Donnerstag, 4. Januar 2018
Berlinisierung
Unter dem Titel „Das seltsame Toleranz-Verständnis der SPD“ schreibt die WeLT: "Der Berliner Bürgermeister Müller vermeidet es, sich von radikalen Predigern zu distanzieren. Ist es die Angst, als rassistisch zu gelten? Das glaubt die liberale Imamin Ates – sie sieht bei linken Parteien Selbsthass.“

Seyran Ates hat eine hohe Meinung von der SPD, wenn sie die Angst vor Rassismusvorwürfen als Motiv annimmt. Solche Vorwürfe sind an die Verbraucher gerichtet, sie sind ein Herrschaftsinstrument gegen die, die ruhig sein sollen. Und als solches werden sie gebraucht, um Kritik an SPD und Senat abzuwehren. Wie sonst sollte es Bürgermeister Müller schaffen, Kritik an der Senatspolitik als rassistisch einstufen zu können? Der Selbsthass, ja, der ist da, aber der wird immer auf die anderen geleitet.

Linkspolitik bedeutet inzwischen, sich an das Mieseste ranzuhängen, was im Angebot ist, und das ist der Islam. Ismus. An einem religiösen oder gar liberalen Islam – ach doch, das ginge schon, ist nur mit den Machtstrebern nicht zu machen – hätte die SPD überhaupt kein Interesse. Dem Senat unterläuft Berlin nicht einfach so durch Fahrlässigkeit, der Senat will Berlin.

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Samstag, 14. Oktober 2017
Messeattacke
Womit weder Buchmessemanagement noch Buchmesseaktivisten ein Problem haben, ist zum Beispiel der Stand, wo ein Buch im Kinderbuch-Stil steht mit dem Titel „Alle Kinder sind Moslems“.

Das ist ja auch das Netteste, was im bunten Deutschland über Kinder gesagt werden kann; die sind deshalb schutzwürdig, denen darf man nichts tun, alle Kinder sind die besten.
Das ist der friedliche Islam.

Wenn man als ehemaliges Kind vorbeikommt oder wenn das Kind groß wird und nicht Moslem ist, also in dem Verständnis nicht mehr, ist man vom Glauben abgefallen.
Wenn die dafür vorgesehene Bestrafung vollzogen wird, ist das der schlimme Islamismus, der mit dem Islam nichts zu tun hat.

Wenn man das nicht will, ist das die noch schlimmere Islamophobie, die alle Muslime unter Generalverdacht stellt und nur noch mehr Öl ins Feuer gießt.

Aber es sind ja alle dafür.

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Sonntag, 4. Juni 2017
Der Ekel des Khan
Der Londoner Muslimrat ist laut WeLT.de entrüstet und angeekelt von diesen Feiglingen:

Der Londoner Muslimrat hat sich “entsetzt und verärgert” über den Anschlag in London geäußert. Generalsekretär Harun Khan sagte: “Ich bin entsetzt und verärgert durch die Terrorattacken an der London Bridge und dem Borough Mark, in meiner Heimatstadt. Diese Gewalttaten sind wahrhaft schockierend und ich verurteile sie auf die größtmögliche Art und Weise.”
“Muslime auf der ganzen Welt sind entrüstet und angeekelt durch diese Feiglinge, die wieder einmal die Leben von einigen Briten zerstört haben. Dass dies im Monat Ramadan geschieht, wenn Muslime beten und fasten, zeigt nur, dass diese Menschen weder das Leben noch den Glauben respektieren. Meine Gebete sind bei den Opfern und den Menschen, die von dem Terror betroffen sind.“

Was ist denn die größtmögliche Art und Weise der Verurteilung?
Nun gut, man muss dem Islamfunktionär nicht mehr rhetorische Betroffenheit abverlangen als den sonstigen Politikern.
Oder, halt, doch, eigentlich schon. Wenn die Entrüstung den Feiglingen gilt, wer sind dann die Mutigen? Es ist die Heimatstadt, wo sonst sollen Anschläge stattfinden, wo hätte er sie lieber?
Es ist nicht hinterhältig, so zu fragen. Es gibt genügend Anhänger der Terroristen, die die Verlautbarungen genau so verstehen.

Immerhin wird mittlerweile die Phase übersprungen, in der es nichts mit Islam zu tun hat.
Das ist wohl nicht mehr nötig, man versteht.

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Samstag, 26. März 2016
Glaubensschwäche
Es gehört nicht nur zum liberalen Rechtsstaat, dass es gestattet ist, religiöse Denkfiguren als Quatsch abzutun, der Glaube selbst schließt diese Möglichkeit ein. Wenn er ein Glaube ist.
Nur, wenn man sich gegen den Glauben entscheiden kann, kann man sich auch dafür entscheiden, und darauf kommt es an. Ein Frömmeln lässt diese Möglichkeit nicht zu, weil es gerade nicht die Innerlichkeit beachtet. Ein totalitäres System kann auch nicht damit umgehen, dass jemand etwas anderes oder gar nichts glaubt, und dies mit Grund, denn allein die Möglichkeit, daran zu denken, ist ein Verstoß gegen die totalitären Grundlagen.
In religiösen Gefühlen beleidigt zu sein, ist mithin ein Zeichen für schwachen Glauben.
Diese Glaubensschwäche wird man überspielen müssen, indem man Ungläubige jagt.

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Sonntag, 9. Dezember 2012
Islamismus gegen Religion
Volker Kauder hat verraten, dass die weltweite Religionsfreiheit durch den Islamismus bedroht wird. „Bedroht“ ist natürlich mal wieder verharmlosend, und in dieser Terminologie ist Islam dann der vom Islamismus abgefallene Teil, der nicht die anderen bedroht, also eine private Glaubensverfasstheit. Nur schade, dass die dann wieder vom Islamismus bedroht ist.

Kauder hat so weit recht mit seiner Feststellung, nur leider ist es ja gerade das, was den Islamismus in den Augen der Religionskritiker so sympathisch macht.

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