Dienstag, 17. März 2026
Klimageld
Klimabuchmesse in Leipzig ist. Also die Leipziger Buchmesse? Nein, zusätzlich und parallel zur Leipziger Buchmesse ist in Leipzig Klimabuchmesse, so erfahren wir im Kulturradio, und Schirmherrin ja genau Luisa Neubauer erzählt, warum, weil es, zum Erstaunen des Radiomoderators, immer noch zu wenig Klimathemen gibt und die Literatur noch nicht auf dem Planeten angekommen ist, so halt. Er hatte ja gefragt: Wozu brauchen wir eine Klimabuchmesse?
Was die Schirmherrin nicht gefragt wird: Was ist mit dem Geldregen?
Das wäre interessant gewesen, was sie dazu weiß und wie sie dem Eindruck entgegentreten möchte, dass Geld, das schon legal abgerechnet und weichgespült wurde, jetzt an die Aktivisten und Initiativen geht, die sich ein paar Tage mit Büchern zeigen müssen, die Bilder werden ja gebraucht.

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Montag, 16. März 2026
Augen der Politik
Noch ein Letztes zu der Rehaugen-Geschichte. In einer NiUS-Sendung sagte ein Reporter, ihm erscheint der Ausschnitt mit jedem Gucken immer schmieriger. Geht uns genauso. Er schleimt eben herum, er ist dabei nicht echt. „Achtzig Prozent Mädchen, da gibt es Schlimmeres für einen Neunundzwanzigjährigen“, dazu schmieriges Grinsen, das ist einfach bereits wegen der Aufgesetztheit zum Mundverziehen. Denn: genaugenommen nicht, ein Neunundzwanzigjähriger kann sich kaum einen schlimmeren Termin aussuchen, der wird von den Mädchen gnadenlos sexualisiert. Er schleimt sich politisch heraus. Man ist nicht unter einer Zahl "achtzig Prozent" Mädchen. Ein falscher Typ eben.

Worauf es bei der Aufbereitung der Affäre ankommen müsste, wäre, was die Eva sagt. Leute von der Bild-Zeitung haben sie ausfindig gemacht, sie sagt, lasst mich doch zufrieden mit dem Kram! Das ist das Entscheidende, darauf kommt es an. Würde sie, ernsthaft, sagen, es belaste sie in irgendeiner Weise, dann würde es darauf ankommen, und es wäre falsch zu sagen, die soll sich mal nicht so haben, war doch nichts.
Es gibt aber keine wahren Bereiche im Politischen.

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Sonntag, 15. März 2026
Unverdächtig
Aus der Reihe „Merken die selbst noch was?“ gab es gerade etwas aus dem Info-Teil des e-Mail-Dienstes, das es auch nur geben kann, weil wir so weit sind, dass es nicht mehr auffällt.
Und zwar: Immer mehr parteilose Bürgermeister erobern die Rathäuser, eine Gefahr für die Demokratie?
Es wird immerhin noch gefragt, und ein Experte sagt was dazu.
In einem normalen Land würde die Frage nicht aufkommen können, oder sie würde doch noch etwas geschickter formuliert, weil jemand merkt, wie widersinnig das ist und dass man die eigene Ideologie schon voraussetzt, statt sie noch durchzudrücken.
Das geht aber nicht mehr, weil sich jemand dadurch verdächtig machen würde.
Auch schon vor sich selbst.

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Samstag, 14. März 2026
Transitives Krachen
Krachen ist kein transitives Verb, man kracht nicht wohin oder woher. Im Zeitungsdeutsch aber doch, diese Unart ist standardisiert, derzeit kracht dauernd ein Auto in einen Baum oder ein Fahrradfahrer kracht in die Straßenbahn. Woher krachten sie? Wird nicht gesagt.
Die Sprachschlamperei kommt aus dem Drang, die Nachricht hochzuschreiben mit emotional aufgeladenen großen Wörtern. Das soll ein Bild vermitteln in knappen Formulierungen.
Tut es nicht.
Aber nicht nur das, es ist eben keine Beschreibung des Geschehens, keine Handlung mit handelnden Personen, sondern ein Ersatz für die Darstellung dessen, was getan wird und von wem. Eine laute Verdeckung.
Mehr krachen als zeigen.

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Freitag, 13. März 2026
Feminisierte Verhaltensmuster
Es wird gelegentlich Feminisierung genannt, dass Gefühle zu Argumenten gemacht werden oder dass die Verhaltensweisen von Ausstoßung oder Verständnis alternativlos sind, wenn zum Beispiel eine Kreischkeule wegen Mikroaggressionen staatliches Eingreifen fordert oder bei den Großtanten gegen Steuerbord, die Beispiele sind nicht zu zählen.
Man tut den Feminina teilweise Unrecht. Der infantile Affekt ist mehrfach kondensiert und destilliert, da wurde geschult und geworkshoppt, auch werden die erlebten Verhaltensweisen übernommen, dann kennt man gar nichts anderes mehr und ist konditioniert auf gutes Gefühl oder Störung des guten Gefühls.
Die Funktionsweise ist deshalb effektiv, weil der auslösende Affekt immer real ist und das antrainierte Verhalten ungebremst daraus entsteht. Reife Menschen haben die Affekte unter Kontrolle, infantile nicht, aber feminisierte werden dafür belohnt und gesellschaftlich bestärkt.
Wir können das als feminisiert bezeichnen, weil das biologische Geschlecht gar nicht mehr existiert, ohne dass man angeschrien würde.

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Donnerstag, 12. März 2026
Gefährliche Plätze
Momentaner Nachrichtenfall von Parkplatzgewalt ist Eckernförde, Jugendlicher stirbt nach Streit mit einer Gruppe. Zu lesen überregional, und da, wo Kommentare getätigt werden können, sagen alle: klar.
Woran merken die, dass alles klar ist? Die Möglichkeiten der Sprache werden so einseitig gehandhabt, dass sie fast schon selbst erkennungsdienstlich behandelt werden können. Gestorben. Auf dem Weg ins Krankenhaus. Ja, die Krankenhaussituation, Einsparungen, das Krankenhaus war zu weit weg, tragisch.

Was wir hier schon behandelt haben, ist der Gebrauch des Wortes nach. Das sagt nichts über eine Kausalität. Nach einem Angriff, auch nach einem Unfall wird gestorben oder gibt es Verletzte, dabei sind die Opfer sehr wahrscheinlich durch eine Handlung zu Schaden gekommen, nicht hinterher.

So langsam müsste auch das Wort Streit ersetzt werden, das ist abgenutzt. Da muss es um irgendwas gegangen sein. Nach einer aufgeheizten Stimmung, das wäre besser, da denkt man an die Schuld beim politischen Gegner.

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Mittwoch, 11. März 2026
Geknickt
Zwei Fälle von Einknicken bei der CDU zusätzlich zu den unzähligen von Friedrich Merz.

Eine neue Variante des Nicht-Rücktritts, Manuel Hagel, der Zweitplatzierte in Baden-Württemberg, hat seinen Rücktritt angeboten, der Vorstand hat abgelehnt. Das hält man für gesichtswahrend. Es ist aber die fortgesetzte Unterordnung, das Zeichen an die Grünen, weiterhin nichts zu unternehmen.
Hätte man den Wahlkampf „Grün ist vorbei, weil ihr es wollt“ geführt, wäre das Reh-Video folgenlos geblieben und man hätte sogar mit dem vorliegenden Wahlergebnis mit Cem Özdemir eine nichtgrüne Politik aushandeln und durchsetzen können mit der Methode wie die SPD in der Bundeskoalition.

Wolfram Weimer sagt, das Verfahren bleibt eine absolute Ausnahme, das mit dem Buchhandlungspreis.
Als ob er wüsste, was der Verfassungsschutz noch sagen würde die nächsten drei Male.
Aber mit dieser Unterordnung unter den Kulturbetrieb hat er sich nunmehr selbst erledigt.
Das war das ultimative Einknicken, selbst wenn noch welche folgen.

Am besten gleich liegenbleiben.

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Dienstag, 10. März 2026
Vermutungen über die Voraussagen
Hier etwas für den Test unserer Prognosefähigkeit.

Aktuell gibt es zwei propagandistische Ansagen, auf die Internetautor Dansich verweist, weil man bald erfahren wird, welche sich bewahrheitet; Trump sagt, der Krieg ist so gut wie vorbei, die Revolutionsgarden sagen, sie fangen erst an und werden ihre ganzen guten Waffen einsetzen, wofür sie sich gerade warmgelaufen haben.
Ersteres, Trumps Ansage, ist eine Wunschansage, er kann zu jeder Zeit „Mission erfüllt“ sagen. Wenn die Revolutionsgarden aber weitermachen wollen und schon zahlenmäßig mehr Raketen abfeuern, als abgefangen werden können, dann bestimmen sie darüber, und sie haben nichts zu verlieren.
Wem soll man eher glauben?
Der Wahrscheinlichkeit nach, mehr Faktenprüfung können wir nicht vornehmen, ist die Ansage der Revolutionsgarden eine typische Untergangsrhetorik. Die hätten nicht warten müssen mit den richtigen Schlägen, und diese Mentalität des Wartens auf den geeigneten Zeitpunkt ist ihnen sehr wahrscheinlich nicht eigen. Wenn sie gekonnt hätten, hätten sie. Besäßen sie die Atombombe, wäre sie schon hochgegangen.
Es mag sein, dass sie sich nach dem Ende der Kriegshandlungen wieder konsolidieren und wieder das System restaurieren, und gefährlich für alle sind sie jetzt schon ohne Wunderwaffe.

So die Vermutungen. Die Auswirkungen auf die Sympathieverteilung ist leichter vorhersehbar.

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Montag, 9. März 2026
Abgeschlappte CDU
Anzunehmen oder zu sagen, die Wähler hätten etwas anderes gewählt, als sie bekommen, trifft bei den Mehrheitsverhältnissen wie aktuell in Baden-Württemberg nicht zu. Wer CDU wählt, will Grün, nur in Form der CDU.

Besorgniserregend ist, was man bei der CDU dachte, wie es läuft. Das haben wir erst jetzt so gehört, die stellten sich das so vor, dass die gewonnene Wahl eine Rampe oder Schanze wird für steil nach oben in diesem Jahr – in diesem Zeitungsdeutsch denken die wirklich. Da nützt auch der Dämpfer nichts, Dämpfer ist auch zeitungsdeutsch, das sind alles Sachen, die in der Natur nicht vorkommen und auch nicht in der Natur der Sache liegen.

Es ist eben so, wenn die in den Umfragen vorne liegen, wissen sie nicht einmal, warum. Man müsste in einer solchen Situation erst recht Wahlkampf machen, dominieren, die Szene bestimmen. Und von den Wählern und Bürgern her denken. Dazu gibt es keinen Arbeitsstab.
Jetzt denken die, es war Personenwahlkampf, weil Cem Özdemir der war, um den es ging. Personenwahlkampf ist auch zeitungsdeutsch. So lässt sich die Realität nicht betrachten.

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Sonntag, 8. März 2026
Singgut
Wieder was im Kulturradio erfahren, die Evangelische Kirche gibt eine neue offizielle Liedersammlung heraus und prüft demzufolge, welche Lieder nicht mehr gehen oder etwas verbessert werden müssen, patriarchale Dinge und so.
Der Beitrag steigert sich allmählich. Zuerst ein Lied von einem Pfarrer, der wegen kirchenüblicher Verfehlungen belastet ist und man möchte niemanden von den Opfern damit konfrontieren, jetzt sein Lied zu singen. Gut, das ist mitgedacht und mitgefühlt.
Dann heißt es irgendwo Brüder, daraus macht man Schwestern und Brüder, und ein fortschrittlicher Song aus den Siebzigern ist nicht mehr durchweg fortschrittlich, weil Freiheit für alle Menschen, Völker, Rassen besungen wird. Der Aufreger wird gemäßigt.
Aber dann auch die religionstypischen Formulierungen mit Herr und Vater, das wird durchgegangen und der Prüfung unterzogen.

Wenn man den Herrn oder Vater patriarchal interpretiert, übergeht man nicht nur die spirituelle Bedeutung, sondern auch ganz praktisch, dass es da um das eigene Gewissen geht. Das wird verstaatlicht.

Und die Lieder vorzuschreiben, autoritärer geht es ja wohl nicht. Die Gemeinde wäre groß genug, also nicht zahlenmäßig, erwachsen genug, um zu sagen, was sie nicht singen mag.
Aber wenn es so losginge, dann lassen die sich vielleicht auch keine anderen Vorschriften machen.

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Samstag, 7. März 2026
Demobilisierte CDU
Diese Merkelei der Wähler-Demobilisierung, wo die CDU aus einer vermeintlich guten Position heraus vermeidet, Wahlkampf zu machen und Kontroversen zu führen, ist so ziemlich das Antidemokratischste all dessen, was da geboten wird, weil es auf jeder Ebene gegen alles geht, was Demokratie ausmachen sollte.
Den Wähler für blöd zu halten, das kann bürgernah sein, rechtfertigt nicht, kein Wahlangebot zu machen. Noch schlimmer ist, dass die von der vermeintlich führenden Partei schon selber glauben, es geht um gar nichts mehr und es gibt nichts zu bieten. Die wären überrascht und überfordert, wenn sie eine Art von Selbstbehauptung präsentieren müssten. Dafür ist die CDU nicht da, das kennen die nicht.
Die Mehrheitsverhältnisse werden als statisch angesehen statt dynamisch, das lähmt die CDU unrettbar, und das wäre nicht weiter von Belang, wenn es nur um die Partei ginge. Bei Grüns kann man mit dieser plumpen Masse sehr gut umgehen und fertigwerden.
Die CDU ist so weit, dass sie aus dem Wahlergebnis nichts mehr lernen kann.

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Freitag, 6. März 2026
Traumdeutung
Internetautor Michael Klonovsky schreibt von einem Traum, da waren alle Macher der alternativen Medien und wurden gefragt, wer denn meint, dass es gar keinen Sinn mehr hat, alle hoben die Hand bis auf ihn, worauf er gefragt wurde, warum er denn noch Sinn sehe. Was er geantwortet hat, weiß er nicht mehr.
Dies nicht zu wissen, das ist der Traum. Die Traumarbeit macht das emotional Leichtere daraus, dass es die anderen nicht wissen. Sein Wunsch ist, dass es den Sinn doch geben muss.
Interessant das Bild, dass sie die Hand hoben; die Hand heben bedeutet Schwur oder Offenbarungseid.
Die Situation ist also trefflich geträumt. Wozu macht man das. Man weiß es nicht, das ist die Wahrheit.

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Donnerstag, 5. März 2026
Neues Senioren-Akrützel
Es wird nicht mehr per Mail versandt, aber Sie können das PDF oder den Link an alle senden, das heißt, Sie sollten.

Hier aufklicken:

https://seniorenakruetzel.blogger.de/static/antville/seniorenakruetzel/files/senioren-akruetzel%2079.pdf

Akrützel 79

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„Im weitesten Sinne links“
So nannte man im Kulturradio drei Buchhandlungen, die von der Liste der Nominierungen zum Buchhändlerpreis heruntergenommen wurden. Also linksextrem.
Wie wir vorausgemutmaßt haben, ist Wolfram Weimer als Problemfall eingeführt. Der sei gar kein richtiger Kulturmann, komme noch aus der Zeit mit Staatsräson Israel und deutscher Schuld, da prallen Welten aufeinander, denn jetzt sei Postkolonialismus und gegen Rechtspopulismus.
So hört man im Kulturradio. Und: er bekomme aber auch Druck von der anderen Seite, welcher er zu liberal wäre.
Mehrfach verschachtelte Verlogenheit, ganz schauderhaft. Dass er genau da ansetzen müsste und eine Öffentlichkeit erreichen müsste, das kriegt er nicht vermittelt, weder von Medien noch von der Öffentlichkeit.

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Mittwoch, 4. März 2026
Kulturszene
Wie im Kulturradio zu hören war, hat der vormalige Queerbeauftragte, der jetzt Kulturausschussvorsitzender ist, gesagt, die Filmschaffenden dürfen nicht in ihrer Meinungsfreiheit beschränkt werden und Wolfram Weimer muss das Vertrauen der Kulturbranche zurückgewinnen.
Einen Dreck muss Wolfram Weimer, aber das ist nun der Informationsstand und damit die Lage.
Die Dramaturgie beherrscht Wolfram Weimer nicht, und seit dem Böhmermann-Kniefall hat er gezeigt, dass man es mit ihm machen kann. So viel dramaturgisches Verständnis hat der Kulturbetrieb dann doch noch.
Wenn Wolfram Weimer darauf nichts tut, und zwar nicht nur sagend, dann bleibt er in der unterlegenen Position. Er müsste mindestens den Kulturkampf gegen seinen Ministerialbetrieb aufnehmen und in aller Öffentlichkeit führen. Dazu ist er aber weder geübt noch geeignet.

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