Sonntag, 8. Januar 2017
Wählerverhalten
Es ist zu befürchten, dass die demoskopischen Ergebnisse zur Sonntagsfrage nicht sonderlich fake sind, sondern unter normaler Abweichung das Wahlergebnis bedeuten und die derzeitige Wählerstimmung abbilden.
Es ist nämlich beim Wählen wie beim Börsenhandel, die Erwartungen sind maßgeblich.
Die Erwartungen beim Wählen, das sind keine Tatsachen, sondern Hoffnungen, Wünsche, Ideologien.
In der Informationsgesellschaft kann man anklicken, welche Probleme man haben will und welche nicht. Man kann sich in eine Scheuklappenideologie einwählen, indem man Grüne ankreuzt, man kann keine Experimente und Weiter so wählen mit Merkelunion. Man wird es nicht kriegen, das ist klar, aber wo gibt es das schon.
Grünenwähler sind nicht dazu da, anhand von Aussagen der Vorsitzenden Peter vielleicht doch irgendwie umzudenken, sie wollen jetzt erst recht Eskapismus.
Wahlkampf bedeutet, dass man die Traumarbeit abgenommen kriegt.
Wenn man die Wahl hat zwischen dem Überbringer einer schlechten Nachricht und dem einer guten, für wen wird man sich wohl entscheiden?

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Früher
kannte man fake news ja noch unter dem Begriff Wahlversprechen ...

Den Pessimismus, wonach (aktuelle) Wahlumfragen das (kommende) Wahlergebnis zeigen, teile ich nicht ganz. Denn da gibt es in den letzten zwei Jahren schon eine gewisse Konstante: Je ferner Wahlen, um so höher liegen CDU(und SPD)-Werte, während die AfD sinkt. Am Wahltag ist es dann in der Regel umgekehrt!

Richtig ist aber schon, dass sich selbst mit 20 Prozent Protest an der grundlegenden politischen Alternativlosigkeit in diesem Land im September nichts ändern wird. Im Gegensatz zu inzwischen praktisch allen anderen ernstzunehmenden Ländern wird die Unnationale Front der Bunten und Etablierten weiter eine satte Mehrheit haben.

Die kleine Hoffnung dabei beruht auf dem größtmöglichen Schreckeffekt, der dann in der Tat "keine Experimente" mehr zulässt. Wäre immerhin ein Anfang!

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