Freitag, 5. Juni 2020
Mittel der Wahl
Wieso die US-Demokraten mit Joe Biden ankommen, schien ein Rätsel, jetzt bieten sich zwei schlüssige Erklärungen an, die noch nicht allein wegen ihrer Schlüssigkeit stimmen müssen und auch gar nicht beide zugleich zutreffen können.
Die eine Theorie war, er würde noch im Wahlkampf ausgewechselt, man habe einen durch die Vorwahlen geschickt, den man weg#MeTun kann, und dann könne die Partei einen Ausgekungelten nominieren, der nicht durch die Vorwahlen müsse, Michele oder Hillary oder Kevin Cunert, letzteres ein Wortwitz, jemanden eben, der genehm ist und nicht schon herausgewählt worden ist, den man also extra verschont hat und nun hervorholen kann.

Die andere Theorie folgt einer Logik, einer geradezu ulbrichtschen marxistisch-leninistischen Strategie. Man stellt einen auf, der unmöglich gegen Trump gewinnen kann – nicht unter normalen Umständen. Damit mobilisiert man alle, die Trump loswerden wollen, aber es augenscheinlich nicht mit dem Mittel der legitimen Wahl schaffen werden.

Das könnte zu der Situation führen, die wir jetzt haben und in der die Trump-Wähler ihn erst recht wählen, aber die Gegner asymmetrisch vorgehen können.

Das wäre funktionstüchtig. So dumm sind die dann halt doch nicht, wenn es um die Machterlangung geht.

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