Freitag, 27. Februar 2026
Zwischenstaat
Das wirklich Bescheuertste war auf focus.de zu lesen, na bitte, der Rechtsstaat funktioniere, mögen die doch aufhören zu heulen.
Das fällt ja nicht einmal mehr unter Propaganda. Wenn das die Denkvorgabe sein soll, die man sich gegenseitig bestätigt, dann hat man vor sich selbst noch weniger Achtung als vor den anderen des Milieus.

Es ist ja so, wenn die Gerichtsentscheidung für den funktionierenden Rechtsstaat steht, dann stehen Nancy und Bundesamt und Linkgrüne im Gegensatz zum Rechtsstaat, auch die Presse und der Bundespräsident, der will, dass getan wird, was zu tun ist.
Funktioniert hat das Gericht, dankenswerterweise, und das im rechtsstaatlichen Sinne, nicht im Sinne der Funktionäre.

Ist halt noch die Übergangszeit. Palästina wird sich an alle erinnern, wie wir von der Berlinale wissen.

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Donnerstag, 26. Februar 2026
Problemeva
Da ist jetzt das Skandälchen, vor acht Jahren hat der CDU-Kandidat im Fernsehen über Schülerin Eva mit rehbraunen Augen geschmachtet.
Da verzieht man den Mund, das ist aber auch alles. Hätte er ihre langen Beine oder andere ausgeprägten Körperregionen beschrieben, das wäre sexualisiert.

Es ist wohl so, dass der das im Fernsehen gesagt hat, um sich selbst als sexy Typen zu präsentieren. Schon schmierig, aber nicht das Problem von Eva.
Dass das von Grün problematisiert wird, scheint wohl auch daran zu liegen, dass die ein Problem mit Eva haben. Ein Schwärmen für Aisha wäre gängig und kein starkes Instrument gegen den.
Das denken wir uns so. Vielleicht hätten sie die ausfindig gemacht und sie überzeugt, wie beleidigt sie ist.

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Mittwoch, 25. Februar 2026
Opferunion
Zutreffend wird die Aussage des Kanzlers, er wolle Zustimmung nur in der Mitte suchen und das bedeute Zusammenarbeit mit der SPD, als Unterordnung unter die SPD und sonstige Linke kommentiert.
Dabei ist schon übel, dass er meint, es gehe darum, Zustimmung zu finden, statt ein Mandat, einen Auftrag zu bekommen. Aber er ist eben schon bei Links.
Wenn er dann wenigstens innerhalb der vermeintlichen Mitte etwas mehr Verhandlungsgeschick einbringen könnte, das wäre schöner, aber das hofft keiner mehr.
Wie schon bei Merkel liegt die Schuld indes bei uns, bei der Öffentlichkeit. Die Pseudoöffentlichkeit sind die Medien, die wollen das so. Und sonst ist nichts. Die CDU wird nicht belohnt dafür, mal etwas, das richtigerweise gesagt wurde, auch zu versuchen. Im Gegenteil, die Öffentlichkeit duckt sich auch weg, wenn die CDU doch mal den Hass abkriegt, der immer am liebsten gegen die anderen ausgekübelt wird, ob verbal oder gewalttätig.
Die CDU ist Opfer von Beziehungsgewalt und alle schauen weg.

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Dienstag, 24. Februar 2026
Günstige Verschlechterung
Was vielleicht bei Manchen noch Erstaunen auslöst, ist die Beobachtung, dass viele andere als die Manchen immer konformer werden und immer weniger von der Realität außerhalb der vorgegebenen Sprachstanzen und Denkmustern wissen wollen, wo doch die Realität, wie immer man sie wahrnimmt oder interpretiert, einen Kontrast darstellt.
Folgendermaßen kommt es.
Die Realität, sagen wir die Informationen aus der Realität, werden immer schlechter. Die Lage wird immer schlechter. Dann wächst das Risiko, aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden, also das Risiko, das man eingeht und das es bedeutet, wenn man nicht zur Gruppe gehört. Man ist sicherer in der Gefolgschaft, ob nun die Führung rechthat oder nicht. Man optimiert also mit der Konformität seine Chancen zu überleben.
Darum die permanente Selbstvergewisserung, dass die anderen die Falschen sind.
Darum auch die normierte Sprache, sie bewahrt davor, erstens in Gaunersprache zu verfallen und zweitens in eine andere, gefährliche, Sicht zu gelangen.
Die Verschlechterung der Lage ist für die Machthaber gar nicht schlecht.

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Montag, 23. Februar 2026
Sprache des Grünen Reiches: „Sanktionen“
Und zwar bei Sozialleistungsempfängern. Weniger Leistungen, also weniger Zahlungen, werden als Sanktionen bezeichnet, als würde ein Wirtschaftsembargo verhängt gegen Benachteiligte, die ohnehin schon von Arbeitslosigkeit betroffen sind.
Dies hat allein den Zweck, sich in die moralische Position des solidarischen Miteinandermachers zu erheben. Es klingt einfach gut, wenn man sich für Schützenswerte einsetzt und dafür am Geldfluss eine Teilhabe erlangt.
Im selben Wortsinne wären die Zahlungen selbst auch Sanktionen gegen die, die sie erarbeiten und denen sie wegversteuert werden. Das könnte man ja mal in den Sprachgebrauch einführen.

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Sonntag, 22. Februar 2026
Netter Versuch, nur untauglich
Auf einer Internetseite aus der Coronazeit, 1bis19.de, wird davon erzählt, wie die Initiative für einen Volksentscheid gegen Gendersprache erst erfolgreich verlief und dann in den Institutionen versackte.
Daraus ließe sich etwas lernen, wenn man es nicht schon wüsste und wir hier es gelegentlich herauszuarbeiten versucht sind.
Schon die Verwendung des Wortes Gendersprache erkennt die Prämissen an. Man bewegt sich in dem Sprachraum von geschlechtergerechtem Deppinnensternchen und Vielfalt.
„Stoppt Gendersprache!“ richtet sich grammatisch an andere. Die sollen was. Niemand will etwas sollen.
Aber gut, es wird klar, dass man etwas loswerden will.
Das reicht nur nicht, wenn man meint, den rechtsstaatlichen Weg zu gehen und dann Erfolg zu haben, wenn die Formalitäten erfüllt sind. Die Vorlage, zeitungsdeutsch Blaupause, wäre immer der Klimaquatsch, da wird Geld geschippt für außerparlamentarische Organisationen, die in die Parteien wirken, in die Presse und in die Mentalität; wenn die dann ein Volksbegehren machen, wird es medial begleitet und hochgedrückt, niemand wagt, etwas gegen Klima zu sagen.
Dahin müsste man kommen, niemand wagt zu schändern. Dann kann die Rechtslage nachgereicht werden.
Solange man zeigt, dass man von unten einen Erlass erwirken will, verliert man.

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Samstag, 21. Februar 2026
Schwere Fälle von Kulturbetrieb
Die Autoren sind nicht vergleichbar und die Bücher nicht und die Situation nicht, gerade darum ist die Koinzidenz so bemerkenswert.

Im Kulturradio ein Beitrag über Erich Loest und sein DDR-Buch „Es geht seinen Gang“, es wurde in der DDR fast versehentlich veröffentlicht und die Nachauflagen dann wieder nicht, schwerer Fall von Literaturbetrieb im Sozialismus.
Ein völlig anderer Fall jetzt, ein Politiker von der Gegenpartei kann sein Buch nicht auf der Leipziger Buchmesse vorstellen, aus Sicherheitsgründen. Perfide Kommentare dazu gehen dahin, dass die Messe keine Tumulte brauche, die einen gegen die anderen, so sind die Extremen.
Nun soll auch die Druckerei den Druck des Buches abgesagt haben. Wegen Haltung.

Darauf wäre man in der DDR nicht gekommen. Da wurde zentral geplant.

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Freitag, 20. Februar 2026
Umstrittener Propagandafilm
Da gab es etwas Interessantes aus dem Kulturradio zu erfahren.
Nicht das Kulturgequatsche über Kürzungen bei der Förderung des Kulturgequatsches, das Interviewte redete mit Deppinnensternchen. Im Anschluss gab es die letzte Folge der Lesung von der „Feuerzangenbowle“, dem Roman. Alle kennen den Film, darum ist von Interesse, was vielleicht im Buch anders ist.

Das Buch schrieb der Verfasser 1933 nach einem eigenen Drehbuch zu einem Film mit Heinz Rühmann, Zwillingsbruder an der Schule, der Streiche macht, wie eine schwache Version des bekannten Films.

Vieles ist wie erzählter Film, das heißt, es ist so verfilmt worden wie geschrieben.
Zum Schluss, wie im Film, die Lehrerparodie, zu der ein Gremium dazukommt, der Direktor sagt, er soll das Schauspiel weitermachen, dann kommt der echte Lehrer dazu. Es endet mit einem Happy Ending, bevor aufgelöst wird, dass die ganze Geschichte doch nur erfunden war.

Jetzt aber, im Buch ist nicht wie im Film die Stelle in der Lehrerparodie mit Heinz Rühmann in Großaufnahme, wie er direkt zum Kinopublikum sagt: „Wer es schafft, zwei Halme wachsen zu lassen, wo bisher nur einer wuchs, der ist größer als der größte Feldherr.“
Als wer?
Genau, das hat er wirklich gesagt, als der größte Feldherr. Aller Zeiten.
Im Film von 1944, extra hineingeschrieben.

Das können die, die jedes Jahr gegen Ausstrahlung und Hörsaalvorführung protestieren, gut verwenden: Er hat größter Feldherr gesagt!

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Donnerstag, 19. Februar 2026
Entfremdete Mentalität
Hier zwei Beispiele für Bedingungen, unter denen die Handelnden glauben, sich richtig zu verhalten, aber nicht einmal das aus ihrer Sicht Richtige tun.

Neue Zeitung geht, zeitungsdeutsch formuliert, an den Start, Werbekunden würden gern, fürchten aber, in die Ecke der neuen Zeitung gestellt zu werden, die selbstverständlich den Hass des herrschenden Westfeuilletons abkriegt, darum machen die es ja. Das wäre der Sinn der Werbung, auffallen, den Lesern und Kunden das Signal geben, hier, wir machen es für euch. Aber die Signale, die gesetzt werden dürfen, sind festgelegt.

In Baden-Württemberg ist Wahlkampf, die CDU will keine kontroversen Themen, darum will die Bundes-CDU die Klimazielkorrekturen erst hinterher, damit nicht Cem Özdemir ein Wahlkampfthema hat. Die Frage, die sich auftut, lautet: Geht's noch? Das wäre ein wunderbares Wahlkampfthema, ein Gewinnerthema. So was kennt man bei der CDU gar nicht mehr, und wenn, möchte man nicht mit Gewinnerthemen provozieren. Wozu soll man die noch wählen. Der Spitzenkandidat, der momentan als Favorit gilt, verliert völlig zu Recht.

Beide Beispiele haben gemeinsam, dass lieber nicht gemacht wird, was der eigenen Situation nach richtig wäre. Die Entfremdung von der Lebenswirklichkeit ist sowohl Methode als auch Effekt totalitärer Mentalität.

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Mittwoch, 18. Februar 2026
Leitrealität
Die Vorläufererscheinungen von der KI-Faktenmeldung waren weniger die technischen Entwicklungen als die Meldungen, die falsch waren, aber dem Willen und der Vorstellung der Linken entsprachen und entsprangen, Hetzjagden in Chemnitz, Sieg-heil-Rufe zu Silvester im Osten, dies gemutmaßt von Lars Klingbeil. Wahr ist, was nützt, so Augstein.
Die Weltlage ist ihnen klar, die Weltbilder sind abgeschlossen, fehlen nur noch konkrete Bilder und konkrete Nachrichten, die werden nunmehr geliefert, die sind da, die lassen sich wünschen.
Es wird da keine Rückkehr geben, keine Einsicht, es übertrieben zu haben. Haben sie nicht aus ihrer Sicht. Und weil es schwieriger wird, Nachrichten aus der Realität zu verschweigen, wird umso mehr das Gegengewicht in Form von solchen Nachrichten, die dem Bild entsprechen, gebraucht.
Dabei unterscheidet man gar nicht mehr zwischen Bild, Nachricht, Emotion und ideologischer Ausrichtung, das muss man nicht mehr und kann es ohnehin nicht.
Die Realität, also die Summe der anekdotischen Evidenzen, war schon immer feindlich, jetzt muss sie gar nicht mehr beachtet werden.

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Dienstag, 17. Februar 2026
Journalistische Gefahrenlage
Da geht ein Einstiegstext von Spiegel-online als Meme herum, über das sich lustiggemacht wird. Ein Karrierejournalist stellt den „Epstein in uns allen“ fest und fordert, sich zu fragen: wieviel Macht habe ich über Frauen?
Die Kommentatoren sind der Auffassung: der – gar keine.
In seiner ersten Artikelreihe auf Spiegel-online erzählte er vor fünfundzwanzig Jahren über das erste Semester und dass er aus seinem Heimatkaff herausmüsse und dass die reizende Franzi ihn nicht heranlässt. Wenn sie das inzwischen getan haben sollte, hätten es wohl alle erfahren.
Der Epstein in uns allen hätte jetzt weniger was mit Macht über Frauen zu tun, aber gut, man soll sich der Frage stellen, was bewahrt mich davor, zum Monster zu werden? Dies in Hinblick auf so was wie auch historisch veranlasst.
Aber das tut der Karrierejournalist nicht. Er phantasiert sich in eine Machtposition. Dass er sie als inneren Epstein bezeichnet, ist Abspaltung, Auslagerung.
Dies und die Unfähigkeit zu bemerken, wann man sich der Lächerlichkeit preisgibt, ist eine gefährliche Mischung.

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Montag, 16. Februar 2026
Preislose Courage
Wer es noch nicht getan hat, gucke die Martenstein-Rede, lesen geht schneller, aber besser ist gucken.
Man sieht, wie aufgewühlt er ist, die Sache ist ihm ernst. Und man sieht das Publikum, das man eigentlich nie sehen will, die Kulturkaste mit Vielfaltsehnsucht. Die Masse gegen einen, einer gegen alle. Die sind mehr, der ist besser.
Buh-Zwischenrufe und Buh-Rufe am Ende, auch ein Ruf, er habe die Redezeit überschritten, ertönt in völliger Selbstgewissheit, dass man das, was man nicht hören will, auch nicht zu hören braucht.
Die Dramaturgie der Rede entspricht der Situation, er kommt nicht an mit nicht so schlimm und erst mal sehen, sondern erklärt und benennt die Antidemokraten im Publikum als Problem für die Demokratie. Damit können die nicht umgehen.
Der Mann verdient den Zivilcouragenobelpreis.
Und der Theaterprozess ersetzt das juristische Verfahren, wie bei „Geheimtreffen“. Dass die Veranstaltung „Prozess gegen Deutschland“ betitelt ist, sagt auch etwas über die.

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Sonntag, 15. Februar 2026
Tolle Tage
Warten wir mal darauf, dass der Karneval als überholt gilt, weil er nationalsozialistisch belastet ist.
Was er ja ist.
Das waren üble Sachen, die im Kölner Frohsinn als humoristisch angesehen wurden. Aus Sicht der damaligen Karnevalisten waren sie womöglich gar nicht für die Herrschaft, sondern gegen die da oben, als die ihnen die Juden verkauft worden waren, die dachten vielleicht wirklich, sie wehren sich gegen die jüdische Vormacht, und dann geht das satirisch wieder in Ordnung.
Wurde jetzt nicht so wirklich aufgearbeitet, schon gar nicht gemessen daran, dass Musikinstrumente als belastet gelten oder manche Parolen schon früher gesagt worden sein sollen.
Es wird nicht lange dauern, da gehört Karneval gar nicht mehr zu dem Brauchtum unseres Vielvölkervolkes. Dann brauchen die, die darin Vielfalt sehen, einen Grund, warum man das lieber bleiben lässt. Das geht noch eher als bei Jahresendfesten.

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Samstag, 14. Februar 2026
Postenverwandtschaft
Die Gegenpartei geht mit den Vetternwirtschaftsvorwürfen erstaunlich unprofessionell um, sogar unterhalb der normalen Affekte. Angefressen reagieren und von Kampagne reden, das ist das, was sie vorgemacht kriegen von den anderen, das reicht nicht, und im Magazin mit Teilzeitverbot aussagen, aber bei den weitreichenstarken Portalen keine Zeit haben, das ist nicht aus Sicht der Wähler, Bürger und Zuschauer gedacht.
Der höchste Parteivertreter, der Spitzenkandidat, müsste im weitreichenstarken Portal sagen: Ja wen den sonst? Pauline, möchten Sie? Nach welchen Maßstäben bewerten Sie das, nach denen mit Grünen-Graichen oder UN-Baerbock oder Fahimi oder Nahles oder Lauterbach, ja, nach den höheren Maßstäben geht das nicht, und sobald wir in der Lage sind, werden wir die höheren Maßstäbe selber anlegen, sehr gut, dass Sie hinschauen, bitte genauso immer und weiter.
Aber die Berater sind wohl auch nur intern ausgewählt.

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