Montag, 11. Juli 2016
Verschwörung
Das Ansehen von Verschwörungstheoretikern wird gar nicht ermittelt, es dürfte noch unter dem von Journalisten, Politikern und Regisseuren liegen. Ein Verschwörungstheoretiker schlussfolgert aus dem, was er nicht weiß, und sieht in allen Ungereimtheiten einen Beweis für die große Verschwörung.
Darüber sollten wir aber nicht vergessen, was eine Verschwörung eigentlich wäre. Wir haben Außerirdische kontaktiert, aber nur die Eingeweihten profitieren und die Regierung sagt es uns nicht -- so läuft das nicht. Es läuft so, dass Institutionen, die für das Funktionieren des Gemeinwesens getrennt arbeiten müssten, einer gemeinsamen Ausrichtung folgen.
Wer möchte, kann jetzt an CSU in Bayern denken oder daran, wie er sich das da so vorstellt.
Worum es geht, ist, dass, und auch noch vor aller Augen, die Kontrollmechanismen ausgehebelt werden für einen wichtigen Zweck. Politiker, Polizisten und Regisseure arbeiten dann nicht mehr entsprechend ihren Kompetenzen und einander kontrollierend, sondern gemeinsam gegen den Gegner, dem unterstellt wird, es genauso zu handhaben, bloß dass er noch nicht die Macht dazu hat.
Das ist die Verschwörung.
Wenn Heiko Maas sich angesichts der linken Gewalt darauf besinnt, wozu er zuständig ist, und sagt, dass das Straftaten sind, und die Presse nichts dabei findet und sowieso nicht dem Gegner in die Hände spielen will, ist das eine Verschwörung, ebenso wie wenn Polizei und Theater politischer Korrektheit folgen.
Und wer meint, so läuft es nun mal, ist Teil der Verschwörung.

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