Donnerstag, 23. Juli 2026
Rhetorische Schwäche
Da war doch dieses „Nörgler Weggetreten“ von dem Kanzler, es ging viral und bakteriell, er hat im Sommerinterview den Zusammenhang, aus dem es gerissen worden sein soll, genannt, nämlich, zuerst habe er ein Zitat aufgesagt, „die meinen, es geht nicht, sollen nicht die behindern, die es trotzdem tun“.
Zwei Dinge daran machen es noch einmal besonders beklemmend.
Das Zitat hätte man mit rhetorischem Geschick stehenlassen müssen ohne die vermeintliche Verstärkung, die es indes abschwächt. Der dachte aber, er schiebt was Starkes nach. Sollte nicht unterlaufen.
Und dann ist das auch noch das Gegenteil dessen, was ihn beschreibt. Er handelt ja nicht, worüber andere nörgeln, er unterlässt, was er selbst zugesagt hat. Wenn er was tut, dann ist es das Einknicken vor den linken Nörglern, mit denen er regiert.
Das Wegtreten hätte denen gelten müssen.
Friedrich Merz wird auch rhetorisch überschätzt.

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