sie fühlt sich nicht ausreichend gewürdigt, und zwar nicht im Sinne von zu wenig gefeiert, sondern nicht substanziell gelesen und beachtet. Sie hält den Literaturbetrieb für mindertauglich, sie wünscht sich echte Qualität.
So jedenfalls deuten wir es, wenn wir nicht von den eigenen Wünschen in die Irre geführt sind.
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