Montag, 15. April 2019
Medientheorie
Es ist meinbar, dass das öffentlichrechtliche Rundfunkprogramm wegen der politischen Korrektheit so schlecht geworden ist. Es kann aber auch andersherum gelaufen sein. Es ist schlecht und in der Konkurrenzsituation eigentlich nicht begründbar, also geben sich die Gremien und Programmmacher den Parteiauftrag, um gehalten zu werden.
Und damit wiederum geben sie den politisch Verantwortlichen die falschen Signale, nämlich eine Generalermächtigung. Man kann ja nicht zugleich unterwürfig sein und eine Kontrollfunktion ausüben, nur als Kaspervorführung, und dazu braucht man einen gemeinsamen Feind.
So kann das gelaufen sein.
Kann aber auch sein, dass es sehr vorausblickende politische Kräfte so geplant haben oder es sich so gewünscht haben, noch in Zeiten vor dem Internet, wie wir es kennen. Das wären die gleichen, die sich jetzt um die Hochladefilter bemüht haben.

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Es kann etwas schlecht sein, weil es bereits etwas Schlechtes gab, das allgemein angeleitet hat schlecht zu werden, auch das Besondere, oder es kann so sein, dass das spezifisch Schlechte allgemein schlecht angeleitet hat.

Wie dem auch sei, beim Schlechten ist die Qualität anzumängeln, des Schlechten, nicht des Guten.

Oder das Gute wird schlechterdings angemängelt im Guten.

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"sehr vorausblickende politische Kräfte "
Diese Variante ist doch einigermaßen belegt. Diese vorausblickenden politischen Kräfte saßen im ZK der KPdSU, man schrieb 196.. bis 197.., zumindest liest man sinngemäß in den Sitzungsprotokollen des ZK dieser Jahre:
Die Intellektualität im Westen sei für linke Ideologien sehr empfänglich, man müsse in dieser Schicht mit Agitation ansetzen.
Dass die Früchte erst nach dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums erntereif wurden, war sicher nicht gewollt, aber schneller ging es offensichtlich nicht. Der Marsch durch die Institutionen dauert halt seine Zeit. ...
Aus unserer Sicht völlig egal.

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