Mittwoch, 8. August 2018
Lagerwahlkampf
In Bayern, wo es statt der CDU die CSU gibt, wird es besonders spannend, wie sich die Landesregierungspartei zur Bundesregierung positioniert, und wir wagen die deprimierende Vorhersage: man ist dafür. Merkel wird rehabilitiert, man ist für Menschlichkeit und Humanität. Damit kommt die CSU vielleicht auf um die 40 Prozent, aber findet Koalitionspartner im humanitären Block. Würde sich die CSU so darstellen, wofür man sie hält, also ihrem Ruf gemäß, würde Söder auch nicht sehr viel stärker abschneiden, aber müsste nach der Wahl zur Humanität zurückfinden, um regieren zu dürfen, und würde sich komplett lächerlich machen. So nun streckt man die Lächerlichkeit über den Wahlkampf.
Irgendwas machen wird man sowieso nicht, das würde mit verrohter Sprache einhergehen müssen, und das will man ja gerade nicht so.

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Die CSU ...
... wird eine genauso krachende wie historische Niederlage erleiden und endgültig den Nimbus der Unbesiegbarkeit verlieren.

Viele Bayern werden nicht vergessen, daß man zum wiederholten Mal den Aufstand geprobt - und dann noch vor der Aufführung abgesagt hat. Dieses Spielchen ist nicht beliebig oft wiederholbar und die CSU hat es bereits das eine Mal zuviel auf dem Spielplan gehabt. Man glaubt ihr einfach nicht mehr, alles Vertrauen ist im Komödienstadl Berlin leichtfertig verzockt worden.

Danach wird man sich unheimlich leid tun, die CSU-Merkelianer sich bestätigt fühlen und sein Heil in einer Koalition mit den Dumm-GrünInnen suchen, um den finalen Niedergang einer einstmals stolzen Partei einzuläuten. Allons enfants de la stupidité!

Als ehemaligem Wähler könnten sie einem fast leid tun. Die Betonung liegt auf fast. Man muss sich freimachen von derlei Sentimentalitäten.

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