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Sonntag, 23. Juni 2013
Tagesspiegel: „Streit mit Pistolenschüssen beendet“
tagesschauder, 12:11h
Was sonst noch passierte: „Am frühen Samstagmorgen kam es zu einem Streit in einem Internetcafé in der Luxemburger Straße in Wedding, der mit zwei Pistolenschüssen endete. Ein 30-jähriger und ein 22-jähriger waren aneinander geraten, der 30-Jährige verließ daraufhin das Café und ging in die benachbarte Spielothek. Kurze Zeit später kehrte er aber vor das Internetcafé zurück, wo sein Kontrahent gemeinsam mit seinem Cousin, der schlichten wollte, stand. Er bedrohte die beiden verbal und zog schließlich die hinter seinem Rücken gehaltene Hand hervor, in der er eine Pistole hatte. Zweimal schoss er, der erste Schuss ging ins Leere, der zweite traf den Cousin in den Fuß.“
Das ist natürlich immer noch zu personenbezogen formuliert. Es müsste heißen: Es kam zu Schüssen, in den Vorfall ist eine Pistole verwickelt, zwei Männer sind betroffen.
Oder: Eine Pistole sorgte für Schlichtung des Konflikts aus sozialen Spannungen zwischen einem Pistolenbesitzer und einem Pistolenlosen.
Islam ist eben nicht nur Frieden, sondern auch Streitbeendigung.
Wieso Islam?
Sonst wäre in den Worten des Tagesspiegels der Streit nicht beendet worden durch den Einsatz der Pistole, sondern eskaliert.
Das ist natürlich immer noch zu personenbezogen formuliert. Es müsste heißen: Es kam zu Schüssen, in den Vorfall ist eine Pistole verwickelt, zwei Männer sind betroffen.
Oder: Eine Pistole sorgte für Schlichtung des Konflikts aus sozialen Spannungen zwischen einem Pistolenbesitzer und einem Pistolenlosen.
Islam ist eben nicht nur Frieden, sondern auch Streitbeendigung.
Wieso Islam?
Sonst wäre in den Worten des Tagesspiegels der Streit nicht beendet worden durch den Einsatz der Pistole, sondern eskaliert.
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Samstag, 22. Juni 2013
Unser peinlicher Außenminister
tagesschauder, 13:42h
Mittlerweile muss man sagen, man hat Steinmeier Unrecht getan, als man ihn für einen außenpolitischen Lusch hielt. Stern.de macht jetzt Westerwelle nieder mit einem Lobesartikel.
"Die FDP war durch mit mir - und umgekehrt", lautet die Dachzeile, und schon muss man sich krümmen vor Schmerzen. Ja was macht der dann trotzdem weiter?
„Längst ist Westerwelle raus aus den Negativschlagzeilen, in der Rolle des Außenministers fühlt er sich wohl. In Hamburg gab er nun Einblicke in die schmerzhafte Zeit seines politischen Absturzes“, ganz menschlich, man möchte doch den Menschen hinter dem Narziss sehen. Hauptsache, er fühlt sich wohl. Darauf achten die Volksmitglieder viel zu wenig, ob sich Guido Westerwelle wohlfühlt.
„Guido Westerwelle hat keine Lust auf Wahlkampf. Noch nicht. Warum auch? Es müssten ja, sagt der Außenminister am Donnerstag im Spiegel-Verlag, noch so viele schwierige Entscheidungen getroffen und so viele Probleme erörtert werden.“
Im Spiegel-Verlag? Ist ja schön, wenn er zwischen all den schwierigen Entscheidungen genug Zeit hat, im Spiegel-Verlag aufzuschlagen und die Probleme dort zu erörtern, weil er sich nicht mit Wahlkampf herumschlägt.
„Tief geschmerzt habe es, dass Weggefährten, die er einst gefördert hatte, gegen ihn paktierten. Kaum zwei Jahre, nachdem sie ihn am Wahlabend mit "Guido, Guido"-Chören gefeiert hatten … Damals stand Westerwelle auf dem Zenit seiner Macht – und erfüllte sich den Traum, Außenminister zu werden.“
Der lebt halt seinen Traum und lässt sich nicht einmal von der FDP daran hindern, so geht das, liebe Brigitte-Leser.
„Sollte die FDP im Herbst an der Regierung bleiben, dürfte er gute Chancen haben, Außenminister zu bleiben.“
Genau.
"Die FDP war durch mit mir - und umgekehrt", lautet die Dachzeile, und schon muss man sich krümmen vor Schmerzen. Ja was macht der dann trotzdem weiter?
„Längst ist Westerwelle raus aus den Negativschlagzeilen, in der Rolle des Außenministers fühlt er sich wohl. In Hamburg gab er nun Einblicke in die schmerzhafte Zeit seines politischen Absturzes“, ganz menschlich, man möchte doch den Menschen hinter dem Narziss sehen. Hauptsache, er fühlt sich wohl. Darauf achten die Volksmitglieder viel zu wenig, ob sich Guido Westerwelle wohlfühlt.
„Guido Westerwelle hat keine Lust auf Wahlkampf. Noch nicht. Warum auch? Es müssten ja, sagt der Außenminister am Donnerstag im Spiegel-Verlag, noch so viele schwierige Entscheidungen getroffen und so viele Probleme erörtert werden.“
Im Spiegel-Verlag? Ist ja schön, wenn er zwischen all den schwierigen Entscheidungen genug Zeit hat, im Spiegel-Verlag aufzuschlagen und die Probleme dort zu erörtern, weil er sich nicht mit Wahlkampf herumschlägt.
„Tief geschmerzt habe es, dass Weggefährten, die er einst gefördert hatte, gegen ihn paktierten. Kaum zwei Jahre, nachdem sie ihn am Wahlabend mit "Guido, Guido"-Chören gefeiert hatten … Damals stand Westerwelle auf dem Zenit seiner Macht – und erfüllte sich den Traum, Außenminister zu werden.“
Der lebt halt seinen Traum und lässt sich nicht einmal von der FDP daran hindern, so geht das, liebe Brigitte-Leser.
„Sollte die FDP im Herbst an der Regierung bleiben, dürfte er gute Chancen haben, Außenminister zu bleiben.“
Genau.
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Freitag, 21. Juni 2013
22 Prozent
tagesschauder, 13:34h
Die SPD steht bei 22 Prozent in den Umfragen, und das, obwohl das Kompetenzteam vollständig ist. Manuela Schwesig für das Soziale und die Trulla für Bildung, das ist alles genau so, wie die SPD denkt, was die Wähler brauchen sollen, da hat man wirklich nichts falsch gemacht, das wird man am Wahlabend festhalten können.
Der ist hoffentlich bald. Diese Gesichter kann man jetzt schon nicht mehr sehen.
Leider geschieht es der SPD recht. Steinbrück hätte ein Gegenmerkel sein können, wenn man ihn gelassen hätte. Die Gelassenheit war es aber gerade, die der SPD Angst einjagte.
Die Hoffnungen ruhen nun auf Hannelore Kraft.
Der ist hoffentlich bald. Diese Gesichter kann man jetzt schon nicht mehr sehen.
Leider geschieht es der SPD recht. Steinbrück hätte ein Gegenmerkel sein können, wenn man ihn gelassen hätte. Die Gelassenheit war es aber gerade, die der SPD Angst einjagte.
Die Hoffnungen ruhen nun auf Hannelore Kraft.
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Donnerstag, 20. Juni 2013
Vorwärts immer
tagesschauder, 12:05h
Die KMU hat viele Protestbriefe gegen die „Herr Professorin“-Quatschin bekommen, und sie wäre keine deutsche Universität, wenn sie nicht daraus ein Forschungsprojekt machen und die Briefe analysieren würde. Ist sie aber, also macht sie ein Forschungsprojekt daraus und analysiert die Briefe.
Ist das wirklich nötig? Das Ergebnis ist doch bereits klar.
Die durchschnittlichen Schreiber sind reaktionär bis konservativ ausgerichtet, sie sind in alten Rollenmustern steckengeblieben und wollen eine akademische Anrede wie bei den Nazis. Sie haben nie was von der Genderforschung gehört und stehen der modernen Wissenschaft ablehnend gegenüber. Ihre Entsprungenheit aus der Mitte der Gesellschaft führt zu Ausgrenzungsstrukturen und Ressentimententladungen. Wisenschaftliche Argumente haben sie alle nicht. Sie fühlen sich durch Gender bedroht, die nicht ihrem eigenen entsprechen, sie halten Männer nicht nur für das starke, sondern überhaupt noch für ein Geschlecht und rechnen sich diesem zu aus Mangel an Respekt für Toleranz. Keiner hat sich vom NSU distanziert.
Dabei hätten sie allen Grund dazu, denn viele haben eine Orthographie wie Beate Zschäpe.
So weit ist alles logisch und absehbar, aber es muss natürlich wissenschaftlich belegt sein, damit man sieht, dass gerade diese alten Denkmuster es nötig machen, die Professorin auf der Höhe der Zeit anzusprechen.
Übrigens, liebe Ausspähhysteriker, DAS ist Überwachung, nicht Mails nach Bombenterminen zu scannen.
Ist das wirklich nötig? Das Ergebnis ist doch bereits klar.
Die durchschnittlichen Schreiber sind reaktionär bis konservativ ausgerichtet, sie sind in alten Rollenmustern steckengeblieben und wollen eine akademische Anrede wie bei den Nazis. Sie haben nie was von der Genderforschung gehört und stehen der modernen Wissenschaft ablehnend gegenüber. Ihre Entsprungenheit aus der Mitte der Gesellschaft führt zu Ausgrenzungsstrukturen und Ressentimententladungen. Wisenschaftliche Argumente haben sie alle nicht. Sie fühlen sich durch Gender bedroht, die nicht ihrem eigenen entsprechen, sie halten Männer nicht nur für das starke, sondern überhaupt noch für ein Geschlecht und rechnen sich diesem zu aus Mangel an Respekt für Toleranz. Keiner hat sich vom NSU distanziert.
Dabei hätten sie allen Grund dazu, denn viele haben eine Orthographie wie Beate Zschäpe.
So weit ist alles logisch und absehbar, aber es muss natürlich wissenschaftlich belegt sein, damit man sieht, dass gerade diese alten Denkmuster es nötig machen, die Professorin auf der Höhe der Zeit anzusprechen.
Übrigens, liebe Ausspähhysteriker, DAS ist Überwachung, nicht Mails nach Bombenterminen zu scannen.
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Mittwoch, 19. Juni 2013
Randgruppenverehrung als Todesverleugnung
tagesschauder, 11:21h
Wir haben gesehen, wie die Randgruppenschutz-Rhetorik als Herrschaftsinstrument eingesetzt wird zur Sicherung der Macht und es dabei gar nicht um die Exemplare der Randgruppe geht, sondern um den Zweck des Machterhaltes.
Es lohnt eine Betrachtung, warum das funktioniert.
Bekanntlich läuft es so, dass der Adressat der Herrschaftsrhetorik ins Unrecht gesetzt wird, er muss aus vorgeblich gerechtigkeitssozialen Gründen sich fügen und damit unterwerfen. Das ist es, worum es geht.
Dass die Randgruppenverehrung ersatzreligiöse Züge angenommen hat, ist indes kein Zufall.
Es ist ja nicht so, dass wir den Schritt von der jüdisch-christlichen Tradition zur Aufklärung immer wieder erneuern würden. Wir haben einfach „mit der Kirche nichts am Hut“. Wir wissen nichts von der Bedeutung der Evangelien und brauchen deshalb keine Aufklärung, die uns eine Grundlage gibt unabhängig von einem Gottesbezug. Die meisten halten Würde des Menschen für schwammige Begriffe, ohne zu ahnen, was Würde, Schwamm und Begriffe sind.
Das Bild einer entrückten kohärenten Gemeinschaft ersetzt nicht etwa Gott, aber die frohe Botschaft. Sie verheißt das ewige Leben, nämlich auf der mentalen Ebene, auf der wir unsere Individualität und die der anderen Individuen verdrängen. Sie hilft, die eigene Vergänglichkeit zu verleugnen. Wir haben ein ewiges Gegenüber. Die Randgruppe wird nie verderben, nur der Einzelne kann sterben.
Die Gemahnung an die zu ehrende und zu fürchtende Gemeinschaften füllt das verlorene Bedürfnis nach Selbstschätzung, die dem Unterworfenen ausgetrieben wird, nach Ausgang aus selbstverschuldeter Unmündigkeit, die der Herrschaft entgegenstünde, wofür notwendig die Sterblichkeit vergessen werden soll, sie spendet Trost und Hoffnung. Wie Stanislaw Lem sagte: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Es lohnt eine Betrachtung, warum das funktioniert.
Bekanntlich läuft es so, dass der Adressat der Herrschaftsrhetorik ins Unrecht gesetzt wird, er muss aus vorgeblich gerechtigkeitssozialen Gründen sich fügen und damit unterwerfen. Das ist es, worum es geht.
Dass die Randgruppenverehrung ersatzreligiöse Züge angenommen hat, ist indes kein Zufall.
Es ist ja nicht so, dass wir den Schritt von der jüdisch-christlichen Tradition zur Aufklärung immer wieder erneuern würden. Wir haben einfach „mit der Kirche nichts am Hut“. Wir wissen nichts von der Bedeutung der Evangelien und brauchen deshalb keine Aufklärung, die uns eine Grundlage gibt unabhängig von einem Gottesbezug. Die meisten halten Würde des Menschen für schwammige Begriffe, ohne zu ahnen, was Würde, Schwamm und Begriffe sind.
Das Bild einer entrückten kohärenten Gemeinschaft ersetzt nicht etwa Gott, aber die frohe Botschaft. Sie verheißt das ewige Leben, nämlich auf der mentalen Ebene, auf der wir unsere Individualität und die der anderen Individuen verdrängen. Sie hilft, die eigene Vergänglichkeit zu verleugnen. Wir haben ein ewiges Gegenüber. Die Randgruppe wird nie verderben, nur der Einzelne kann sterben.
Die Gemahnung an die zu ehrende und zu fürchtende Gemeinschaften füllt das verlorene Bedürfnis nach Selbstschätzung, die dem Unterworfenen ausgetrieben wird, nach Ausgang aus selbstverschuldeter Unmündigkeit, die der Herrschaft entgegenstünde, wofür notwendig die Sterblichkeit vergessen werden soll, sie spendet Trost und Hoffnung. Wie Stanislaw Lem sagte: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
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Dienstag, 18. Juni 2013
Gebrüstet
tagesschauder, 11:56h
Eine Busenfrei-Aktivistin wird in Tunesien zu vier Monaten Haft verurteilt, sie ist immer noch völlig überrascht von dem Urteil, denn sie habe niemandes Gefühle verletzt, Kommentatoren sagen, ihr und den anderen ginge es doch bloß um Aufmerksamkeit,
http://www.spiegel.de/politik/ausland/inhaftierte-femen-aktivistin-in-tunesien-bekommt-besuch-von-loening-a-906268.html .
Das einzige, was in dieser Konstellation einer rechtsstaatlichen Vorstellung entspricht, ist das Urteil. Straftatbestand wissentlich erfüllt ohne objektive und subjektive Rechtfertigungsumstände bei Schuldzurechnungsfähigkeit.
Uns, „unseren Menschen“, ist die Vorstellung vom Rechtsstaat völlig abhandengekommen und ersetzt durch ein Wähnen auf der Seite des Legitimierten.
Gefühle verletzt, das ist es, was man nicht getan haben sollte. Protest ist was Gutes. Aufmerksamkeit hingegen ist der neue Profit, schlimm, wer wegen der ungerechten Verteilung mehr abhaben will, als dem Durchschnitt zusteht.
Dazu kommt, dass die Damen ihren Brüsten einen guten Zweck zukommen lassen möchten, unabhängig von dem als Handfänger.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/inhaftierte-femen-aktivistin-in-tunesien-bekommt-besuch-von-loening-a-906268.html .
Das einzige, was in dieser Konstellation einer rechtsstaatlichen Vorstellung entspricht, ist das Urteil. Straftatbestand wissentlich erfüllt ohne objektive und subjektive Rechtfertigungsumstände bei Schuldzurechnungsfähigkeit.
Uns, „unseren Menschen“, ist die Vorstellung vom Rechtsstaat völlig abhandengekommen und ersetzt durch ein Wähnen auf der Seite des Legitimierten.
Gefühle verletzt, das ist es, was man nicht getan haben sollte. Protest ist was Gutes. Aufmerksamkeit hingegen ist der neue Profit, schlimm, wer wegen der ungerechten Verteilung mehr abhaben will, als dem Durchschnitt zusteht.
Dazu kommt, dass die Damen ihren Brüsten einen guten Zweck zukommen lassen möchten, unabhängig von dem als Handfänger.
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Montag, 17. Juni 2013
Mit den Augen einer Claudia Roth
tagesschauder, 12:11h
So funktioniert wunschgesteuertes Denken. Ich dachte schon, vielleicht ist Claudia Roth gar nicht so übel. Sie empört sich mal nicht aus der Ferne, sie geht selbst gegen Erdogan demonstrieren, gegen eine islamistische Sultanine, die riskiert ja wirklich was. Respekt.
Sie wäre aber nicht Claudia Roth, wenn sie das nicht wieder einreißen würde. Die Vorfälle dürfe man keineswegs als Argument gegen den EU-Beitritt der Türkei heranziehen, sagt sie, Erdogan sei nicht die Türkei.
Das ist es ja. Welche Türkei sie dann aber aufnehmen möchte, bleibt im Dunkeln. Entweder ist die Regierung Repräsentant des Volkswillens, wie es Zeit-Jens-Jessen ausführt, dann sollte man über das Volk mal nachdenken, oder sie ist es nicht, dann sollte man sich für die Beitrittsverhandlungen einen anderen Partner suchen.
Doch die Türken so sehr zu idealisieren, dass man die EU ihrem Staat anpassen möchte, dazu muss man schon Claudia Roth sein.
Ich fürchte, Claudia Roth ist gar nicht böse. Sie ist wirklich überzeugt.
Sie wäre aber nicht Claudia Roth, wenn sie das nicht wieder einreißen würde. Die Vorfälle dürfe man keineswegs als Argument gegen den EU-Beitritt der Türkei heranziehen, sagt sie, Erdogan sei nicht die Türkei.
Das ist es ja. Welche Türkei sie dann aber aufnehmen möchte, bleibt im Dunkeln. Entweder ist die Regierung Repräsentant des Volkswillens, wie es Zeit-Jens-Jessen ausführt, dann sollte man über das Volk mal nachdenken, oder sie ist es nicht, dann sollte man sich für die Beitrittsverhandlungen einen anderen Partner suchen.
Doch die Türken so sehr zu idealisieren, dass man die EU ihrem Staat anpassen möchte, dazu muss man schon Claudia Roth sein.
Ich fürchte, Claudia Roth ist gar nicht böse. Sie ist wirklich überzeugt.
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Sonntag, 16. Juni 2013
Der Hintermann des 17. Juni
tagesschauder, 13:01h
Wir haben den sechzigsten 17. Juni zu begehen, und in Zeiten der Wutbürger-Paraden lohnt es sich, einen Blick darauf zu werfen, was diese Veranstaltung war. Arbeitsnormen wurden erhöht, es kam zu Protesten, die in einen Volksaufstand mündeten, der von der sowjetischen Armee niedergemacht wurde.
Hätte man die Motivation zur Arbeit nicht gemäßigter haben können unter Einbeziehung aller auf Augenhöhe? Hat der sonst so strategisch und taktisch versiert denkende Chef der Linkspartei Ulbricht diese Peinlichkeit nicht abwenden können?
Ulbricht war nach Stalins Tod ein Auslaufkandidat, er stand kurz vor der Abwahl. Die Wahlen zum DDR-Führer wurden nämlich in Moskau vorgenommen. Neue Herrscher misstrauen den alten Loyalitäten.
Was also tut Ulbricht? Er zettelt einen Aufstand an und lässt sich von den Sowjets den Hintern retten. Danach müssen sie ihn auch behalten.
Die Partei zog die Lehre aus den Vorfällen, und die lautete: keine Fehlerdiskussionen mehr.
Leider ist die Kenntnis kommunistischer Mechanismen kein überflüssiges Wissen.
Hätte man die Motivation zur Arbeit nicht gemäßigter haben können unter Einbeziehung aller auf Augenhöhe? Hat der sonst so strategisch und taktisch versiert denkende Chef der Linkspartei Ulbricht diese Peinlichkeit nicht abwenden können?
Ulbricht war nach Stalins Tod ein Auslaufkandidat, er stand kurz vor der Abwahl. Die Wahlen zum DDR-Führer wurden nämlich in Moskau vorgenommen. Neue Herrscher misstrauen den alten Loyalitäten.
Was also tut Ulbricht? Er zettelt einen Aufstand an und lässt sich von den Sowjets den Hintern retten. Danach müssen sie ihn auch behalten.
Die Partei zog die Lehre aus den Vorfällen, und die lautete: keine Fehlerdiskussionen mehr.
Leider ist die Kenntnis kommunistischer Mechanismen kein überflüssiges Wissen.
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Samstag, 15. Juni 2013
Offener Brief
tagesschauder, 12:41h
Zum Glück lesen junge Menschen keine Zeitung mehr, sie könnten sich die Frage stellen: Was muss ich tun, um genauso wichtig genommen zu werden wie Beate Zschäpe? Und sie hätten die Antwort auch schon erfahren.
Nun schreibt sie auch noch Briefe, die lässt ja nichts aus. Ein Rechtsradikaler hat sich ihr als Brieffreund angeboten, wer sonst, andere dürfen ja nicht. Sie hat ihm zurückgeschrieben, dass ihr Leben missraten ist.
Die Selbstachtungslosen können ganz schön gefährlich werden, das wussten wir bereits.
Schlussfolgern könnte man, dass nicht nur die Behörden versagt haben, sondern der Kampf gegen rechts, der ihr nicht frühzeitig ein Aussteigerprogramm angeboten hat, als es noch möglich gewesen wäre, die Morde zu verhindern, und bevor sie sich der Beihilfe und Begünstigung schuldig gemacht hätte.
Nun schreibt sie auch noch Briefe, die lässt ja nichts aus. Ein Rechtsradikaler hat sich ihr als Brieffreund angeboten, wer sonst, andere dürfen ja nicht. Sie hat ihm zurückgeschrieben, dass ihr Leben missraten ist.
Die Selbstachtungslosen können ganz schön gefährlich werden, das wussten wir bereits.
Schlussfolgern könnte man, dass nicht nur die Behörden versagt haben, sondern der Kampf gegen rechts, der ihr nicht frühzeitig ein Aussteigerprogramm angeboten hat, als es noch möglich gewesen wäre, die Morde zu verhindern, und bevor sie sich der Beihilfe und Begünstigung schuldig gemacht hätte.
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Freitag, 14. Juni 2013
Schutzstaffel Christian Ströbele
tagesschauder, 12:51h
Wir sind schon so vergrünt, dass wir die Grünen ansehen wie eine behinderte Minderheit, irgendwie süß und harmlos, die Manches einfach nicht schnallt, aber nichts dafür kann und es doch letztlich gut meint und an die wir keine allzu hohen Anforderungen stellen können.
Dieser Auffassung ist zu misstrauen, weil sie die harmlosere ist gegenüber dem anderen Modell, das zudem eleganter ist und mehr erklärt.
Wir sollten den Gedanken zulassen, dass die fortschreitende Verwahrlosung und Morlockisierung der nächsten Schülergeneration, dass die Okkupation von Straßenzügen und Stadtvierteln, die Auflösung der Rechtsprechung und Abschaffung der Bildung keine Nebenerscheinungen sind, die gutmeinende Bessermenschen außer Acht lassen, um den Schutzbefohlenen nicht noch mehr Vorurteile anzuhängen, sondern dass all das zum Grünen Plan gehört.
Wie kommen wir auf diese unerhörten Unterstellungen?
Wir haben aus der Geschichte gelernt.
Sowenig Stalins Anliegen die Befreiung der Arbeiterklasse war, sowenig haben sich Goebbels, Hitler und Goering für die Rettung Deutschlands engagiert. Zweck war die Machterlangung, das Mittel war die Diktatur, und weiter war nichts. Keiner ist mal ins Grübeln gekommen, ob sie das, was sie tun, überhaupt mit ihrer Ideologie vereinbaren können. Die Ideologie war für die anderen da. Sie sind nicht mit einem grandiosen Vorhaben gescheitert, sie hatten genau das vor, was sie taten, nur noch länger.
Für die Ideologie des Bösen braucht man eine Fake-Wunscherfüllung und einen Bedrohungsteufel.
Und so ist das im Grünen Reich. Mit Individuen ihrer Randgruppen haben sie es dann gar nicht so, sobald die zu individuell sind, denn dann verlassen sie ihren vorgesehenen Zweck.
Nein, die Angst ist gewollt, die Schwächung der Geisteskraft und die Wehrlosigkeit des Rechtsstaates, denn darauf basiert das Grüne Feudalsystem. Gewaltexzesse entsetzen Ströbello so wenig wie den Führer seine Leute von der Sturmabteilung.
Dieser Auffassung ist zu misstrauen, weil sie die harmlosere ist gegenüber dem anderen Modell, das zudem eleganter ist und mehr erklärt.
Wir sollten den Gedanken zulassen, dass die fortschreitende Verwahrlosung und Morlockisierung der nächsten Schülergeneration, dass die Okkupation von Straßenzügen und Stadtvierteln, die Auflösung der Rechtsprechung und Abschaffung der Bildung keine Nebenerscheinungen sind, die gutmeinende Bessermenschen außer Acht lassen, um den Schutzbefohlenen nicht noch mehr Vorurteile anzuhängen, sondern dass all das zum Grünen Plan gehört.
Wie kommen wir auf diese unerhörten Unterstellungen?
Wir haben aus der Geschichte gelernt.
Sowenig Stalins Anliegen die Befreiung der Arbeiterklasse war, sowenig haben sich Goebbels, Hitler und Goering für die Rettung Deutschlands engagiert. Zweck war die Machterlangung, das Mittel war die Diktatur, und weiter war nichts. Keiner ist mal ins Grübeln gekommen, ob sie das, was sie tun, überhaupt mit ihrer Ideologie vereinbaren können. Die Ideologie war für die anderen da. Sie sind nicht mit einem grandiosen Vorhaben gescheitert, sie hatten genau das vor, was sie taten, nur noch länger.
Für die Ideologie des Bösen braucht man eine Fake-Wunscherfüllung und einen Bedrohungsteufel.
Und so ist das im Grünen Reich. Mit Individuen ihrer Randgruppen haben sie es dann gar nicht so, sobald die zu individuell sind, denn dann verlassen sie ihren vorgesehenen Zweck.
Nein, die Angst ist gewollt, die Schwächung der Geisteskraft und die Wehrlosigkeit des Rechtsstaates, denn darauf basiert das Grüne Feudalsystem. Gewaltexzesse entsetzen Ströbello so wenig wie den Führer seine Leute von der Sturmabteilung.
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Donnerstag, 13. Juni 2013
Die entwickelte Grüne Gesellschaft
tagesschauder, 11:13h
Wenn man es richtig deutet, schließen sich Claudia Roth und Christian Ströbele dem Mordaufruf gegen Hamed Abdel-Samad nicht an. Sogar die Bundesregierung hat bekanntgegeben, dieser Mordaufruf sei durch nichts zu rechtfertigen. Wie man zu diesem Urteil gekommen ist, wurde nicht dargelegt, vermutlich hat man im Justizministerium nachgefragt.
Wenn man die Rothsnäsigkeit für mörderische Toleranz hält, für gutgemeintes unverständiges Wegschauen durch die ideologische Brille, ist man Stöbello und seinen Schergen bereits auf den Leim gegangen. Das wäre so, als hätte man von Mussolini erhofft, Franco zu mäßigen.
Die Toleranz ist die ideologische Keule, aber wer damit zuhaut, dem ist sie kein Wert, sondern Instrument. Wir sollen nicht tolerant sein, sondern uns ängstigen. Die Herrschenden nehmen die Toleranz zum Vorwand, mit dem sie ihre auf Terror gestützte repressive Herrschaft sichern. Wir sollen sie erdulden, indem wir uns der Gewalt fügen. Die Freiheit muss im Keim erstickt werden, denn freie Menschen sind dem grünfaschistoiden System zuwider.
Da ist nichts Gutgemeintes. Gut meinen sollen es die Beherrschten.
Wenn man die Rothsnäsigkeit für mörderische Toleranz hält, für gutgemeintes unverständiges Wegschauen durch die ideologische Brille, ist man Stöbello und seinen Schergen bereits auf den Leim gegangen. Das wäre so, als hätte man von Mussolini erhofft, Franco zu mäßigen.
Die Toleranz ist die ideologische Keule, aber wer damit zuhaut, dem ist sie kein Wert, sondern Instrument. Wir sollen nicht tolerant sein, sondern uns ängstigen. Die Herrschenden nehmen die Toleranz zum Vorwand, mit dem sie ihre auf Terror gestützte repressive Herrschaft sichern. Wir sollen sie erdulden, indem wir uns der Gewalt fügen. Die Freiheit muss im Keim erstickt werden, denn freie Menschen sind dem grünfaschistoiden System zuwider.
Da ist nichts Gutgemeintes. Gut meinen sollen es die Beherrschten.
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Mittwoch, 12. Juni 2013
Die Troika Markus Lanz, Steinbrück, Merkel
tagesschauder, 11:32h
Eigentlich sollte uns das Wetten-dass-Desaster weder interessieren noch beschäftigen, wenn es nicht symptomatisch wäre für das, was schiefläuft in diesem Land.
Die öffentlichrechtlichen Programme, als Zwangsabgabefernsehen verschmäht, trennen nicht mehr zwischen U und E, Unterhaltung und Ernst, sondern mittlerweile zwischen G und K, Gefühl und Körper. Wetten dass gehört zu Körper. Tatort zu Gefühl.
Es ist bezeichnend, dass die Kritiker mit Markus Lanz gar nicht viel anfangen können, sie wissen kaum, welche Schuld sie ihm eigentlich zu geben haben, außer dass es keine großen Showmaster mehr gebe.
Und da sind wir beim Problem.
Die großen alten Meister haben allesamt das getan, worum es geht, wenn ein Showmaster beliebt wird, nämlich: zeigen, dass es seine Show ist.
Das und nichts anderes ist es, was die Show ausmacht. Welche, ist nachrangig bis egal.
Schauen wir mal an, wer es wo geschafft hat. Günther Jauch ja, Hans Rosenthal auch, Kulenkampff und die übrigen ohne Frage, Stefan Raab, Hans Meiser, Sabine Christiansen ja, Thomas Gottschalk nur, solange er nicht in die Fänge einer professionellen Redaktion fällt, Koschwitz mit Brainpool ja, mit den Samstagnacht-Trotteln nein, Harald Schmidt mit Verstehen Sie Spaß nein, sonst ja, außer mit Pochi, Anke Engelke gelegentlich, Der Typ von Der Preis ist heiß ja, Letterman und Leno sowieso, Oliver Welke antrainierterweise bei der heute-show ja, was nun nicht für ihn spricht, aber so ist es eben. Und so fort. Sich selber zum Deppen zu machen, gehört nicht dazu, das geht erst, wenn man die Show dominiert.
Hier liegen die sozialen Ursachen des Versagens von Markus Lanz. Er kann nichts dafür, und das ist es, was die Gesellschaft will. Das ist der deutsche Traum, nichts dafürzukönnen.
Einer, der eine große Show übernimmt, müsste vor der Kamera ein großer alter Mann sein gleich welchen Alters. Heißt, er müsste so inszeniert sein.
Na das erst.
So etwas, so ein Individuum, passt nicht in die Vielfalt.
Die öffentlichrechtlichen Programme, als Zwangsabgabefernsehen verschmäht, trennen nicht mehr zwischen U und E, Unterhaltung und Ernst, sondern mittlerweile zwischen G und K, Gefühl und Körper. Wetten dass gehört zu Körper. Tatort zu Gefühl.
Es ist bezeichnend, dass die Kritiker mit Markus Lanz gar nicht viel anfangen können, sie wissen kaum, welche Schuld sie ihm eigentlich zu geben haben, außer dass es keine großen Showmaster mehr gebe.
Und da sind wir beim Problem.
Die großen alten Meister haben allesamt das getan, worum es geht, wenn ein Showmaster beliebt wird, nämlich: zeigen, dass es seine Show ist.
Das und nichts anderes ist es, was die Show ausmacht. Welche, ist nachrangig bis egal.
Schauen wir mal an, wer es wo geschafft hat. Günther Jauch ja, Hans Rosenthal auch, Kulenkampff und die übrigen ohne Frage, Stefan Raab, Hans Meiser, Sabine Christiansen ja, Thomas Gottschalk nur, solange er nicht in die Fänge einer professionellen Redaktion fällt, Koschwitz mit Brainpool ja, mit den Samstagnacht-Trotteln nein, Harald Schmidt mit Verstehen Sie Spaß nein, sonst ja, außer mit Pochi, Anke Engelke gelegentlich, Der Typ von Der Preis ist heiß ja, Letterman und Leno sowieso, Oliver Welke antrainierterweise bei der heute-show ja, was nun nicht für ihn spricht, aber so ist es eben. Und so fort. Sich selber zum Deppen zu machen, gehört nicht dazu, das geht erst, wenn man die Show dominiert.
Hier liegen die sozialen Ursachen des Versagens von Markus Lanz. Er kann nichts dafür, und das ist es, was die Gesellschaft will. Das ist der deutsche Traum, nichts dafürzukönnen.
Einer, der eine große Show übernimmt, müsste vor der Kamera ein großer alter Mann sein gleich welchen Alters. Heißt, er müsste so inszeniert sein.
Na das erst.
So etwas, so ein Individuum, passt nicht in die Vielfalt.
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Dienstag, 11. Juni 2013
Offenbach ist nirgends
tagesschauder, 10:26h
Die öffentlich-rechtlichen Anstalten sollten endlich umdenken.
Ein ARD-Kamerateam ist vor einer Offenbacher Moschee von der überwiegenden Mehrheit der fünf Millionen Moslems und Muslime nicht angegriffen worden. Nur eine mutmaßliche kleine Gruppe von aufgebrachten Salafisten fühlte sich provoziert, vermutlich durch die moderne Technik, und machte ihrem Unmut Luft. Dass die Reporter vom staatlichen Fernsehen kamen, machte es nicht besser, denn dadurch stehen sie für den Alltagsrassismus und den Rassismusalltag, denn die meisten Gebührenzahler sind alltäglichrassistisch, dadurch entsteht tiefes Misstrauen, das zwar bei den meisten nicht so tief sitzt, dass sie gewalttätig würden, aber wenn, dann wäre das nur zu verständlich.
Künftig ist so was zu unterbinden. Die ARD muss ihre Richtlinien, nach denen Derartiges nicht vorkommen darf, noch stärker den Mitarbeitern vermitteln. Schulungen im sensiblen Umgang mit Moscheen sollten nicht als Teil der journalistischen Ausbildung, die man so runterreißt, behandelt werden, stattdessen ist das Gelernte immer wieder abzufragen.
Der öffentliche Friede darf nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden, schon gar nicht, indem man den Islamhassern Stoff für ihre diffusen Ängste liefert.
So wichtig ist ein Kamerateam dann nun wirklich nicht.
Ein ARD-Kamerateam ist vor einer Offenbacher Moschee von der überwiegenden Mehrheit der fünf Millionen Moslems und Muslime nicht angegriffen worden. Nur eine mutmaßliche kleine Gruppe von aufgebrachten Salafisten fühlte sich provoziert, vermutlich durch die moderne Technik, und machte ihrem Unmut Luft. Dass die Reporter vom staatlichen Fernsehen kamen, machte es nicht besser, denn dadurch stehen sie für den Alltagsrassismus und den Rassismusalltag, denn die meisten Gebührenzahler sind alltäglichrassistisch, dadurch entsteht tiefes Misstrauen, das zwar bei den meisten nicht so tief sitzt, dass sie gewalttätig würden, aber wenn, dann wäre das nur zu verständlich.
Künftig ist so was zu unterbinden. Die ARD muss ihre Richtlinien, nach denen Derartiges nicht vorkommen darf, noch stärker den Mitarbeitern vermitteln. Schulungen im sensiblen Umgang mit Moscheen sollten nicht als Teil der journalistischen Ausbildung, die man so runterreißt, behandelt werden, stattdessen ist das Gelernte immer wieder abzufragen.
Der öffentliche Friede darf nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden, schon gar nicht, indem man den Islamhassern Stoff für ihre diffusen Ängste liefert.
So wichtig ist ein Kamerateam dann nun wirklich nicht.
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Montag, 10. Juni 2013
Lüge und Erlogenes
tagesschauder, 12:18h
Es kann durchaus sein, dass das Bundesumweltamt Klimaerwärmung promotet und Skeptiker anschwärzt und sich trotzdem das Klima erwärmt, wir haben keine eigenen Erkenntnisse und deshalb auch keine sichere Meinung. Aber eins ist sicher, wer diejenigen zum Problem erklärt, die etwas anderes sagen, gibt sich als Lügner zu erkennen.
Dabei geht es nicht, wie oft interpretiert, darum, den Boten für die Botschaft zu schelten.
Es ist ein Merkmal der Lüge, dass sie vor etwas anderem, sei es die Wahrheit oder etwas anderes Anderes, bedroht wird. Dies unterscheidet sie von der Wahrhaftigkeit.
Eine Religion zum Beispiel, die, sagen wir mal, eine des Friedens ist, empfindet es nicht als Problem, wenn jemand sagt: ist sie nicht. Und schon gar nicht denjenigen, der das sagt. Hielte man unserem Papst vor: Es gibt keinen Gott!, würde er antworten: Das tut mir leid für dich, ich habe einen.
Israel wird endlos antisemitisch mit Dreck beworfen und lässt sich eine Menge bieten, weil das Gerede eben nur geredet ist, und da muss schon eine Menge zusammenkommen, bis die schlimmsten Anschuldigungen aufgelistet werden. Das Problem ist nicht Jakob Augstein, sondern das, was er sagt, und zwar dafür, dass es in der Masse zur Ursache realen politischen Handelns werden kann, auch wenn im Falle Jakob Augsteins Person und Wirkung eng zusammenkommen.
In der Debatte hingegen herrscht die Meinung, man darf ja nicht und sofort wird man, nämlich von den Juden.
Daraus ergibt sich etwas, das uns eigentlich widerstrebt, dass wir nämlich personenbezogene Anschuldigungen gar nicht inhaltlich behandeln dürfen -- so schlimm ist doch Ralph Giordano gar nicht, Sarrazin wollte doch nur, man muss ja nicht jedes Wort von Necla Kelek, Seyran Ates hat nun mal persönliche -- sondern die Verschiebung des Themas erkennen und merken, dass wir damit bereits dem Lügner auf dem Leim gehen. Der Lügner hat sich offenbart, seine Lüge und nicht das Erlogene ist das Problem, dem wir uns zuwenden müssen.
Dabei geht es nicht, wie oft interpretiert, darum, den Boten für die Botschaft zu schelten.
Es ist ein Merkmal der Lüge, dass sie vor etwas anderem, sei es die Wahrheit oder etwas anderes Anderes, bedroht wird. Dies unterscheidet sie von der Wahrhaftigkeit.
Eine Religion zum Beispiel, die, sagen wir mal, eine des Friedens ist, empfindet es nicht als Problem, wenn jemand sagt: ist sie nicht. Und schon gar nicht denjenigen, der das sagt. Hielte man unserem Papst vor: Es gibt keinen Gott!, würde er antworten: Das tut mir leid für dich, ich habe einen.
Israel wird endlos antisemitisch mit Dreck beworfen und lässt sich eine Menge bieten, weil das Gerede eben nur geredet ist, und da muss schon eine Menge zusammenkommen, bis die schlimmsten Anschuldigungen aufgelistet werden. Das Problem ist nicht Jakob Augstein, sondern das, was er sagt, und zwar dafür, dass es in der Masse zur Ursache realen politischen Handelns werden kann, auch wenn im Falle Jakob Augsteins Person und Wirkung eng zusammenkommen.
In der Debatte hingegen herrscht die Meinung, man darf ja nicht und sofort wird man, nämlich von den Juden.
Daraus ergibt sich etwas, das uns eigentlich widerstrebt, dass wir nämlich personenbezogene Anschuldigungen gar nicht inhaltlich behandeln dürfen -- so schlimm ist doch Ralph Giordano gar nicht, Sarrazin wollte doch nur, man muss ja nicht jedes Wort von Necla Kelek, Seyran Ates hat nun mal persönliche -- sondern die Verschiebung des Themas erkennen und merken, dass wir damit bereits dem Lügner auf dem Leim gehen. Der Lügner hat sich offenbart, seine Lüge und nicht das Erlogene ist das Problem, dem wir uns zuwenden müssen.
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