Freitag, 19. Juni 2026
Sprache des Grünen Reiches: „Denkverbote“
„Es darf keine Denkverbote geben“ ist zwar nicht der Propaganda entnommen, aber ein Resultat, ein Abdruck, eine versuchte Lockerung, die komplett in der Sprache des Grünen Reiches und in den Vorgaben des Zeitungsdeutschs bleibt.

Einmal mit der Formulierung, die meistens „wir brauchen keine“ oder „es darf jetzt keine“ das strukturelle Gequatsche reproduziert, ohne die zugehörige Machtposition, aus der sonst solche prinzipiellen Ansagen kommen. Man denkt immer, man könne mit Verweis auf das Grundsätzliche ein überzeugendes Argument vortragen, das dann doch in den Diskurs einflösse.

Diese Situation besteht nicht.

Auch ist die Bezeichnung Denkverbot eine unterordnende, sich fügende. Wer verbietet wem was und verfügt über welche Mittel und Ressourcen, es durchzusetzen? Da könnte es anfangen, interessant zu werden.

Die Sprache des Grünen Reiches hat einmal mehr ihren Zweck erfüllt, das Denken einzuhegen.

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