Mittwoch, 1. April 2026
Wieso der?
tagesschauder, 10:58h
Das kommt in totalitären Verhältnissen häufig vor, dass eine Person sich in der Illusion verfängt, das System benutzen zu können. Da wäre die Schauspielerin und Moderatorin nicht die erste, die nur so lange benutzt wird, wie sie nützlich ist, und sich in der Öffentlichkeit ruiniert.
Es sagt ja niemand, „aber das Mitgefühl für das, was wirklich war, verdient sie weiterhin“, sondern sie ist unten durch.
Der Kulturpolitbetrieb braucht sie noch als Symbolgesicht, das wird sie weiter liefern. Ihr Fall hat gepasst, darum wurde sie gecastet.
Aber was ist mit ihm? Der war doch Vorzeigefeminist? Warum das Exempel an dem?
Möglich, dass er nur nebensächlich passte.
In einer Folge seiner Serie, die immer so aufgebaut ist, dass aus einer Peinlichkeit eine größere Peinlichkeit wird, muss er sich nachts draußen im Dunkeln den Hintern abwischen und greift nach einem Stück Stoff, das sich am nächsten Tag als die Fahne mit dem Wappen der Familie, wo sie zu Gast sind, erweist.
In einem Interview erzählt er, im Drehbuch sei das die Davidstern-Fahne gewesen, das habe er aber verhindert, weil das unter keinen Umständen geht.
Gut möglich, dass vielleicht schon das gereicht hat in unserem Kulturbetrieb, ihm den Schutzstatus zu entziehen, vielleicht hat er auch noch mehr Umstrittenes gesagt, was den Gesamtfall perfekt machte.
Es sagt ja niemand, „aber das Mitgefühl für das, was wirklich war, verdient sie weiterhin“, sondern sie ist unten durch.
Der Kulturpolitbetrieb braucht sie noch als Symbolgesicht, das wird sie weiter liefern. Ihr Fall hat gepasst, darum wurde sie gecastet.
Aber was ist mit ihm? Der war doch Vorzeigefeminist? Warum das Exempel an dem?
Möglich, dass er nur nebensächlich passte.
In einer Folge seiner Serie, die immer so aufgebaut ist, dass aus einer Peinlichkeit eine größere Peinlichkeit wird, muss er sich nachts draußen im Dunkeln den Hintern abwischen und greift nach einem Stück Stoff, das sich am nächsten Tag als die Fahne mit dem Wappen der Familie, wo sie zu Gast sind, erweist.
In einem Interview erzählt er, im Drehbuch sei das die Davidstern-Fahne gewesen, das habe er aber verhindert, weil das unter keinen Umständen geht.
Gut möglich, dass vielleicht schon das gereicht hat in unserem Kulturbetrieb, ihm den Schutzstatus zu entziehen, vielleicht hat er auch noch mehr Umstrittenes gesagt, was den Gesamtfall perfekt machte.
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Dienstag, 31. März 2026
True Crime
tagesschauder, 10:51h
Es ist falsch, in dem spanischen Euthanasie-Fall von Sterbehilfe zu sprechen oder von assistiertem Suizid. Sie war nicht sterbend und hat sich nicht selbst mit Unterstützung umgebracht. Tötung auf Verlangen ist es, was immer das im spanischen Recht wäre. Sie wurde dazu gebracht, ihre Tötung vorzuziehen.
Man könnte mal für ein Drama oder ein Drehbuch die Frage behandeln, ob es angebracht oder zulässig wäre, ihr einen Deal anzubieten: wir töten die Vergewaltiger und du bleibst.
Wir hätten keine Dramatiker dafür, wir hätten nur die Protestierer gegen die Aufführung.
Man könnte mal für ein Drama oder ein Drehbuch die Frage behandeln, ob es angebracht oder zulässig wäre, ihr einen Deal anzubieten: wir töten die Vergewaltiger und du bleibst.
Wir hätten keine Dramatiker dafür, wir hätten nur die Protestierer gegen die Aufführung.
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Montag, 30. März 2026
Wieder etwas Funktionierendes
tagesschauder, 10:55h
Die Ahndung von Meinungsdelikten löst immer wieder die Frage aus, was nun eigentlich erlaubt und verboten sein solle. Dies ist einer der Zwecke und eine wiederkehrende Erscheinung, es soll gar nicht klar bestimmbar sein, was man eigentlich darf, so dass man lieber still ist.
Es ist auch nicht so, jedenfalls war es das im bisherigen Rechtssystem nicht, dass bestimmte Wortkombinationen einen Straftatbestand erfüllen, es kommt auf den Zusammenhang an, Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole ist nur Verwendung, wenn sie im Sinne einer Benutzung verwendet werden und dann eben mit vorsätzlichem Bezug etwa zum Nationalsozialismus und nicht in der aktuellen politischen Rede, hundert Prozent für die Bundesrepublik geben zu wollen.
Die Verfolgung ist personenbezogen. Die Personen von der Gegenseite werden abgesucht nach verwertbaren Äußerungen. Ermitteln lässt sich erst einmal. Manche geben nach und zahlen.
Und das ist die Botschaft an die Gesellschaft: hier, das sind die Gefährlichen, zu denen wollt ihr nicht gehören.
Wir sind so weit, dass das funktioniert.
Es ist auch nicht so, jedenfalls war es das im bisherigen Rechtssystem nicht, dass bestimmte Wortkombinationen einen Straftatbestand erfüllen, es kommt auf den Zusammenhang an, Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole ist nur Verwendung, wenn sie im Sinne einer Benutzung verwendet werden und dann eben mit vorsätzlichem Bezug etwa zum Nationalsozialismus und nicht in der aktuellen politischen Rede, hundert Prozent für die Bundesrepublik geben zu wollen.
Die Verfolgung ist personenbezogen. Die Personen von der Gegenseite werden abgesucht nach verwertbaren Äußerungen. Ermitteln lässt sich erst einmal. Manche geben nach und zahlen.
Und das ist die Botschaft an die Gesellschaft: hier, das sind die Gefährlichen, zu denen wollt ihr nicht gehören.
Wir sind so weit, dass das funktioniert.
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Sonntag, 29. März 2026
Voodoo-Lounge
tagesschauder, 10:58h
Zu der Ulmen-Sache, mit der Christian Ulmen gar nichts zu tun hat, mit der sein Name ab nun verbunden ist, Computervideos von der Partnerin verbreiten, dazu stellt WeLT.de fest, der Gewaltbegriff verschöbe sich, und faz.de hat „Zeigt meiner Freundin, was ihr mit ihr machen könnt!“ als männliche Aufforderung, patriarchale Dominanz zu zeigen. Digitales Voodoo, das ist ein Fall von „Augen auf bei der Partnerwahl!“ für die Frau und von psychischer Tiefengestörtheit bei dem Mann und den Freunden.
Ist nun aber das digitale Ausleben der Phantasie eine Vermeidung realer Gewalt oder löst die digitale Möglichkeit die Gewaltphantasien aus, die übel sind und real gefährlich werden können?
Die Frage wird durch die Gleichsetzung von virtuell und real übergangen, dabei kommt es darauf an.
Nun geht es noch weiter, wir haben nicht nur die Gleichsetzung realer und virtueller Gewalt, eine Erweiterung des Gewaltbegriffs, sondern eine Verlagerung des Themas, denn, wie wir gesehen haben, ist die in der Pseudowelt stattgefundene Tat für die Insassen der Pseudosphäre relevant und die reale außerhalb ihrer Matrix nicht. Wir erleben die Gleichsetzung von Wertung und Sachverhalt. Wer die Deutungsmacht hat, bestimmt die Tatsachen.
Wöllte man gesetzlich die Rechtsposition der Betroffenen verbessern, würde man die durchsetzbaren Ansprüche auf Löschung und Schadensersatzzahlungen regeln, aber die Voodoo-Meister wollen die Sache selbst in der Hand behalten und staatliches Geld für staatliche Stellen gegen Gegner, denen alles Üble zugeschrieben wird, real verausgaben für virtuelle Begründungen.
Ist nun aber das digitale Ausleben der Phantasie eine Vermeidung realer Gewalt oder löst die digitale Möglichkeit die Gewaltphantasien aus, die übel sind und real gefährlich werden können?
Die Frage wird durch die Gleichsetzung von virtuell und real übergangen, dabei kommt es darauf an.
Nun geht es noch weiter, wir haben nicht nur die Gleichsetzung realer und virtueller Gewalt, eine Erweiterung des Gewaltbegriffs, sondern eine Verlagerung des Themas, denn, wie wir gesehen haben, ist die in der Pseudowelt stattgefundene Tat für die Insassen der Pseudosphäre relevant und die reale außerhalb ihrer Matrix nicht. Wir erleben die Gleichsetzung von Wertung und Sachverhalt. Wer die Deutungsmacht hat, bestimmt die Tatsachen.
Wöllte man gesetzlich die Rechtsposition der Betroffenen verbessern, würde man die durchsetzbaren Ansprüche auf Löschung und Schadensersatzzahlungen regeln, aber die Voodoo-Meister wollen die Sache selbst in der Hand behalten und staatliches Geld für staatliche Stellen gegen Gegner, denen alles Üble zugeschrieben wird, real verausgaben für virtuelle Begründungen.
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Samstag, 28. März 2026
Neubauerscher Beweis
tagesschauder, 11:24h
Da hat doch Luisa Neubauer beim großen Auftritt gesagt, die Männer können froh sein, dass wir nur Gleichberechtigung fordern und nicht Vergeltung. Jubelkreische der Hörerinnen aller Geschlechter.
Nun sagen manche, sie redet von Vergeltung.
Wir müssen uns hier eine gewisse Bewunderung abnötigen, der rhetorische Griff ist na nicht gleich brillant aber clever, oder doch, brillant, sie redet von Vergeltung, ohne von Vergeltung zu reden, schon das ist geschickt, und die sich darüber nun echauffieren, sind eben Männer blasser Gestalt, na bitte.
Noch stärker ist die Dramaturgie, sie schafft eine Situation, sie bestimmt, was die Lage ist. Das ist das, was wir immer meinen, wenn wir sagen, es geht um die Szene. Sie zeigt sich als Akteur. Sie ist die Handelnde. Dabei redet sie nur.
Und auf die Spitze drauf kommt noch die emotionale Entlastung, „wir wollen nicht Vergeltung, könnten wir, aber wir sind hier die Guten, also die Besseren“, das wirkt.
Mehr braucht nicht bewiesen zu werden.
Nun sagen manche, sie redet von Vergeltung.
Wir müssen uns hier eine gewisse Bewunderung abnötigen, der rhetorische Griff ist na nicht gleich brillant aber clever, oder doch, brillant, sie redet von Vergeltung, ohne von Vergeltung zu reden, schon das ist geschickt, und die sich darüber nun echauffieren, sind eben Männer blasser Gestalt, na bitte.
Noch stärker ist die Dramaturgie, sie schafft eine Situation, sie bestimmt, was die Lage ist. Das ist das, was wir immer meinen, wenn wir sagen, es geht um die Szene. Sie zeigt sich als Akteur. Sie ist die Handelnde. Dabei redet sie nur.
Und auf die Spitze drauf kommt noch die emotionale Entlastung, „wir wollen nicht Vergeltung, könnten wir, aber wir sind hier die Guten, also die Besseren“, das wirkt.
Mehr braucht nicht bewiesen zu werden.
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Freitag, 27. März 2026
Erfolgsbücher
tagesschauder, 10:43h
Bei NiUS freuen sie sich zu Recht über den Erfolg, Buch auf Bestseller-Platz 1, Grund zum Gratulieren.
In der örtlichen Buchhandlung findet sich das Buch im Regal Politik, inmitten der ausgestellten Politikbücher von Correctiv und Kampf gegen steuerbord und Enthüllungen aus dem Inneren der Gegenpartei und Recherchen zu Feinden der Zivilgesellschaft und all dem.
Zusammengenommen sind die dann doch die größeren Bestseller und bestimmender für Pseudodiskurs und Meinungsmacherei.
Der Buchhandel verkauft mehr solche, dann glaubt er denen.
Ja, immerhin und wenigstens auch was anderes. Normalerweise müsste eine Entlarvung reichen, das war mal so, heute geht es um die Deutung, ob entlarvt worden sei, ja, die Deutungsmacht ist natürlich angekratzt.
Tja, dann hat sie eben Kratzer. Ob daraus schon der Riss wird, durch den das Licht einfällt, bleibt abzuwarten und zu hoffen.
In der örtlichen Buchhandlung findet sich das Buch im Regal Politik, inmitten der ausgestellten Politikbücher von Correctiv und Kampf gegen steuerbord und Enthüllungen aus dem Inneren der Gegenpartei und Recherchen zu Feinden der Zivilgesellschaft und all dem.
Zusammengenommen sind die dann doch die größeren Bestseller und bestimmender für Pseudodiskurs und Meinungsmacherei.
Der Buchhandel verkauft mehr solche, dann glaubt er denen.
Ja, immerhin und wenigstens auch was anderes. Normalerweise müsste eine Entlarvung reichen, das war mal so, heute geht es um die Deutung, ob entlarvt worden sei, ja, die Deutungsmacht ist natürlich angekratzt.
Tja, dann hat sie eben Kratzer. Ob daraus schon der Riss wird, durch den das Licht einfällt, bleibt abzuwarten und zu hoffen.
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Donnerstag, 26. März 2026
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tagesschauder, 10:42h
Da sind wir, in Westeuropa, nun so weit, dass das Opfer der Gruppenvergewaltigung hingerichtet wird.
Zu den überflüssigen weiteren Worten gehört die Feststellung, dass die Schuld bei uns allen liegt, obschon ungleich verteilt.
Zu den überflüssigen weiteren Worten gehört die Feststellung, dass die Schuld bei uns allen liegt, obschon ungleich verteilt.
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Mittwoch, 25. März 2026
Amtsbonus
tagesschauder, 10:34h
Dem jeweiligen Ministerpräsidenten wird ein Amtsbonus beim Wähler zugeschrieben, darum dachte sich die rheinland-pfälzische SPD, sie bringt ihren Spitzenkandidaten schon ins Amt, und so hat es die CDU in Sachsen-Anhalt gemacht. Mehr Wählerperspektive ist dann wohl schon nicht mehr zumutbar.
Das ist immer noch die Sicht aus der Machtzentrale nach außen oder unten.
Was gerade nicht so gut geklappt hat, dürfte auch in Sachsen-Anhalt schiefgehen, weil es so eben nicht funktioniert. Es wäre aus Sicht der CDU besser, der einigermaßen beliebte Haseloff wäre als scheidender Ministerpräsident in den Wahlkampf gegangen und hätte aus Stabilitätsgründen seinen Nachfolger empfohlen. Das hätte auf Wähler, die sich emotional einbinden lassen wollen, stärker gewirkt.
Der Amtsinhaber-Bonus ist eben einer, der vom Wähler gewährt wird, und nichts, womit man den Wählern kommen kann.
Das ist immer noch die Sicht aus der Machtzentrale nach außen oder unten.
Was gerade nicht so gut geklappt hat, dürfte auch in Sachsen-Anhalt schiefgehen, weil es so eben nicht funktioniert. Es wäre aus Sicht der CDU besser, der einigermaßen beliebte Haseloff wäre als scheidender Ministerpräsident in den Wahlkampf gegangen und hätte aus Stabilitätsgründen seinen Nachfolger empfohlen. Das hätte auf Wähler, die sich emotional einbinden lassen wollen, stärker gewirkt.
Der Amtsinhaber-Bonus ist eben einer, der vom Wähler gewährt wird, und nichts, womit man den Wählern kommen kann.
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Dienstag, 24. März 2026
Expressive Influencerin
tagesschauder, 10:43h
Bei der Influencerin mit „an Zehen aufhängen und kastrieren“ und „Unschuldsvermutung ist Täterschutz“ kann man in der Rezeption entweder meinen, na das ist doch wohl auch digitale Gewalt, oder dass sie emotional fortgerissen ist vielleicht durch eigene Gewalterfahrung, da entsteht so was.
Früher hätte man das so denken können, jetzt ist alles nur noch Aufmerksamkeitsökonomie. Alte Männer reden darüber, was wieder die Bestätigung bringt.
Wichtiger aber ist hier wie überhaupt die Wirkung nach innen auf die Bewegung. Die Bewegung muss in Bewegung bleiben, und wer sich mit besonders krasser harter harscher Konformität hervortut, wird beachtet und schmiedet die Bewegung weiter zusammen.
Kein Zufall, dass es nun ein virtuelles Thema ist. Die Realität muss mit immer mehr Mühe verdrängt werden, und diese Mühe bringt die Influencerin zum Ausdruck.
Früher hätte man das so denken können, jetzt ist alles nur noch Aufmerksamkeitsökonomie. Alte Männer reden darüber, was wieder die Bestätigung bringt.
Wichtiger aber ist hier wie überhaupt die Wirkung nach innen auf die Bewegung. Die Bewegung muss in Bewegung bleiben, und wer sich mit besonders krasser harter harscher Konformität hervortut, wird beachtet und schmiedet die Bewegung weiter zusammen.
Kein Zufall, dass es nun ein virtuelles Thema ist. Die Realität muss mit immer mehr Mühe verdrängt werden, und diese Mühe bringt die Influencerin zum Ausdruck.
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Montag, 23. März 2026
Störgefühle
tagesschauder, 11:05h
Nach jetzigem Kenntnisstand ist ihr übel mitgespielt worden vom prominenten Ex-Mann, was man niemandem wünscht und wofür sie alle nötige Unterstützung und jeden Zuspruch verdient.
Indes sollte man sich nie dazu hinreißen lassen, sich als größtes Opfer seit Beginn der Aufzeichnungen zu gerieren, das vermindert die Empathie, und das schadet gerade dann, wenn man sich auch für andere einsetzen will.
Man kann sich ja gern instrumentalisieren lassen für themennahe Zwecke, jetzt ist es mal nicht Lockerung der Schuldenbremse, sondern Strafe für digitale Gewalt, aber auch da sollte der Eindruck vermieden werden, für die Inszenierung gecastet worden zu sein.
Schon gar nicht sollte die Aufmerksamkeit zu Lasten anderer Opfer abgezogen werden.
Das sind alles Sachen, die normal sein müssten, von denen aber gar kein Normalfall mehr existiert, der das normale Muster zeigen könnte.
Dann sagen manche, was ist nun mit dem, der wird erledigt ohne Prozess, hat er sich nun strafbar gemacht oder nicht?
Jetzt wäre es eigentlich gar nicht falsch, die Strafbarkeit außer Acht zu lassen, weil eben nicht alles Üble strafbar sein soll und die Normalgesellschaft durchaus Dinge und Verhalten ächten kann, die nicht vom Strafrecht erfasst sind und aus denen sich der Staat herauszuhalten hätte.
Was hier nun das große Störgefühl auslöst, ist, dass es eben nicht die Gesellschaft normaler Leute macht, sondern die Kaste, der Hof, sozusagen ein Quasi-Staat mit Quasi-Normen in einer Pseudo-Öffentlichkeit. Showprozess in gleichgeströmter Willkür der Haltungsqualifizierten.
Daran sollte man keine Freude haben, das ist nicht weniger bedrohlich, als es eine komplette Gleichgültigkeit wäre.
Indes sollte man sich nie dazu hinreißen lassen, sich als größtes Opfer seit Beginn der Aufzeichnungen zu gerieren, das vermindert die Empathie, und das schadet gerade dann, wenn man sich auch für andere einsetzen will.
Man kann sich ja gern instrumentalisieren lassen für themennahe Zwecke, jetzt ist es mal nicht Lockerung der Schuldenbremse, sondern Strafe für digitale Gewalt, aber auch da sollte der Eindruck vermieden werden, für die Inszenierung gecastet worden zu sein.
Schon gar nicht sollte die Aufmerksamkeit zu Lasten anderer Opfer abgezogen werden.
Das sind alles Sachen, die normal sein müssten, von denen aber gar kein Normalfall mehr existiert, der das normale Muster zeigen könnte.
Dann sagen manche, was ist nun mit dem, der wird erledigt ohne Prozess, hat er sich nun strafbar gemacht oder nicht?
Jetzt wäre es eigentlich gar nicht falsch, die Strafbarkeit außer Acht zu lassen, weil eben nicht alles Üble strafbar sein soll und die Normalgesellschaft durchaus Dinge und Verhalten ächten kann, die nicht vom Strafrecht erfasst sind und aus denen sich der Staat herauszuhalten hätte.
Was hier nun das große Störgefühl auslöst, ist, dass es eben nicht die Gesellschaft normaler Leute macht, sondern die Kaste, der Hof, sozusagen ein Quasi-Staat mit Quasi-Normen in einer Pseudo-Öffentlichkeit. Showprozess in gleichgeströmter Willkür der Haltungsqualifizierten.
Daran sollte man keine Freude haben, das ist nicht weniger bedrohlich, als es eine komplette Gleichgültigkeit wäre.
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Sonntag, 22. März 2026
Vorsätzliche Wahlergebnisse
tagesschauder, 11:04h
Demokratiekritiker sagen zuweilen das Gleiche, was schon Friedrich Merz sagte, es gibt keine linke Mehrheit, und sie bezichtigen die CDU, gegen den Wählerwillen zu agieren, wenn dann die linke Regierung doch eingegangen wird.
Die Kritiker sind aber von der CDU distanziert, entweder schon immer oder abgewendet, da kritisiert es sich leicht und es sind nur die eigenen Erwartungen, die sie anlegen. Man kann der CDU gar nicht mehr vorhalten, sie würde sich anders verhalten als erwartet, und darum kann man auch den CDU-Wählern nicht vorhalten, sich hereinlegen zu lassen. Die CDU-Wähler wissen, was sie wählen, und genau das wollen sie, und das haben sie gewollt, und das haben sie und alle bekommen.
Die Spitzenkandidaten sind allesamt genau so, wie sie als Regierende dann sind, kleine Ausnahme vielleicht Kai Wegner, der einen völlig anderen Wahlkampf gemacht hat. Aber sonst wäre es eine unzumutbare Wende, wenn der Typ in Baden-Württemberg oder der in Rheinland-Pfalz plötzlich die Linken abwürfe. Partei und Wähler wären schockiert.
Wir müssen als Demokraten den Wählerwillen akzeptieren.
Die Kritiker sind aber von der CDU distanziert, entweder schon immer oder abgewendet, da kritisiert es sich leicht und es sind nur die eigenen Erwartungen, die sie anlegen. Man kann der CDU gar nicht mehr vorhalten, sie würde sich anders verhalten als erwartet, und darum kann man auch den CDU-Wählern nicht vorhalten, sich hereinlegen zu lassen. Die CDU-Wähler wissen, was sie wählen, und genau das wollen sie, und das haben sie gewollt, und das haben sie und alle bekommen.
Die Spitzenkandidaten sind allesamt genau so, wie sie als Regierende dann sind, kleine Ausnahme vielleicht Kai Wegner, der einen völlig anderen Wahlkampf gemacht hat. Aber sonst wäre es eine unzumutbare Wende, wenn der Typ in Baden-Württemberg oder der in Rheinland-Pfalz plötzlich die Linken abwürfe. Partei und Wähler wären schockiert.
Wir müssen als Demokraten den Wählerwillen akzeptieren.
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Samstag, 21. März 2026
Clanstrukturersatz
tagesschauder, 10:55h
Das war mal ein heiterer Aphorismus, „Links ist, das zu leben, dessen man andere bezichtigt“, jetzt ist das die offene Präsentation. Kein Chefredakteur, sondern geistig zurückgebliebener Menschenfeind, so wird Julian Reichelt tituliert auf einem umherfahrenden Schaufahrzeug. Die das machen, kommen sich absolut gut vor.
Jegliche Rhetorik von Hass und Hetze und Schimpfsprache und Kampf gegen Sprachverrohung und für Randgruppen wird damit als verlogen offenbart, und die haben kein Problem damit.
Wir sind unterhalb des Ideologischen angekommen, eine Ideologie müsste noch eine innere Logik haben, wenigstens doppelte Maßstäbe. Aber es geht nur noch um Cluster, um Zugehörigkeit oder nicht. Clanersatz. Jemand von uns oder nicht, unsere Gruppe oder Feind. Die Gesinnung ist nur noch Zutrittsparole oder eben nicht.
Niederschmetternder als das ist indes die Wirkung, die es auf viele tatsächlich hat, die lassen sich einstellen und wissen dann, wenn sie was von Julian Reichelt vernehmen: ach, von dem nicht.
Jegliche Rhetorik von Hass und Hetze und Schimpfsprache und Kampf gegen Sprachverrohung und für Randgruppen wird damit als verlogen offenbart, und die haben kein Problem damit.
Wir sind unterhalb des Ideologischen angekommen, eine Ideologie müsste noch eine innere Logik haben, wenigstens doppelte Maßstäbe. Aber es geht nur noch um Cluster, um Zugehörigkeit oder nicht. Clanersatz. Jemand von uns oder nicht, unsere Gruppe oder Feind. Die Gesinnung ist nur noch Zutrittsparole oder eben nicht.
Niederschmetternder als das ist indes die Wirkung, die es auf viele tatsächlich hat, die lassen sich einstellen und wissen dann, wenn sie was von Julian Reichelt vernehmen: ach, von dem nicht.
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Freitag, 20. März 2026
Zwei Kinoerlebnisse
tagesschauder, 10:49h
Zwei aus derselben Vorstellung.
Eine bemerkenswerte Nebensächlichkeit; wenn Musikstücke gecovert werden in ganz anderem Arrangement, ist der Gesang doch so gut wie immer ans Original angelehnt, nachgesungen bei allem Bemühen, nicht nachzusingen. In einer Szene in „Project Hail Mary“ machen die Leute Karaoke und dann singt Sandra Hüller einen häufig gehörten Popsong, wie man ihn eigentlich nur noch hören möchte.
Das allein gleicht das andere Erlebnis aus, es ist in der Werbung der Trailer für den neuen Horst-Schlämmer-Film. Und da ist nichts mehr zu erklären. Es gibt keinen Ansatz zum Verstehen, was die Macher denken, was die wollen, warum die das machen und was die erwarten. Mit demselben Geld könnte man Hape Kerkeling auch etwas Komisches tun lassen. Der wird doch noch von früher wissen, wie das ging. Oder etwas Unterhaltsames. Oder etwas Erträgliches.
Was er macht, ist Gesichtzeigen, jetzt ein vermeintlich lustiges, das ist genauso unzureichend.
Man muss wohl leider feststellen, dass die Kultur kaputtgefördert wurde und die Kulturtechniken verloren sind.
Eine bemerkenswerte Nebensächlichkeit; wenn Musikstücke gecovert werden in ganz anderem Arrangement, ist der Gesang doch so gut wie immer ans Original angelehnt, nachgesungen bei allem Bemühen, nicht nachzusingen. In einer Szene in „Project Hail Mary“ machen die Leute Karaoke und dann singt Sandra Hüller einen häufig gehörten Popsong, wie man ihn eigentlich nur noch hören möchte.
Das allein gleicht das andere Erlebnis aus, es ist in der Werbung der Trailer für den neuen Horst-Schlämmer-Film. Und da ist nichts mehr zu erklären. Es gibt keinen Ansatz zum Verstehen, was die Macher denken, was die wollen, warum die das machen und was die erwarten. Mit demselben Geld könnte man Hape Kerkeling auch etwas Komisches tun lassen. Der wird doch noch von früher wissen, wie das ging. Oder etwas Unterhaltsames. Oder etwas Erträgliches.
Was er macht, ist Gesichtzeigen, jetzt ein vermeintlich lustiges, das ist genauso unzureichend.
Man muss wohl leider feststellen, dass die Kultur kaputtgefördert wurde und die Kulturtechniken verloren sind.
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Donnerstag, 19. März 2026
Vom Diskurs abgekommen
tagesschauder, 10:28h
Was denkt Wolfram Weimer eigentlich, was dann ist, wenn er sagt, er will keinen Kulturkampf, und erklärt, der Staat müsse "Verrecke!“ und "Feiern, wenn die Bullen fallen“ aushalten, müsse und dürfe das aber nicht fördern, denkt der, dann sagen die Linken „ach, so verhält sich das, na ist ja logisch“?
Wolfram Weimer hat sich erniedrigt und als Lusch gezeigt, mit dem man es machen kann, Kulturbetrieb und Medien diskutieren ganz pseudo, ob er noch taugt und tragbar ist.
Der Staat hat schon weniger nicht ausgehalten, es ist auch fraglich, ob Gleiches die Zivilgesellschaft ertragen täte.
Den Maßstab gesetzt hat Martenstein, er hat in seinem Vortrag das Auditorium überführt. Ein Minister kann vielleicht nicht so offensiv auftreten, oder, ach, genau das müsste er. Wäre gut für den Diskurs.
Wolfram Weimer hat sich erniedrigt und als Lusch gezeigt, mit dem man es machen kann, Kulturbetrieb und Medien diskutieren ganz pseudo, ob er noch taugt und tragbar ist.
Der Staat hat schon weniger nicht ausgehalten, es ist auch fraglich, ob Gleiches die Zivilgesellschaft ertragen täte.
Den Maßstab gesetzt hat Martenstein, er hat in seinem Vortrag das Auditorium überführt. Ein Minister kann vielleicht nicht so offensiv auftreten, oder, ach, genau das müsste er. Wäre gut für den Diskurs.
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