Freitag, 10. Juli 2015
Sarrazin war nicht hilfreich
Betrachtet man die Wirkungsgeschichte von „Deutschland schafft sich ab“, muss man der Kanzlerin in der Aussage rechtgeben, war nicht hilfreich. Denn indem er Entgegenkommen gezeigt hat bei seiner Absetzung, um keine Staatsaffäre auszulösen, zeigte er, was passiert mit so jemandem, und wurde zum Synonym für den Hexenmeister.
Nun ist es niemandem zuzumuten, Kämpfe zu fechten, auf die er keine Lust hat und für die er nicht der Typ ist. Er wollte nicht, wie er es sagte, zum Michael Kohlhaas werden. Dreyfus hätte eher gepasst, doch auch das ist niemandem abzuverlangen.
Damals hätte er den Schauprozess gewonnen.
Mit Symbolen hat er es nicht so, er wollte konkrete Fakten im Sachbuch mit konkreten Lösungsvorschlägen darbieten. Verschont von Symbolik blieb er nicht, das System hat seine Macht gezeigt. Nicht ihm, den anderen.
Professor Lucke hat daraus gelernt. Er kommt reumütig zurück in den Kreis der Vielfalt und Toleranz.

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Und dabei liegt die Agenda so überdeutlich vor geöffneten Augen. Es ging und geht nicht um Humanismus und Toleranz, sondern um Schwächung der Volksidentitäten, da sich eine solcherart amorphe und im Willen zersplitterte Masse nun mal leichter kontrollieren lässt. Vom Aspekt der verdeckten Kriegsführung gegen die Deutschen an sich ganz abgesehen. Aber das brauche ich ja hier niemanden zu erzählen ...

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Dr. Lucke
kehrt reumütig in die Menge zurück sozusagen, könnte in der Folge als guter AfDler dienen wollen, der nur das Falsche angestoßen wie verwaltet hat.
Was ja auch eine Art USP darstellen, sein Medienüberleben sicherstellen könnte.

Und, hey, wer konnte schon ahnen, dass eine als rechts [1] (ggf. auch liberal) angelegte Parteigründung rechts [1] (und liberal) ausfallen könnte?

MFG
Dr. W [2]

[1]
Der Schreiber dieser Zeilen hat hier vielleicht kommentarisch zu ergänzen, dass konservative, auch Sitzordnungen geschuldete Parteien, konservative oder rechte Meinungen vertreten, sozusagen: anlage- oder gewohnheitsgemäß.
Der Schreiber dieser Zeilen ist bekanntlich nicht konservativ oder rechts, versteht aber derartige Zusammenhänge.
Dass gerade in der BRD eine Kontinuität "rechts-rechter-Nazi" gerne behauptet wird, entspricht politologisch in etwa einer behaupteten Abfolge "SPD-Marxisten/Leninisten-Bolschewisten/Maoisten", sie darf abgelehnt werden.

[2]
Ältere und zumindest zu konkreter Zeit in der BRD vorrätig Gewesene erinnern sich vielleicht auch noch an einen gewissen Albert Speer, vielleicht sogar ein Netter, eigentlich, der schon dem Nationalsozialismus abgeschworen hat, als andere noch nicht geboren waren, der war in den Sechzigern und Siebzigern medial nicht unpräsent und konnte reüssieren.
(Dies natürlich nur aus reiner Bösartigkeit angemerkt, Herr Lucke ist hier nur bösartig vergleichsweise herangezogen worden, kommentatorisch, AfD schon konservativ, rechts & OK.)

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