Mittwoch, 17. Juni 2026
Staatstheater
Aus unerfindlichen Gründen wird in einem Thüringer Kreis der Landrat gewählt, und ein klares Gesicht zeigt der Intendant des städtischen Theaters, er tritt zurück, wenn in der Stichwahl nicht der Amtsinhaber gewinnt, sondern der andere von den Anderen.
Im Kulturradio wird er ausführlich befragt. Holocaustrelativierer sei der, er habe die Namen auf den Stolpersteinen als Kriegsopfer bezeichnet.
Das klingt schon nach interpretatorischer Zuschreibung, denn wenn es etwas Genaueres gäbe, würde man das vorbringen. Wenn der das so als Aussage getätigt hat, dann ist sie inhaltlich falsch, und auf dieser Ebene sollte man damit umgehen, was ja leicht möglich wäre. Aber Umgang auf inhaltlicher Ebene ist gerade nicht mehr gewollt, dann machen sich die Leute ihre eigenen Meinungen.

Der Intendant beschreibt auch die zu erwartenden Auswirkungen auf das Theater. Was er da anspricht, sind die Verflechtungen des Theaters mit dem Staat. Staatsleute in den Gremien und all das. Bisher eben im politischen Einklang. Der Einklang ist in Gefahr.
Man kann also auch das Theater abwählen.

Wird schon gut ausgehen für den Intendanten.

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