Donnerstag, 15. Oktober 2015
Zwei Enden
Zwei dicht aufeinanderfolgende Mitteilungen heute früh im Deutschlandfunk (klingt nur rechtsradikal). Merkel in Schekeuditz, sie kriegt bisher nicht gekannten Gegenwind von CDU-Leuten. Einer sagt, es gibt zweierlei Recht, eins für die Flüchtlinge und eins für die normalen Leute.
Das müsste eine Welle des Entsetzens auslösen. Das heißt, der Rechtsstaat ist vorbei.
Was eigentlich gibt es da zu schaffen? Dass es so bleibt? Dass es so weitergeht? Oder dass das Recht sich wieder vereinheitlicht, auf einem noch bekanntzugebenden Niveau?

Kurz darauf die Presseschau. Eine Zeitung aus Köln schreibt, die Kanzlerin braucht die CDU nicht, die CDU die Kanzlerin sehr wohl.
Und das ist das Ende des Journalismus.

Man kann gar nicht mehr feststellen, wer wem glaubt, die Kanzlerin dieser Presse oder eine solche Presse der Kanzlerin. Für beide ist das Ende nah, denn es ist schon vorüber.

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Und noch ein drittes Ende:
das der Wahrheit, Wahrheit als gesichertes Wissen. Was da nämlich über zweierlei Recht gesagt wurde, ist nichts anderes als eine Behauptung, eine These, die man natürlich gern mal in den Raum stellen kann.
Wenn Sie allerdings so eine unbewiesene Behauptung als gesicherte Tatsache ausgeben und daraus gleich - um noch einen draufzusetzen - das Ende des Rechtsstaats insgesamt ableiten, das ist das entweder extrem schlampig argumentiert oder aber bewusst ideologisch manipuliert. So funktioniert die Lügenpresse.

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