Sonntag, 23. Februar 2020
Mitmachmacht
Wenn man wieder einmal fragt: „Wie konnte das passieren, wie konnte es so weit kommen?“, hat man an der Pressearbeit um den Hanau-Amoklauf ein prägnantes Beispiel für das Funktionieren der politischen Stimmungsmache. Denn es ist so, dass es keine Unterstützerszene gibt. Man legt sich also mit niemandem an, wenn man sie imaginiert, so dass der Politiknehmer emotional auf der Seite der Guten ist. So einfach ist das. Grundkurs Manipulation.
Aber dabei bleibt es nicht, denn es heißt tatsächlich, alle Bürger sind aufgerufen gegen Rechtsextremismus. Da reicht es nicht, einfach nicht extrem und nicht gewalttätig zu sein, sondern man muss aktiv zeigen, dass man nicht zu denen gehört, gegen die es geht, und das tut man, indem man welche findet und denunziert. Bloß nicht verdächtig sein.
Denn sobald man es ist, ist man schuldig.
Ohne Berufungsinstanz, ohne Bewährung, ohne Aussicht auf Rehabilitation.

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Alles läuft nun weiter wie gewünscht: die Wahl wird rückgängig gemacht, so wie es die ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda in der Mauermörderpartei SED aus Südafrika angeordnet hatte. Ihr Mauermörder-Nachfolgeparteigenosse wird in Kürze wiedergewählt werden.

Mit nur kleiner Verzögerung kann das weltoffene, tolerante, multiethnische Experiment fortgesetzt werden.

Wie lange wird es dauern? Werden wir es nach dem Zusammenbruch noch erleben, wenn wieder einmal gefragt wird: "Wie konnte das passieren, wie konnte es so weit kommen“?
Und werden die Menschen danach - sobald sie das Joch der Tyrannei abgeworfen haben - tatsächlich dazugelernt haben oder doch nur wieder in den Untergang laufen, wenn neue Rattenfänger neuerlich wohlklingende Worthülsengirlanden dreschen?

Können Menschen wirklich aus der Vergangenheit lernen oder müssen sie sich nicht immer wieder selber durch die Scheiße kämpfen, auch wenn es mit schrecklichem Leiden und Strömen von Blut verbunden ist?

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