Mittwoch, 18. Mai 2016
Weißes Gewissen
Der Tagesspiegel hat dieses:

„Die unsichtbare weiße Norm
‚Critical Whiteness‘, die ‚kritische Weißseinsforschung‘, versteht Rassismus als gesellschaftliche Struktur und beschreibt ‚Weißsein‘ als häufig unerkanntes Privileg.“

Ja so was. Da ist einer weiß und merkt es nicht. Warum auch, könnte man denken, wäre es denn ansonsten nicht rassisch gedacht?
Ist es. Nicht einmal mehr gewendeter Rassismus, sondern sozialverträglich und lukrativ gemachter Rassismus.

Nicht einmal die eventuelle privilegierte Behandlung des Weißen soll das Thema sein, sozusagen das soziale Konstrukt der Rasse, das Privileg ist jetzt schon das Weißsein selbst.
Das wäre so, wie wenn der Ku-Klux-Klan Fördermittel beantragt, um die Sensibilität für Rassenunterschiede zu erhöhen.

Natürlich, besser gesagt: gesellschaftlich konstruiert, geht es um die gute Gesinnung, die vermeintlich gute. Anderen ein schlechtes Gewissen zu machen, ist schon einmal gut, und das beste schlechte Gewissen hat man für etwas, wofür man nichts kann. Das entlastet von den Gewissensfragen, die man sonst haben müsste, aber mangels Persönlichkeit nicht entwickelt.

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Mal davon abgesehen, ob Menschenrassen ein sinnhaft gebildetes Konstrukt sind oder nicht, der obig per Webverweis Zitierte ist "schwer links", besteht eine besondere Pointe darin, dass einige, die den Rassenbegriff benötigen, der Schreiber dieser Zeilen tut dies nicht, diesen Begriff zumindest persistieren, also aufrecht erhalten, womöglich um seiner Persistenz / Existenz entgegenzuwirken, womöglich aber auch, um ihn nachhaltig zu promovieren.

Am Rande angefragt, gibt es Christoph David Piorkowski oder ist das ein Pseudonym?
Ist der in Berlin schon mal gesehen worden?

MFG
Dr. W

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In Berlin
gibt es alles.

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