Donnerstag, 1. Februar 2018
Mugabe-Syndrom
Es genügt zur Erklärung nicht, dass die Mächtigen eben an ihrer Macht kleben – was haben die eigentlich noch davon? Schulz, Merkel und Seehofer sind nicht mehr die jüngsten, sie hätten einen ehrenvollen Abgang haben können, ohne Sorgen um ihre Bezüge.
Am Wahlabend war Schulz' Aussage nicht nur, die SPD geht in die Opposition, die zwar Mist ist, aber besser als eine Koalition mit Merkel, er war wohl auch sicher, dass die „Jamaika-Koalition“ keine größere Gefahr bringen würde, dass also das SPD-Erbe in guten Händen sei. Das kann man sich gut vorstellen, allein: was ist das bitte? Um was geht es wirklich?
Auch dass Merkel merkelt, weil sie Merkel ist, das kann nicht reichen. Der CDU ginge es besser und im Nebeneffekt auch dem Land, wenn sie Merkel verstieße.
Nein, das Ende des Grokozän müsste noch etwas Anderes bedeuten als eine Verschiebung im Postengefüge.
Und dabei belassen wir es vorerst, man kann ja mal hinschauen, worum die sich am meisten kümmern mit welchen Prioritäten.

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