Samstag, 1. Juli 2017
Dramaturgischer Tipp für ähnliche Sachverhalte
Da gab es diesen einzelnen Fall, in Berlin wohl, da hat ein „Schüler“ der fünften Klasse andere übel drangsaliert und die Eltern haben sich bei der Schulleitung beschwert über den, was abgeschmettert wurde, unter anderem mit der Begründung, andere Schüler würden auch stören.
Immerhin ist es schön, dass sich Eltern noch für ihre Kinder einsetzen -- oder wieder, weil es inzwischen so schlimm geworden ist. Unter Aspekten der Stabilität und der Ruhe im Land ist es auch prima, die Schulleitung als Ansprechpartner zu wählen, das ist so schön gehörig.
Aber falsch.
Die Zeiten sind vorbei, wo das noch was bringt. Schulleiter sind trainiert darin, mit den Eltern fertigzuwerden. Zwanzig Jahre Toleranz, was dachten die Eltern, worum es geht?
Wenn man etwas erreichen will, dann muss man dramaturgisch nicht in das Spiel gehen, wir wollen von der Schulleitung Hilfe gegen den Übeltäter, sondern man muss den Schulleiter zum Problem machen. Die Medien und die Politik müssen ihn als unzulänglichen Einzelfall behandeln.
Nur so geht noch irgendwas.

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