Sonntag, 10. Dezember 2017
Das Vakuum, das wir lassen
Wenn zum Beispiel eine öffentliche Diskussion mit einem FAZ-Mann und Daniel Cohn-Bendit abgehalten wird zum Thema „Wie rechts ist Deutschland?“, kann man sich schon denken: sehr. Es befinden ja die Linksextremen darüber.
Überhaupt, wenn alles, was nicht linksextrem ist, rechts ist, zeigt das die vollkommene Leere, sowohl der Begriffe von „links“, von „rechts“ als auch von uns, die wir das Vakuum schaffen für den Kampf gegen rechts, der dem Staat überhaupt nicht gestattet sein dürfte in einer Demokratie.
Die sich selbst so nennenden Linken haben nichts und wissen nichts und können nichts, sie brauchen, ganz in selbstvergewissernder nationalistischer Tradition, den Gegner, der in den Anderen besteht, sie fantasieren sich was von rechts zusammen, um mit staatlichem Geld eine Handhabe zu haben. Wer nun zum Objekt geworden ist, wird ganz in ihrem Sinne reagieren und leugnen, rechts oder Hexer oder Klassenfeind oder Trotzkist zu sein, statt zu sagen, es steht euch nicht zu, staatlich gegen politische Gegner vorzugehen, gegen Meinungen, gegen das Volk.
Doch genau das ist die Leere, die wir lassen, wir lassen sie unserer Regierung und unseren Medien. Wundern wir uns nicht, wenn sie sie ausfüllen.

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Das grundsätzliche politische Problem, nicht nur in der BRD, besteht darin, dass auf einer Links-Rechts-Schiene gedacht wird, wenn es doch eigentlich die Liberal-Kollektivistische-Schiene sinnhaft zu bearbeiten gilt und so dem Volk, wie der Bevölkerung, geholfen werden könnte.

Es ist in diesem Sinne falsch sich als Konservativer als politisch rechts zu bezeichnen.

Sitzordnungen in Parlamenten bestimmen nicht, wer welchen politischen Konzepten folgt.

Die Nationalsozialisten sind im Deutschen Reich, aber auch anderswo, nur deshalb rechts zu sitzen gekommen, weil sie sich ansonsten, wohlgemerkt: im Parlament, in der Volksvertretung, mit Linksradikalen und Linksextremisten direkt prügeln würden.
Für das Nachkriegsdeutschland gilt es ähnlich.

Nationalsozialisten folgen wie ihr linksextremistischer Gegenpart dem philosophischen Kollektivismus, andere Parteien folgen dem philosophischen Individualismus.

Diese Unterscheidung ist keineswegs nebensächlich, sondern eben zentral.
Es gilt auf dieser politischen Schiene zu entwickeln und zu bewerben, der einzige Grund, dass dies bei der AfD und bspw. der Jungen Freiheit (anscheinend sozusagen klassische Konservative, Dieter Stein hat hier wohl ein Auge drauf) und bspw. der sogenannten Sezession ("Neurechte" - nichts gegen derartige Sportsfreunde, am besten sind es, im demokratischen Sinne, Kollegen) unzureichend geschieht, besteht anscheinend darin, dass die Menge so nicht mitgeht, bzw. dass bei den Genannten vermutet wird, dass die Menge so nicht mitgehen würde.

MFG
Dr. W

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