Donnerstag, 14. April 2016
Problemlage
Ralf Stegner hat auf Deutschlandradio Kultur zu den gesunkenen Umfragewerten gesagt, die Politik, also die SPD, brauche mehr Bürgernähe, die Politiker sollen nicht nur auf Empfängen sein, sondern bei den Menschen, es dürfe nicht der Eindruck entstehen, Politiker seien alle die da oben, und man müsse zu den Menschen gehen, die viele Dinge nicht verstehen.

Was eben einer sagt, der mangelndes Verständnis seitens der Bürger für das Problem hält.
Was einer sagt, der die Leute außerhalb der Politik als die da unten ansieht, denen es an Einsichtsfähigkeit fehlt, woraus ein unzulängliches Umfrageergebnis resultiert.
Einer, der nicht darauf kommt, dass er Mandatsträger ist und nicht Herrscher, der einer gelegentlichen Legitimierung durch Wahlverfahren bedarf.

Wie kommt er darauf, dass nicht etwa er das Problem ist? Vielleicht wird ja gerade diese Arroganz abgewählt, dessen Gesicht er so penetrant repräsentiert? Was befähigt ihn dazu zu verstehen, was normale Menschen nicht verstünden?
Man sehe sich doch einmal die SPD-Oberen an, könnte es vielleicht sein, dass sie das Problem der SPD sind?
Vielleicht will man von denen gar keine Bürgernähe, sondern möchte, dass sie einem nicht zu nah kommen.

Und das Problem von Deutschlandradio könnte sein, immer Ralf Stegner zu haben.

... comment

 
"Vielleicht will man von denen gar keine Bürgernähe, sondern möchte, dass sie einem nicht zu nah kommen."
Super Satz!

... link  

 
Danke,
leider.

... link  


... comment
 
Ich finde Herrn S. gut
Denn keiner sorgt so zuverlässig wie er dafür, dass die SPD ihrer neuen Bestimmung im Parteienspektrum so hurtig zustrebt:
Eine Art FDP für abhängig Beschäftigte mit Juso-Vergangenheit. Für alle anderen schlicht unwählbar.

... link  


... comment