Donnerstag, 11. Januar 2018
Gruppenbezogene Selbstfreundlichkeit
Boris Becker fragt in einem Zeitungsartikel, was bitte ein Halbneger sei. Demnach darf man das sagen oder wenigstens fragen. Für seinen Sohn ist die ganze Sache gut gelaufen, er hat die Aufmerksamkeit bekommen, deren Mangel ihm im unumstrittenen Tweet unterstellt worden war.

Der hier herrschende Kenntnisstand, bereits im Kindergarten vermittelt, ist, dass man eine Person nicht nach Hautfarbe oder Herkunft, Rasse also, beurteilt. Es ist also abzulehnen, wenn diese, wie in dem Tweet geschehen, argumentativ verwendet wird. Peinlich für den, der es tut.

Das ist es aber gar nicht, was die Negativrassisten daran stört, sondern dass Halbneger gesagt wurde. So schlimm wie Neger. Warum? Weil das die Gruppe der Neger herabsetzt oder sonstwas, nein, weil es gegen die Sprachnorm verstößt, somit gegen den Herrschaftsanspruch der Neoachtundsechziger. Ihnen geht es gar nicht darum, dass aufgehört würde, Menschen nach Hautfarbe zu bewerten – sie machen den ganzen Tag nichts anderes. Gruppenbezogen. Die Grüpplinge sollen gar nicht bewertet werden, oder mit Bonus.

Sobald einer aus der betreuten Gruppe individuell aufbegehrt, wäre es das gewesen mit Antirassismus, dann würde alles gegen ihn verwendet, was sich finden ließe, Halbschwärze eingeschlossen.

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Berlin ist eine weiße Stadt,
hat der Becker-Sohn gesagt. Ist das nicht auch Rassismus?

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Nein,
Rassismus geht nur gegen die niederen Rassen.

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