Montag, 19. Januar 2026
Politik von Interesse
Gerade war zu lesen, Annalena Baerbock sagt, die USA schießen sich ins eigene Knie.
Die ist ja immer noch da und was Wichtiges.
Wer sich über Trump aufregt, davon soll es mehrere geben, verwechselt Ursache und Wirkung. So ein Annalenachen-Gequatsche war der Grund oder besser der Ausdruck des Grundes, warum die Interessenpolitik mit den Prämissen der eigenen Interessen zurückkehrt. Schöner ist, wenn sich alle verstehen und im Gespräch kompromissbereit sind. Das funktioniert, wenn alle mitmachen und solange es Sicherungen gibt.
Wenn die Politik darin besteht, eigene Interessen aufzugeben, um gemocht zu werden, funktioniert es nicht. Nicht international und nicht in der Koalition.

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Sonntag, 18. Januar 2026
Autorenteamfilm
Wir hatten hier schon zu dem Multikultikomödienfilm mit Hape Kerkeling befunden, das ist Stoff aus den Achtzigern, Streit um schweinefleischlosen Grill im Tennisclub. Wie nun zum Filmstart im Kulturradio zu erfahren war, ist der Stoff nur fünf Jahre alt, ein Theaterstück von Comedy-Autoren, soll überall auf allen städtischen Bühnen gelaufen sein. Wer also nie davon gehört hat: das kennen alle. Der Radiokritiker war übrigens unbegeistert, die Schauspieler seien gut, aber es gibt keinen Film her.
Fördermittelcomedy. Der Film muss gar nichts einspielen, das würde nur zur Rückzahlung von Filmförderung führen.
Der Abstieg von Hape Kerkeling ist also noch bitterer als gedacht, er darf gerade noch im Autorenteamfilm mittun, darum geht es jetzt nicht, sondern darum, dass die nur fünf Jahre die rasante Transformation offenlegen. Vor fünf Jahren ist schon genauso lange her wie die Achtziger. Heute würde das Erfolgsstück gar nicht mehr funktionieren oder nur unter Kulturfunktionären und der angeschlossenen Grüneria.
Immerhin, auch so kann Kultur uns den Spiegel vorhalten.

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Samstag, 17. Januar 2026
Günthergarten
Wofür Daniel Günter repräsentativ steht, ist nicht nur, auch, die totalitäre Anmaßung des Staates ohne Grenzen, es ist zunächst die ausentwickelte Infantilisierung.
Wir haben seit über dreißig Jahren das Phänomen der infatilisierten Gesellschaft gesehen, erlebt und beschrieben bekommen, daran ist nichts neu, außer, dass nun die dritte Generation physisch erwachsen ist. Habenwollen und Kriegen durch Schreien, Bedürfnisbefriedigung ohne Verantwortung und Sucht nach ungestörter Beliebigkeit, das ist der gesellschaftliche Zustand, und dann werden diejenigen zu Führungsfiguren, die all das darstellen und zum Ausdruck bringen. Je nach Partei kreischend und schrill oder in ganzen Sätzen, solide und seriös dem Anschein nach, ohne intellektuelle Durchdringungskraft.
Immerhin versucht er noch, sich mit „hab ich gar nicht!“ herauszuwinden. Auch das ist nur noch eine Zwischenstufe.

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Freitag, 16. Januar 2026
Konventioneller Seewolf
Zu unser aller kulturellem Hintergrund gehört der Seewolf als Vierteiler im ZDF, jüngst gab es im Kulturradio die Lesung des Romans von Jack London, wodurch zu erfahren ist, worin die Serie abweicht von der literarischen Vorlage.
Die zerquetschte Kartoffel kommt auch schon im Roman vor.
Anders als in der Verfilmung gibt es geradezu ein Hollywood-Ending für unseren Protagonisten. Er flieht mit der anderen Schiffbrüchigen, beide kannten einander schon dem Namen nach, nachdem offenkundig, aber ohne dass zu viel gesagt würde, vom Kapitän die Gefahr sexualisierter Gewalt ausgeht.
Sie stranden auf einer felsigen Insel, bauen eine Hütte mit getrennten Schlafzimmern, später wird das Schiffswrack mitsamt dem Kapitän angespült, er ist schon krank, aber trachtet den beiden nach dem Leben.
Erst als die beiden mit dem Schiff aufs Meer fahren können und ihre Rettung ansteht, fallen sie sich in die Arme und sind das Liebespaar, das zu sein sie bestimmt sind.
Keine blaue Lagune oder Single-Island.

Das Auffällige hierbei ist, dass auch Seewolf Larsen, der völlig skrupellos ist und keine Kategorien von Moral kennt, nach heutiger Sicht die Konventionen beachtet und sich nicht sofort eben mal nimmt, was er braucht. In einer Szene ist er kurz davor, wird vom Protagonisten angegriffen, die Verletzung ermöglicht die Flucht der beiden, aber das Geschehen ist für heute weit unterhalb des Schwimmbades oder von Silvester.

Schlussfolgerungen über die Entwicklung der Zivilisation wären auch schon nicht mehr zeitgemäß.

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Donnerstag, 15. Januar 2026
Offenkundige Nachrichten
In den MDR-Radionachrichten hieß es, gegen die Pläne des Justizministeriums, den wegen Volksverhetzung Verurteilten das passive Wahlrecht zu entziehen, rege sich Widerspruch, es habe von jemandem geheißen, das gehe gegen die Grundlagen des Rechtsstaates, und jemand gab zu bedenken, das könne auch Linke betreffen.
Zwei gewichtige Argumente.
In den darauffolgenden Nachrichten kam die Meldung nicht mehr vor.
Jemandem muss etwas aufgefallen sein.

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Mittwoch, 14. Januar 2026
Botschaft und Bekenntnis
Bei dem stromfeindlichen Brandanschlag von Berlin ist immerhin von linkem Terror die Rede, bei einigen, deutlich werden die freien Medien, indes ist es erstaunlich, dass eine naheliegende Deutung gar nicht diskutiert wird. Im Bekennerschreiben braucht gar nicht zu stehen, was die Aktion ist und was Zeichen und Sinn sind. Es geht nicht um den Klimakommunismus und die Rhetorik von Freitags für Futur. Demonstriert wird Macht und Gewalt, das ist die deutliche Botschaft, sie richtet sich an die CDU wegen Brandmauer. Was ist die Brandmauer, die Gewaltandrohung an die CDU. Hier zu sehen. Und die Botschaft intern nach links: gehandelt wird, unser Weg ist richtig, rückwärts nimmer!
Schmuckkugeln zum Behang sind die Klimafloskeln und das antikapitalistische Gerede. Das findet sein Vorfeld, dafür die Klimabewegung, die Straßenkleber, denen nun gesagt wird: es war nicht umsonst.
Diese Deutung steht nicht im Bekennerschreiben, und ob sie sonstwo sozialgenetzwerkt wird, wissen wir nicht, die Wirkung ist jedenfalls diese.

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Dienstag, 13. Januar 2026
Unlug und Untrug
Wenn Sondervermögen Unwort des Jahres ist, also dazu ernannt wurde, dann ist das bemerkenswert im Vergleich zu denen der letzten Jahre und zu denen, die auch in der engeren Auswahl gestanden haben sollen, darunter Stadtbild und Migrationswende. Bei all denen handelte es sich um Wörter, denen eine negative Belastung angehängt werden sollte und die man aus linken Gründen nicht sagen darf, damit nicht darüber geredet wird. Man wäre nicht überrascht gewesen zu hören, Stadtbild ist Unwort, weil damit die dringend benötigte Einwanderungsgesellschaft unter den rassistischen Generalverdacht der Vielfalt gerückt wird.
Sondervermögen ist Sprache, die lügt, benutzt von der Macht in Verdunkelungsabsicht. Insofern ist hier eine Rückkehr zum Sinn der Wahl des Unwortes zu bemerken.
Ein gutes Zeichen in Zeiten, in denen die Ideologisierung unverfrorener auftritt.

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Montag, 12. Januar 2026
Sprache des Grünen Reiches: Radikalisierung
Häufig in der Infosphäre zu vernehmen, jemand habe sich radikalisiert oder wurde radikalisiert, es drohe eine Radikalisierung von Gruppen oder Gegenden.
Damit ist nie etwas beschrieben, was tatsächlich geschieht. Es ist eine wertende metaphorische Umschreibung. Wofür? Das ist jeweils steuerbar, und wieder einmal geht es um die Steuerbarkeit.
Es wäre ein Fall für Wittgenstein, ist die Radikalisierung dieselbe bei Klima wie bei Islam?
Die Frage wäre nicht beantwortbar, es kommt darauf an, wie die Nachricht präsentiert wird und welche Bedrohung gefühlt werden soll. Mal soll es die Folge von Diskriminierung sein und mal die Ursache für die Gefahr für unsere Demokratie.
Das wäre nicht so leicht kontrollierbar, wenn dargestellt wäre, was wirklich abläuft. Wenn die Emirate den Studenten in England das Stipendium entziehen, dann, weil sie rekrutiert werden, weil sie gehirngewaschen werden und weil sie zu Kampfbünden formiert werden. In der Sprache des Grünen Reiches sind sie radikalisiert genauso wie jemand, der dies benennt.

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Sonntag, 11. Januar 2026
Grüne Regierung
Dass die Grünen nicht in der Bundesregierung wären, ist eine nicht haltbare Theorie. Der Häuptling der Bundesnetzagentur ist nicht ausgewechselt worden, man könnte sich fragen, warum Friedrich Merz das nicht getan hat, die Antwort lautet nicht allein Friedrich Merz.
Die Regierung ist Exekutive, ausführende Gewalt, und was führt sie aus? Die parlamentarischen Gesetze und Beschlüsse jedenfalls nicht. Der Bundesnetzagent ist Nachtschattenstaat, er steht über Friedrich Merz.
Diese Schwurbelschimpfe könnte man nun wieder für einen Löschungsgrund halten, die Meldestellen würden hier einen Aktenvermerk anlegen, aber wir betrachten nun mal die Dramaturgie, die Szene. Wer ist szenisch oben? Der Kanzler nicht.
Ob das irgendwo als Vereinbarung formuliert wurde, darauf kommt es nicht im Geringsten an.

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Samstag, 10. Januar 2026
Kampfbunt
Angeblich hat sich eine ursprüngliche Vulkangruppe von der jetzigen Vulkangruppe, die den Anschlag verübt hat, distanziert. Ein für Linke typisches Vorkommnis, und wenn überhaupt eine interne Bequatschung stattfindet, sind die ursprünglichen Vulkanier, die sich distanzieren, die Verräter. Aber diskutiert wird nicht.
Links ist eine vektorielle Größe, es geht nur immer weiter nach noch mehr links. Es kann nicht vorkommen, dass etwas zu weit geht, denn von da aus, vom Extremen, wie wir üblicherweise sagen, wird gesehen und gedacht.
Gelegentliche Pressemitteilungen bei schwer vermittelbaren Exzessen sagen demzufolge immer, das ist nicht links oder nicht echt links oder falsch verstandenes Links. Manche Linksbeschallte werden das glauben oder auch nicht, es kommt nur auf die Wahrung der Ruhe und die Sicherheit vor Störung der Gefolgschaft an.
Das ist alles nicht blanke Theorie, die Solidarisierungen mit Terroristen haben genau den Zweck, Zweifel auszuschalten und jedem potenziellen Terroristen die Gewissheit zu geben, man werde sich um den Märtyrer kümmern.
Was von Faschisten unterscheidet, ist das Anti.
Familienersatz, ohne Frage.
Mehr Familie ist für die nicht drin.

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Freitag, 9. Januar 2026
Diese Typen
An den aktuellen Situationen mit Kai, Friedrich und Daniel sehen wir etwas dazu, wie bei der CDU die Kaderpolitik läuft und wonach das Spitzenpersonal gecastet wird.
Das sind nicht die Chefideologen wie bei Grüns. Es sind nicht die Zielgruppen-Charismatiker wie bei Links, auch nicht Parteibonzen in Parteibonzentradition wie bei SPD.
Das sind Nichtcharakter-Spieler mit narzisstischem Hang.
Also auch gar nicht mehr die Machtpolitiker, die hätten noch einen Instinkt für die Leute und die Gesellschaft draußen im Volk. Sie lassen sich einreden, sie wären wer, darum gehen sie in den Wahlkampf mit dem, was verlangt wird, hinterher machen sie, was verlangt wird, und glauben nicht einmal, dass ihr dummes Gerede von Gestern sie nichts angeht, das existiert für sie gar nicht.
Dafür wollen sie auch noch beliebt sein.
Das läuft solange oder bleibt solange unauffällig, bis sie in eine Lage geraten, in der sie hätten gehandelt haben gemusst hätten sollen, da verhalten sie sich wie ein Gaffer, der genug gesehen hat.
Und sind beleidigt, wenn Vorhaltungen an sie herangetragen werden.
In ihrer vorgesehenen Funktionalität sind sie gar nicht beeinträchtigt.
Sie werden weiter funktionieren.

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Donnerstag, 8. Januar 2026
Blick auf den nachwachsenden Journalismus
Die örtliche Studentenzeitung heißt so ähnlich wie die Seniorenzeitung, sollte man nicht verwechseln, kann man auch schwer, weil die Studentenzeitung eigentlich eine Aktivistenzeitung mit studentischer Finanzierung ist. Sämtliches Linksextreme kommt in Reinform vor.
Etwa eine Seite „Gewaltwochenende in Gießen“, nämlich „Rechte Terrorfahrt, massenhafte Blockadeversuche, polizeiliche Zwangsmittel“, die Polizei hat nämlich „körperliche Zwangsmittel“ gegen „zivilen Ungehorsam“ eingesetzt, und so weiter und all das wie immer. „Während die mindestens 36 verletzten Demonstranten in den Medien kaum Beachtung finden, berichtet die Polizei von 50 verletzten Beamten“, die Zahlen lassen sich natürlich nicht bestätigen, und dann „vergisst man beim Aufzählen der Ursachen allerdings schnell eigene Kollegen, Pfefferspray und Wasserwerfer.“
Bezahlt vom oder besser gesagt über den Studentenrat, der genau so ist.
Dies sei hier nur aufgeführt zum Ausblick, welche Journalisten und was für politisches Spielermaterial nachwächst.

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Mittwoch, 7. Januar 2026
Stabiler Abstieg
Wie aus gewöhnlich gut informierenden Kreisen zu hören ist, stimmt der Eindruck, CDU und SPD haben sich 2024 abgesprochen, sich gegenseitig zu stützen. Genau danach hat es ausgesehen, was Friedrich Merz als Kanzlerkandidat gemacht hat, er war nicht Akteur.
Das also ist gemeint, wenn es unsere Demokratie heißt, es ist so beschlossen worden. Demokratisch ist das nicht, das ist nicht einmal Parlamentarismus, wenn man die Stellen bei Hofe unter sich aufteilt und die Wähler eine Mitsprache über die internen Zahlenverhältnisse eingeräumt kriegen. Volksvertretung ist da sogar formal ausgesetzt.
Eine schöne Strafe für die CDU ist es, was passiert, wenn sie nicht mehr gebraucht wird. Dachte die wirklich, der Deal gilt zur Stabilisierung der Volksparteien? Das ist Linksförderung. Wenn der nützliche Idiot seine Schuldigkeit getan hat, ist er weg.

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Dienstag, 6. Januar 2026
Gesteuerter Brei
Wenn man guckt, was man seitlich neben einem aufgerufenen Video empfohlen bekommt, ist das verständlicherweise vieles, was so ähnlich ist, es fällt aber auf, dass viel und immer mehr Schmarrn-Produktionen auftauchen mit Bimmelwörtern im Titel und scheinbar informierend über irgendwas, bei einigen tritt ein Macher in Person auf, viele scheinen indes automatisch generiert ohne eine redaktionelle Tätigkeit, wie sie vor nicht allzu langer Zeit nötig gewesen wäre.
Also, immer mehr Automaten-Inhalt, dessen Informationswert man gar nicht einschätzen kann. Wollen Nutzer etwas Zeit abgenommen kriegen, oder ist das Geschäft so lohnend?
Im Feld des Vermutlichen finden wir, dass es schon sein kann, dass das bisschen Werbung die noch geringeren Kosten einspielt, die Masse bringt es. Einen Zweck könnte man darin erkennen, dass die Gesamtmenge die noch echten Videos von echten Menschen in den Brei einpampen soll und dass die Werbung gebunden wird, so dass die Anteile echter Zuschauer gar nicht mehr reichen für echte freie Medien. Das Interesse kann auch wieder rein wirtschaftlich sein, man soll seine Videos gegen Geld promoten, da verdienen also wieder die Tech-Konzerne.
Jedenfalls wird freie Meinungsäußerung und freies Informieren durch die Menge an Brei steuerbarer, immerhin geht es noch.

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